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Reef Updating (3) - Positive Aussichten für das neue Jahr

  •  Hallo meine Lieben,

    willkommen zum dritten Reef Updating, mit einiger Verspätung. Na dann fast dieser Bericht eben drei Monate zusammen November, Dezember und Januar. Der Bericht entstand in Kooperation mit Squirrel, wofür ich mich ganz herzlich bedanken möchte.

    Lasst euch in informieren, über die aktuellen Geschehnisse am größten Ökosystem unserer Erde!

    Am 15. November 2014 hielt US-Präsident Barack Obama eine Rede an der University of Queensland, in der er besonders auf die Bedrohung des Great Barrier Reefs durch den Klimawandel einging. Obama sagte, jedes Land müsse seinen Beitrag zum Klimaschutz leisten, so hätten die USA 2014 die niedrigste Luftverschmutzung durch Kohle seit 20 Jahren gehabt. Australien wäre besonders belastet durch die Folgen des Klimawandels, die dort als Dürren, Buschbrände, Überflutungen und Stürme auftreten würden und auch das Riff stark beeinträchtigten. Der Präsident machte der Regierung Druck, Schutzmaßnahmen zu ergreifen um das Weltnaturerbe zu schützen. Obama bewegte seine Zuhörer sehr als er sagte, dass er mit seinen Töchtern wiederkehren wolle und dass er hoffe, dass auch diese mit seinen Enkeln wiederkehren können.

    Am darauffolgenden Tag versuchte Queenslands Premierminister Campbell Newman den amerikanischen Präsidenten zu beruhigen. Australien wäre sehr gut aufgestellt für den Schutz des Great Barrier Reefs und Obamas Sorgen basierten auf Fehlinformationen von ``green groups`` . Er wolle in Zukunft persönlich über den Zustand des Riffes berichten.

    Erfreulicherweise erhöht die UNESCO den Druck auf Australien und Queensland. Bis Februar 2015 muss das Land einen Plan vorlegen wie es das Riff verwalten und schützen will, ansonsten wird das Great Barrier Reef als gefährdet eingestuft.

    Die bisherigen Pläne der Regierung bewertet die australische Akademie der Wissenschaften jedoch als völlig unzureichend. Mit ihnen lasse sich der Verfall des Riffes nicht einmal aufhalten geschweige denn umkehren. Die Verschmutzung durch die Landwirtschaft müsse verringert werden, die Fischerei eingeschränkt werden und die Kohleemissionen gesenkt werden. Stattdessen soll die Landwirtschaftsproduktion von Queensland bis 2040 verdoppelt werden und neue Kohlehäfen werden auch gebaut.

    Der australische Taucher Craig McGrogan leistet seinen Beitrag zum Schutz des Great Barrier Reefs indem er Schülern auf der ganzen Welt dessen Schönheit und Bedrohtheit in Bildern näher bringt. McGrogan arbeitet für das Bildungszentrum des Riffes ReefHQ aquarium. Er taucht mit einer Kamera durch das Riff und mithilfe von moderner Videokonferenztechnik werden die Bilder live in eine nationale oder internationale Schule übertragen.

    Ausgerüstet mit einer Gesichtsmaske, Kopfhörern und Mikrofon beantwortet er sofort Fragen der Schüler, weißt auf bestimmte Dinge hin und erklärt vieles. In den letzten Fünf Jahren hat er so ca. 60.000 Menschen an 700 Orten, dass Leben im Riff näher gebracht, dabei stellte McGrogan fest, dass die 10-13 Jährigen am interressiertesten seien und auch oft Fragen nach den Einflüssen des Klimawandels fragten und sich aufmerksam mit dem Thema beschäftigten. Am Anfang fand er seinen Job ein wenig merkwürdig, da er die Zuhörer nicht sieht, aber mittlerweile sagt er, er würde ihn lieben und es sei der beste Job der Welt.

    Der WWF Australien geht aber noch weiter und macht das Great Barrier Reef nun auch zur Aufgabe aller Politiker. Es komme zu wenig von der Regierung der Opposition von Queensland. Jetzt müssen alle Politiker sagen, was sie zum Schutze des Riffs tun werden.

    Wichtig ist dem WWF dabei die Orientierung am Sechs-Punkte Plan der folgende Punkte beinhaltet:

    - Ein Verbot von Grabungen und jeglichen Bauarbeiten die dem Riff Schaden zufügen
    - Die Eindämmung der Verschmutzung durch die Farmerindustrie
    - Den dauerhaften Schutz umliegender Naturgebiete
    - Den Schutz von Flüssen und Buschland durch Gesetze
    - Die Regeneration von Tier- und Pflanzenbeständen
    - Den Energieumbruch des Staates Queensland auf erneuerbare Energien

    Im Durchschnitt ist auch nur einer von fünf Australiern der Meinung, dass genug für das Great Barrier Reef getan wird. Alles in allem ist es aber ein positiver Schritt ins neue Jahr, wo nur noch zu hoffen bleibt, dass die Bemühungen zum Schutz des Riffs auch von Dauer sein werden.

    Am Schluss bedanke ich mich ganz herzlich bei Squirrel, für die tolle Mitarbeit, sie hat in diesem Bericht nämlich den Hauptanteil übernommen und ich habe nur ein ganz kleines bisschen meinen Senf dazu gegeben.

    Text: Squirrel und RichardParker

    Textquellen:

    http://www.theguardian.com/world/2014/nov/16/queensland-premier-tells-obama-he-is-solid-on-protecting-great-barrier-reef

    http://theconversation.com/obama-protect-barrier-reef-from-climate-change-34278

    http://www.welt.de/wissenschaft/umwelt/article133773956/Das-Great-Barrier-Reef-stirbt-einen-langsamen-Tod.html

    http://www.abc.net.au/local/photos/2014/12/01/4139519.htm?site=northqld

    http://www.wwf.org.au/?12260/Reef-a-major-issue-for-Queenslanders-at-election

    Bildquelle:

    http://www.wwf.org.au/?12260/Reef-a-major-issue-for-Queenslanders-at-election

Kommentare

7 Kommentare
  • VinceH
    VinceH JA, Australien hat soviel Möglichkeiten für Saubere Energie! Riesige Strände, das Outback usw.
    Und doch setzt die Australische Regierung auf konventionelle Mittel...
    Traurig...
    Danke für das Update!!
    12. Januar 2015
  • Ronja96
    Ronja96 Vielen Dank für den tollen Bericht! Das hört sich doch recht positiv an. Ich hoffe, dass das alles so klappt.
    14. Januar 2015
  • Gruenertiger
    Gruenertiger Toll das es so besser wird...
    18. Januar 2015
  • luisa2412
    luisa2412 Toller Bericht! Und es ist gut zu hoeren, dass endlich etwas unternommen wird!! Es ist traumhaft dort und das soll bestehen bleiben!
    21. Februar 2015