Berichte

Unsere Naturschutzerfolge in Deutschland 2014!

  • Was passiert mit Deinem Geld? Es kommt nicht nur in den internationalen Umweltschutzprojekten des WWF erfolgreich zum Einsatz. Es ist auch immens wichtig, die Artenvielfalt und Lebensräume vor der eigenen Haustür zu bewahren. Deshalb engagiert sich der WWF auch sehr intensiv in Deutschland. Welche Erfolge wir hier im vergangenen Jahr dank eurer Unterstützung verzeichnen konnten, wollen wir euch heute zeigen!

    Fischadler brüten wieder in Schleswig-Holstein!

    In der Vergangenheit wurde der Fischadler so stark verfolgt, dass er bereits in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in Schleswig-Holstein ausgestorben war. Nachdem man ihn lange Zeit nur als Zugvogel im Frühjahr und Herbst beobachten konnte, siedelte sich 2014 endlich das erste Fischadler-Brutpaar wieder dort an. Der Brutplatz befindet sich im WWF-Projektgebiet Naturpark Lauenburgische Seen am Rande eines Moorsees auf einer alten Kiefer, die Mitarbeiter des WWF bereits vor über zehn Jahren als Horstunterlage ausbauten. Dank konsequenter Schutzmaßnahmen entwickelt sich der Fischadler-Bestand unter anderem in Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen seit einigen Jahren positiv.

    Landwirtschaft für Artenvielfalt!

    Der Rückgang und Verlust an wildlebenden Tier- und Pflanzenarten in Deutschland und Europa ist dramatisch. Vor allem auf landwirtschaftlich genutzten Flächen gibt es kaum noch Rückzugsbereiche, aber es gibt Möglichkeiten, landwirtschaftliche Flächen so zu bewirtschaften, dass sie Lebensraum für wildlebende Tier- und Pflanzenarten bieten. Insbesondere der ökologische Landbau birgt Potenzial, unter anderem wegen des Verzichts auf synthetische Herbizide und Insektizide. Der WWF arbeitet an einem neuen Naturschutzstandard „Landwirtschaft für Artenvielfalt“, um die Vielfalt wildlebender Tier- und Pflanzenarten in landwirtschaftlich geprägten Lebensräumen zu erhöhen. Pilotbetriebe, die mit diesem Standard arbeiteten, weisen schon jetzt eine erhöhte Zahl von Arten auf.


    Neuntöter © Frank Vassen / flickr.com

    Mittlere Elbe - Mehr Raum für einzigartige Auen!

    Seit 2001 verfolgt der WWF sein größtes deutsches Projekt an der Mittleren Elbe: Auf 9050 Hektar renaturieren wir in Sachsen-Anhalt einen der größten Auenwaldkomplexe Deutschlands. Bis 2018 wird zwischen Mulde und Saale ein durchgehender Verbund überflutbarer Auenwälder entstehen. Die größte Maßnahme ist die Rückverlegung eines Hochwasserschutzdeiches. In Lödderitz bei Dessau wird einige hundert Meter hinter dem derzeitigen Hochwasserschutzdeich auf sieben Kilometern ein neuer Deich gebaut. Bis jetzt konnten 4,3 Kilometer fertiggestellt werden. 16 Hektar Auenfläche mit über 80.000 Eichen wurden zum Auenwald von morgen aufgeforstet.

    Naturschutzprojekt Hohe Schrecke!

    Im Naturschutzgroßprojekt Hohe Schrecke wurde ein Durchbruch erzielt: Unter Beteiligung des WWF wurden einem Besitzer für 176 Hektar Wald das forstliche Nutzungsrecht abgekauft. Das Instrument „Abkauf der Nutzung“ wurde erstmalig angewendet und kann somit als Modell für Wildnisentwicklung dienen. Ergänzend werden 60 Hektar durch Flächenkauf aus der Nutzung genommen. Träger des Naturschutzgroßprojektes ist die Naturstiftung David, der WWF unterstützte mit 85.000 Euro die Sicherung des Bereiches Wiegental. Das Areal gilt mit seinen alten Buchen und Eichen als ein besonders wertvolles Waldgebiet. Naturschützer fanden hier beispielsweise in einer einzigen Buche ein Quartier von rund 570 Fledermäusen. Auch Wildkatze und Uhu konnten im Wiegental nachgewiesen werden.


    Buchenwald © Olli Henze / flickr.com

    Eine Klimaschutzstrategie für den deutschen Verkehr!

    Der Verkehr ist seinen Anteil an der Minderung der Emissionen bislang schuldig geblieben. Jetzt können wir aber zeigen, wie es funktioniert, den Verkehr bis 2050 fast emissionsfrei umzubauen. Im Juni 2014 wurde mit „Klimafreundlicher Verkehr in Deutschland“ das Klimaschutzkonzept der Umweltverbände WWF, BUND, Germanwatch, NABU und VCD vorgestellt, dessen Ausarbeitung der WWF koordiniert hatte. Zentral ist dabei, den Energieverbrauch durch effizientere Fahrzeuge und Verlagerung des Verkehrs auf umweltfreundlichere Verkehrsmittel wie Fahrrad, ÖPNV, elektrisch betriebene Carsharing-Fahrzeuge und die Bahn bis 2050 um 70 Prozent zu reduzieren.

    Na, ist das nicht wunderbar? Und das Beste - ohne die Mitgliedsbeiträge und Spenden der WWF - Förderer wären diese Erfolge nicht möglich gewesen. Auch ihr habt dazu beigetragen, denn eure Mitgliedschaft wirkt und kommt an. Genau da, wo sie gebraucht wird. Auch in Zukunft wollen wir solche großartigen Erfolge verzeichnen können. Aber dafür brauchen wir jede weitere mögliche Unterstützung. Du siehst, wir können viel bewirken! Bist Du schon WWF Jugend Mitglied? Wenn Du auch solche Veränderungen in der Welt möglich machen möchtest, dann werde jetzt Teil der WWF Jugend - und hol am besten auch gleich Deine Freunde dazu, denn - gemeinsam macht Weltretten am meisten Spaß! ;o)

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    Fischadler Titelbild © Fritz Pölking / WWF
    Fischadler Horst © Andreas Kalbow / flickr.com
    Mittlere Elbe © Ralph Frank / WWF

    Elektroauto © WWF

Kommentare

6 Kommentare
  • Lisa18
    Lisa18 Vielen Dank für den motivierenden Artikel!!! Wenn man solche wunderbare Projekte und Verwirklichungen liest, wird man immer wieder daran erinnert, das es sich lohnt zu kämpfen und am Ball zu bleiben.
    13. Januar 2015
  • RichardParker
    RichardParker Es freut mich riesig, dass wir so viele Fortschritte und Erfolge verzeichnen können! :)
    16. Januar 2015
  • Gruenertiger
    Gruenertiger Toll!
    18. Januar 2015
  • luisa2412
    luisa2412 Super, wie viel letzes Jahr geschafft wurde! Vor allem die Aktion \'Klimafreundlicher Verkehr in Deutschland\' finde ich toll!! Sehr motivierend!
    17. Februar 2015