Berichte

Faire Kinderarbeit

  • Viele Menschen sprechen sich radikal gegen Kinderarbeit aus. Aber die meisten Menschen denken gar nicht daran, dass diese Kinder nicht anders können! Wenn man einfach die Kinderarbeit verbieten würde, dann wäre die Armut der Kinder noch extremer als zuvor und man würde sogar unter Umständen versuchen, durch Prostitution Geld zu verdienen. Meistens ist es so, dass die Eltern der Kinder durch Behinderungen Arbeitsunfähig sind. Für ihre Arbeitsunfähigkeit bekommen sie aber kein Geld vom Staat, so wie es in Deutschland der Fall ist. Aber irgendwie müssen sie ja Geld verdienen, um ihr Überleben und das der Familie zu sichern. Deshalb schicken sie ihre Kinder los, um Arbeit zu suchen.

    Unmoralisch ist es in den Augen unserer jetzigen Gesellschaft, aber in Ländern wie Indien ist Kinderarbeit schon fast ‚normal‘. Ein komplettes Verbot von Kinderarbeit wäre, wie wir das immer so gerne machen, eine Verlagerung des Problems. Durch ein Verbot würden sich Großkonzerne wie Nike nämlich nicht erschüttern lassen und würden ihre Kinder illegal, in noch schlechteren Bedingungen und einer schlechteren Bezahlung arbeiten lassen.

    Kinderarbeit muss aber nicht immer ‚schlecht‘ sein. Ein Beispiel für faire Kinderarbeit geben uns die Marken Adidas, Salomon und Reebok, also die adidas AG. Die Kinder werden mit speziellen Bussen zur Arbeit gefahren, haben keinen 12 Stunden Tag, bekommen das Mittagessen gratis und dazu noch eine Bezahlung, die das Doppelte des Mindestlohnes des jeweiligen Staates beträgt. Darüber hinaus bekommen sie kostenlose Bildung, dürfen also eine Schule besuchen gehen. Dadurch haben sie die Chance, einen besser bezahlten und qualifizierteren Beruf zu bekommen. Die Kinderarbeit brauchen sie aber als Grundlage. (Die Daten habe ich aus einem meiner Erdkundebücher aus der Sek. I)

    Bevor man sich also dranmacht, Kinderarbeit zu verbieten, sollte man eine Alternative finden, bei der jeder etwas von hat. Denn die Kinder können einfach nicht auf das Geld verzichten. Konzerne wie Nike oder Esprit sollte man klarmachen, dass die Art der Kinderarbeit, die sie praktizieren, ausbeuterisch ist. Solche Marken sollte man auch auf jeden Fall meiden.

    Aber dafür sollte man Marken wie Adidas unterstützen, weil sie mehr Initiative zeigen, mehr Verständnis für die Situation der Kinder zeigen und ihnen dabei noch eine andere Alternative, also die Schule, anbieten. Sie sind ein Beispiel dafür, dass man auch wirklich anders kann.

     

Kommentare

7 Kommentare
  • Taki
    Taki ich stimme bamdii zu, arbeiten muß halt jeder. früh übt sich wer meister werden will. ist ja faire arbeit und das noch bei einem weltkonzern.
    21. Januar 2010
  • LisaD
    LisaD danke!!!
    ich liebe adidas, und wusste gar nicht, dass die so ein \"Programm\" haben.
    würde es mehr solcher konzerne geben, die bereit sind, von riesigen profiten abzusehen um damit Kindern zu helfen, würde unsere welt auf jeden fall besser aussehen!
    25. Januar 2010
  • ZeKreap
    ZeKreap Super Bericht danke. Wusste bislang nicht das addidas und nike unterschiedliche bedingungen haben. Dann kommt Addidas von meiner \"bösen Liste\" wieder runter.
    27. Januar 2010
  • wolfine
    wolfine So habe ich das ganze noch garnicht gesehen...ein toller Denkanstoß, den ihc auch ab jetzt in Diskussionen einbringen werde.
    Ich bin froh diese informative Seite gefunden zu haben und deine Berichte sind echt spitze!
    liebe Grüße, die Dani
    3. Mai 2010