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Elektroautos in Norwegen

  • Autos mit Elektromotor sind DAS Verkehrsmittel der Zukunft. Jedoch sieht man Autos dieser Art hierzulande relativ selten auf den Straßen. Das sieht in anderen Ländern anders aus, denn dort sind die Umstände für die Fahrer elektrischer Autos um einiges besser als für Dieselautos oder Benziner.

    Ein gutes Beispiel für einen größeren Fortschritt ist Norwegen. Hier haben Käufer von Autos mit Verbrennungsmotor Steuern zu entrichten, nicht aber solche, die E-Autos kaufen. Obwohl die Elektroautos durch die moderne und noch nicht in so hohen Mengen produzierte Technik meist teurer sind, zahlen die Käufer durch die wegfallenden CO2-Steuern unter dem Strich weniger als für Autos mit Verbrennungsmotor.

    Hinzu kommt noch, dass der Strom um einiges billiger ist als andere Kraftstoffe wie Diesel, Benzin und Super (1 Liter Diesel kostet dort ca. 1,90€, für eine Kilowattstunde Strom werden nur 10 Cent fällig). Dadurch, dass in Norwegen Strom aus erneuerbaren Energien wie Wasserkraft gewonnen wird, gibt es nahezu keinen CO2-Ausstoß, was die Elektroautos dort zu den umweltfreundlichsten Verkehrsmitteln überhaupt macht.

    Der dritte Punkt ist, dass Norwegen viel mehr Ladestationen aufgestellt hat, als Deutschland. Dort sind es etwa 5.000, während wir hier nur etwa 3.000 zählen können. Und das, obwohl wir Deutschen viel mehr Einwohner pro Quadratmeter haben. Mit anderen Worten: Wir sind in dem Punkt noch ziemlich hinterher. Aber wie gesagt, noch: In den nächsten Jahren soll sich das ändern, es sollen mehr Säulen gebaut werden, freie Parkplätze für Fahrer von Elektroautos geben und Bussonderfahrstreifen für E-Auto-Fahrer freigegeben werden.

    Dennoch haben diese Autos, jetzt abgesehen von den Vorteilen, die die Norweger Fahrern dieser Autos bieten, ein Nachteil: Bei den meisten Modellen reicht der Akku gerade mal für ca 100 km. Dies habe ich in Österreich, wo wir ein E-Auto als Mietwagen hatten, eigens erfahren. Als wir einen Ausflug in die nächst größere Stadt gemacht haben, mussten wir für den Rückweg dort erst mal 7 Stunden lang „volltanken“! Dies kostete zwar nichts, allerdings gelang dies auch nicht ohne Hindernisse: Es gab dort nur eine Tanksäule, und auf dem einzigen Lade-Parkplatz parkte ein Nicht-E-Auto. Daneben war auch alles belegt. Wir mussten erst die Polizei holen, die dann den PKW abgeschleppt hat, sonst wären wir nicht wieder nach Hause gekommen!

    Damit das Angebot besser genutzt wird, ist es also nicht nur von hoher Wichtigkeit, die Preise für Kraftstoffe günstiger und die Anzahl der Tanksäulen höher zu bringen, sondern in erster Linie auch, die Technik weiter zu verbessern. Da ständig neue, bessere Modelle mit auf den Markt kommen, wird es aber in wenigen Jahren sicherlich effektiv sein, auf so ein Auto umzuwechseln.
     

    Elektroautos - Eine Berichtreihe in Kooperation mit RichardParker

     

    Quelle: www.mein-elektroauto.com

    Bild: © Brent Stirton / Getty Images / WWF-UK

Kommentare

8 Kommentare
  • Ronja96
    Ronja96 Danke für den interessanten Bericht! Es ist wirklcih eine gute Möglichkeit (mit den Steuern) die Leute davon zu überzeugen E-Autos zu kaufen. Ich hoffe, dass in ein paar Jahren die Technik in Deutschland auch so weit verbessert wird, dass m...  mehr
    11. November 2014
  • Lisa18
    Lisa18 Vielen Dank für den sehr interessanten Bericht! Es ist echt cool, wie fortschrittreich die Norweger schon sind, besonders die Sache mit den Steuern und den Preisen für Strom und Benzin beeindrucken doch ganz schön.
    11. November 2014
  • Erdbeercupcake
    Erdbeercupcake wir sind dabei einen Hybrid zu kaufen und daher weiß ich, dass man auch in Deutschland keine Steuern zahlen muss. Ich denke beim reinen Elektroauto ist es genauso, oder?
    11. November 2014
  • vince
    vince @Erdbeercupcake: Jap, ist in Deutschland auch so!
    12. November 2014