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Das Experiment: Plastik-Pause

  • Lass uns ein kleines Experiment starten. Schau dich 2 Minuten an dem Ort um, an dem du dich gerade befindest. Wie viele Dinge um dich herum beinhalten Plastik?

    Als ich dieses kleine Experiment machte, kam ich auf 81 Artikel. Schon recht viel, wie ich finde. Plastik ist nützlich und aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken, stellt aber gleichzeitig ein großes Problem dar. Und zwar nicht nur für das Hier und Jetzt, sondern auch für die nächsten Jahrhunderte. So lange dauert es nämlich, bis eine Plastiktüte sich zersetzt hat. Allein in der Nordsee landen jährlich 15.000 Tonnen Plastikmüll mit Styropor. Wenn wir das nun auf alle Ozeane hochrechnen kommen wir auch eine gigantische Menge. Daher sagen wir: “Wir haben genug vom Plastikmüll!”

    Wir starten mit euch Ende Januar ein Experiment. Die Aufgabe ist simple: Versuche eine Woche lang, so wenig Plastik wie möglich zu verbrauchen. Achte auf dein Umfeld, wo ist Plastik offensichtlich, wo versteckt sich vielleicht Plastik, gibt es eventuell Alternativen? Wenn es diese gibt, nutzt sie nach Möglichkeit. Wenn es keine Alternativen gibt, versucht wiederverwendbare Plastikprodukte zu nutzen, wie zum Beispiel eine Brotbüchse statt Frischhaltefolie.

    Das bedeutet natürlich auf keinen Fall, dass ihr euch für die eine Woche 100 neue Produkte kaufen müsst. Achtet einfach darauf, wo Plastik in eurem Alltag eine Rolle spielt und denkt darüber nach, in welchen Fällen man darauf verzichten oder einen Ersatz finden könnte und in welchen Fällen Plastik unverzichtbar scheint. Ihr habt sicherlich auch schon Alternativen bei euch zu Hause. So zieht ihr vielleicht eine Woche lang nicht das Polyester-Shirt, sondern eben das aus Baumwolle, an.

    Wir sind sehr gespannt auf eure Erfahrung, daher berichtet bitte darüber. Wir würden gern wissen, was ihr euch im Vorfeld gedacht habt und was am Ende vielleicht ganz anders kam. Schreibt vor dem Start des Experiments einen Bericht mit euren Gedanken und veröffentlicht ihn hier in der Community mit dem Stichwort “Plastik-Pause”. Dann kommt das Experiment. Und wie lief das? - Berichtet uns auch von euren Erlebnissen während des Experiments und veröffentlicht einen Bericht nach dem Experiment, ebenfalls unter dem Stichwort “Plastik-Pause”. Wenn ihr das Titelbild für euren Bericht nutzen wollt, könnt ihr es euch von Kalendereintrag runterladen.

    Warum starten wir dieses Experiment? - Zum einen wollen wir einfach sehen, ob wir heute überhaupt noch ohne Plastik leben könnten, oder warum das vielleicht gar nicht so einfach ist. Zum anderen möchten wir mit dem Experiment für den WWF Spenden sammeln. Ihr habt vielleicht schon von den Geisternetzten gehört? - So nennt man herrenlose im Meer treibende Netze, die eine große Gefahr für die Meeresbewohner darstellen. In der Ostsee schwimmen davon etliche herum und der WWF bemüht sich um deren Bergung. Auf der Projektseite des WWF erfahrt ihr mehr darüber, wie Taucher die Ostsee von Geisternetzen befreien. Dies ist natürlich mit Kosten verbunden und wir wollen dabei helfen, die Bergung von Geisternetzen weiterhin möglich zu machen.

    Wie unterstützt das Experiment den WWF? - Für das Experiment haben wir mit dem WWF zusammen ein Projekt auf betterplace.org angelegt. Wenn ihr auch im Rahmen des Experiments Spenden für die Bergung von Geisternetzen aus der Ostsee sammeln möchtet, registriert euch auf der Fundraising-Plattform und erstellt einen “Spendenlauf”. Diesen verbindet ihr dann mit dem Projekt. Danach sucht ihr noch Sponsoren aus Freundeskreis und Familie, die das Projekt gutheißen und bittet sie, doch euch und den WWF mit einer kleinen Spende zu unterstützen. Dies klingt im ersten Moment vielleicht etwas kompliziert, daher haben wir noch eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für euch geschrieben. Im übrigen ist dies kein Muss, aber es wäre schön, wenn wir ein paar Euro für den WWF zusammen bekämen.

    Ihr seid dabei? - Dann tragt euch doch gleich im Kalender ein und fangt an, euch vorzubereiten. Danach lasst das Experiment einfach geschehen. Am Ende schreibt euren Bericht. Ach und eins noch, wenn ihr während des Experiments gefragt werdet, warum ihr euch so seltsam verhaltet (Beim Einkauf packt ihr die Äpfel in Stoffbeuten statt Plastiktüte. Ihr lauft 100 mal vom Auto in die Wohnung und zurück, weil keine Stoffbeutel vorhanden sind, … ), dann klärt die Unwissenden auf und erzählt von diesem Experiment.
     

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