Berichte

Orang-Utan-Familie gerettet

  • Die malaiische Insel Sabah ist in den letzten Wochen immer wieder von schweren Überschwemmungen heimgesucht worden. Das ist absolut nicht normal – viele Tiere wurden davon böse überrascht. So ging es auch einer Orang-Utan-Mutter und ihrem Kind. Doch zum Glück konnten Naturschützer des WWF die beiden Tiere retten. Dabei staunten sie nicht schlecht: Menschenaffen können ganz schön mutig sein.

    Was war passiert? Die beiden Orangs konnten zwar noch rechtzeitig der Flut ausweichen. Die Mutter ist mit ihrem Kind auf einen Baum geflohen – doch dann saßen beide dort fast eine Woche lang fest. Denn Orang-Utans sind extrem wasserscheu. Dorfbewohner alarmierten den WWF, der schickte direkt Experten zum Überschwemmungsgebiet. „Die Orang-Mutter hatte keinen Ausweg,“ berichtete einer von ihnen. „Wir warfen ihr ein Seil zu, glaubten aber eigentlich nicht daran, dass sie zupackt. Doch sie hat sich tatsächlich ins Wasser getraut!“

    Für einen Menschenaffen ein ähnlich schwerer Schritt wie für uns Menschen der erste Bungee-Sprung! Die Affendame packte zu und zog sich selbst und ihr Junges an das sichere Ufer. Am Ufer angelangt nahmen das ausgehungerte Päärchen noch schnell die Bananen und anderen Früchte der Naturschützer mit - und dann ab in den sicheren Wald.

    So mutig die Orang-Mutter war, so verzweifelt ist die Situation der Menschenaffen auf Sumatra und Borneo. Die Heimat der Orangs wird für Holz zerstört. Und jetzt kommen auch noch solche Überflutungen dazu. Experten gehen davon aus, dass der Klimawandel auch den Tieren zu schaffen macht. Wetterextreme wie diese starken Regenfälle nehmen zu – und sie bedrohen die letzten Orang-Utans.