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Fauna des Amazonas 6: Schwarzbüscheläffchen, Riesenotter, Ozelot

  • Und weiter geht’s mal wieder mit einer neuen Folge „Fauna des Amazonas“. Das ist Folge 6 und heute geht es um das Schwarbüscheläffchen, den Riesenotter und den Ozelot.

    Los geht’s mit dem Schwarzbüscheläffchen (Callithrix penicillata).


    Das Schwarzbüscheläffchen erreicht eine Kopfrumpflänge von 19 bis 22 Zentimeter und ein Gewicht von bis zu 350 Gramm. Schwarzbüschelaffen haben ein relativ großes Verbreitungsgebiet und werden von der IUCN als nicht gefährdet gelistet. Sie sind anpassungsfähig und kommen auch mit teilweise gerodeten Wäldern zurecht. Manchmal werden sie gefangen und zu Heimtieren gemacht. Schwarzbüschelaffen sind im mittleren und östlichen Brasilien beheimatet, ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich von Goias bis Bahia und Sao Paulo. Sie bewohnen vorwiegend die Trockenwälder des Cerrado und sind häufig entlang von Flüssen zu finden. Dort werden sie oft von Schlangen aufgesucht und gefressen. Die Nahrung der Schwarzbüschelaffen besteht zu einem Gutteil aus Baumsäften. Wie alle Marmosetten sind sie dank der spezialisierten Zähne in der Lage, Löcher in die Baumrinde zu nagen, um an diese Nahrungsquelle zu gelangen. Daneben fressen sie auch Früchte, Insekten sowie manchmal kleinen Wirbeltiere.

    Weiter nun zum zweiten Tier: dem Riesenotter (Pteronura brasiliensis). Er wird in z.B. in Dortmund und Philadelphia.


    Zu den Flusssystemen, in denen er beheimatet ist, gehören der Amazonas, der Orinoko und der Rio de la plata. Er ist mit einer Länge von zwei Metern (davon 70 cm Schwanz) und einem Gewicht über 20 Kilogramm der mit Abstand größte im Süßwasser lebende Otter. Die Feinde des Riesenotters sind neben Jaguar, Anakonda und Kaiman hauptsächlich der Mensch durch Bejagung und Gewässerverschmutzung. Nachhaltige Zuchterfolge gelangen seit 1990 dem Tierpark Hagenbeck in Hamburg, wo bereits 1961 Riesenotter gehalten und erstmals außerhalb Südamerikas ein Riesenotter geboren und aufgezogen wurde, und dem Zoo von Philadelphia. Seit 2005 wird nach vielen Jahren ohne Erfolg die erfolgreiche Haltung und Zucht in Hamburg mit einem Importpaar aus Südamerika fortgesetzt. Im Zoo Dortmund gelangen seit 2004 vier seltene Aufzuchterfolge mit insgesamt 11 erfolgreich aufgezogenen Jungtieren, nachdem zahlreiche Jungtiere in den vergangenen Jahren verstorben waren. Das ist eine gute Nachricht, denn immerhin sind die Riesenotter stark gefährdet.
    Riesenotter ernähren sich von Fischen, Fröschen, Wasservögeln, Eiern und kleine Säugetieren.

    Das letzte Tier für heute ist der Ozelot (Leopardus pardalis), der im Zoo Leipzig und in Berlin gehalten wird.


    Der Ozelot erreicht eine Körperlänge von 55-100 cm. Sein Höchstgewicht beträgt 15 kg. Die Raubkatze bewohnt tropische Wälder, Mangrovenwälder, Küstensümpfe, Savannen,  lichtes Buschland und Gebirgswälder bis 1.200 m in Mittel- und Südamerika.
    Die Hauptfeinde des Ozelot sind Jaguare, Pumas, Riesenschlangen, Harpyien und der Mensch durch Lebensraumzerstörung und Bejagung.
    Doch auch Verkehrsunfälle stellen in dichter besiedelten Regionen in zunehmendem Maße Gefahren für diese Tiere dar.
    Der Ozelot frisst vorrangig kleine Tiere wie Nager, Reptilien, Fische und Vögel. Er ernährt sich also ausschließlich von Fleisch. Die IUCN stuft diese Spezies nicht als gefährdet ein.

    Nun habe ich allerdings noch eine etwas traurige Nachricht: Mein Partner Gustav.1509 und ich werden vorerst keine Berichte mehr schreiben. Samstag in 2 Tagen wird vorerst die letzte Folge kommen. Denn wir sind beide im Urlaub und haben dort kein Internet, erst am Samstag, den 30. August, werden die Folgen 9 und 10 erscheinen. Aber vorerst bis Samstag :o) Euer Louis0102.
     

Kommentare

2 Kommentare
  • Johannisbeere1502
    Johannisbeere1502 Das Ozelot ist echt ein schönes Tier!
    24. August 2014
  • Rabenjunge
    Rabenjunge Cool du fasst immer das wichtigste der Tiere zusammen hat mir wie immer spaß gemacht deinen Bericht zu lesen.
    30. August 2014