Berichte

Hoch hinaus- Klettern am Fels 2014

  • Hallo!


    Vor genau zwei Wochen ist das erste Felsklettercamp der WWF Jugend im Harz zu Ende gegangen. Heute gibt es endlich den Bericht über das Camp. Die ersten paar Bilder sind auch schon dabei.


    20. Juli 2014 – Start des ersten Felsklettercamps des WWF im Harz
    Nachmittags um 16 Uhr ging es endlich los! - Genauer gesagt: Sollte es losgehen :), denn um 16 Uhr waren erst fünf Teilnehmer der 12 Teilnehmer und zwei Betreuern da. Die meisten hatten nämlich so einige Probleme, den Kursort zu finden. Schierke ist halt keine Großstadt! Die Betreuer hingegen waren aufgrund einer Autopanne verspätet (Jemand hatte absichtlich Schrauben in den Reifen des Autos gedreht und der Reifen war nach 5 Minuten Fahrt hinüber. Und dann einen Ersatzreifen an einem Sonntag zu bekommen ist auch nicht gerade ein Kinderspiel). Nach einigen Turbulenzen ging es dann doch schließlich, nachdem auch die letzten Teilnehmer eingetroffen waren, los.
    Nachdem wir die Sachen in die Hütte geräumt hatten und die Zimmerverteilung geklärt worden war (die Mädchen zu acht im kleinen 8-er-Zimmer und die Jungen mit vier Personen im Neunerzimmer), fingen wir damit an verschiedene Kennenlernspiele zu machen, die teilweise echte Herausforderungen darstellten- zumal wir uns gerade erst kennengelernt hatten. Diese beinhalteten unter anderem das altbekannte Namensspiel bei dem man sich ein Adjektiv zu seinem Namen ausdenken und das ganze wie beim Kofferpacken wiederholen muss. Hierbei gab es dann auch schon die ersten Späße: So suchte sich z.B. Paul das wunderbare Adjektiv „Panzer“ aus – und hieß fortan „PanzerPaul“. Außerdem gab es die „intelligente Isabel“, „lesende Lotte“, „leise Lena“, „smarte Svenja“, „jubelnde Julia“, „elegante Emma“, „positive Paula“, „coole Cora“, sowie den „“jodelnden Jan“, „lieben Louis“ und „ehrenwerten Eric“. Auch die weiteren Spiele stellten uns alle auf die Probe. Während wir alle, brav Hand in Hand, im Kreis standen, musste ein Ball über die Füße seine Runde gehen, der zweite mit den Händen weitergegeben und der letzte einmal bei jedem durchs Shirt wandern. Nachdem auch diese Herausforderung gemeistert worden war, gab es Abendessen: Linsensuppe mit Tomaten- Nuss- Topping (echt zu empfehlen!). Nachdem einige organisatorische Sachen besprochen worden waren, jeder Tag eine Überschrift verpasst bekommen hatte und die Gruppen eingeteilt worden waren, ging es an das berühmte Werwolfspiel, das uns fast das ganze Camp begleitete.

    21. Juli 2014 – Top-Rope-Tag
    Nach einer kurzen Nacht, in der wir uns alle erst einmal an die neue Schlafsituation gewöhnen mussten (zumindest im Mädchenzimmer war es in der ersten Nacht seeeehr warm und stickig), starteten wir in einen neuen und nicht weniger aufregenden Tag. Nach dem Frühstück, bei dem alle noch ein wenig müde schienen und das relativ schweigsam verlief, starteten wir mit dem Morgensport- einige mehr, andere weniger begeistert. Die kurze Joggingrunde lief schließlich mitsamt der kurzen Verschnaufpausen darauf hinaus, das wir erst eine ¾ Stunde später zum Stretching wieder zurück waren. Beim Joggen lernten wir vor allem die Schierker Berge sehr gut kennen :D. Dann wurde das Klettermaterial ausgeteilt und wir brachen auf zum Fels und starteten nach einer Einführung in die Knoten- und Sicherungskunde unsere ersten Kletterversuche. Nach vielen kleineren und größeren Erfolgen machten wir uns am frühen Abend auf zur Hütte, wo anschließend zum Abendessen gegrillt wurde. Dies war denn auch der Start in eine Fleischlose Woche- für einige eine Herausforderung! Während des Abendessens hatten Lena und Ich dann auch einigen Spaß dabei von unserem selbstgepflückten Salat zu probieren: Dieser beschränkte sich auf Mohnblumen, Löwenzahnblätter, Margeriten und Spitzwegerich, die wir beim Zustieg gepflückt hatten. Nach erneut zahlreichen Werwolfrunden ging ein wunderschöner Klettertag zu Ende.

    22. Juli 2014 – Gipfeltag
    Beim nächsten Frühstück lernten wir Arnold kennen – auch als Fotograph bekannt – der uns einige Tage begleiten sollte. Auch an diesem Tag machten wir uns auf zum Frühsport, nur das Jungen und Mädchen die Aufteilung gewechselt hatten und es nun einen Parcours gab und das anschließende Dehnen der Jungen etwas kürzer ausfiel. Allerdings steuerte Sascha noch ein Munter-Mach-Spiel bei, bei dem alle in Schwung kamen. Der zweite Klettertag bei den „Schnarcherklippen“ war grandios. Neben zwei Top-Rope-Routen wurde diesmal auch eine Gipfelroute eingerichtet, die nebenbei gesagt nicht ganz einfach war. Dennoch gelangte die Hälfte der Gruppe oben an und auch der Rest konnte sich abseilen, da man auch die bequemere Lösung wählen konnte- eine Treppe führte nämlich ebenfalls auf den Gipfel. Nach dem Abseilen ging es zurück zur Hütte. An diesem Tag gab es Nudeln mit Mangoldsoße und am Abend saßen wir alle noch gemütlich am Lagerfeuer und haben mit einer eigenartigen Erfindung Popcorn über dem Lagerfeuer gemacht.

    Saschas wunderschöne Zeichnungen

     23. Juli 2014 – Pausentag
    Mittwoch war der Pausentag. Das Frühstück gab es erst um 9 Uhr und anschließend war Freizeit angesagt. Wir konnten Slacklinen, Jonglieren, Frisbee spielen (war sehr beliebt!)…. Die Einkaufsgruppe fuhr anschließend zum Einkaufen nach Wernigerode. Der Einkauf stellte sich eigentlich als relativ strukturiert dar, doch beim Kauf der Schokocreme gab es eine Diskussion, die auch beim nächsten Frühstück fortgesetzt wurde: Wir hatten die Auswahl zwischen zwei Cremes. Die eine trug das Bio-Siegel und die andere war UTZ- Zertifiziert. Nach Abwägung der Vor- und Nachteile sprach sich jedoch die Mehrheit für die UTZ-zertifizierte Creme aus.
    Nachdem die Küchengruppe dann auch wieder da war und alle im Bach spielten und sich bei heißem Wetter abkühlten, gab es plötzlich im wahrsten Sinne des Wortes einen Einschnitt: Paul war im Bach auf eine Glasscherbe getreten und musste im Krankenhaus genäht werden. Trotzdem ließen sich alle nicht von dem Zwischenfall unterkriegen und vor allen Dingen Paul blieb weiterhin fröhlich. Nach dem Abendessen brachen wir zur Nachtwanderung auf. Wir durchstreiften zwei Stunden lang den Nationalpark Harz, gingen hoch und runter, kreuz und quer und legten sogar einzeln ein Stück zurück. Am Ende stand der Besuch einer Burgruine, auf der wir einer Gruselgeschichte lauschten und anschließend gab es den täglichen, bzw. hier eher nächtlichen und lang ersehnten, Gipfelkeks.

    24. Juli 2014 – Gipfeltag zum 2.
    Am Donnerstag ging es wieder Klettern. Diesmal bekamen wir während des Wartens bis die Routen eingehängt wurden, die Aufgabe ein Bild unserer Gruppe aus Naturmaterialien zu legen. An diesem Tag, bei den Feuersteinklippen, gab es wieder drei Routen bis zum 6. Grad und zusätzlich eine Gipfelroute mit Abseilstation. Nachdem wir aufgrund des Regens frühzeitig zurückgehen mussten, wurden mehrere Runden Pantomime gespielt, sowie Frisbee und das Gruppenfoto wurde gemacht, da Arnold an diesem Abend wieder abreisen musste :(.
    Außerdem haben wir am Abend die bisherigen Fotos angeschaut und hatten sehr, sehr viel Spaß dabei XD.

     

    Beim Warten und legen des Gruppenbildes...

     

     

     

     

    ... und schließlich das fertige Bild:

    25. Juli 2014 – Wahltag (mehr oder weniger)
    Freitag- unser letzter richtiger Camptag. Am Abend zuvor hatte die Mehrheit der Gruppe für einen erneuten Klettertag ausgesprochen, doch schon morgens stand fest, das dieser wortwörtlich ins Wasser fallen würde. Er regnete! Und so machten wir zunächst ein Rollenspiel zum Thema „Wolf in Deutschland“. Anschließend fuhren wir ins Bergwerk und gingen diesmal tief in den Berg runter, statt hoch nach oben. Am Abend haben wir zum Abschluss Brot im hütteneigenen Lehmofen gebacken.

    26. Juli 2014 – Abschied
    Der letzte Tag: Nachdem wir um 8 Uhr ausgiebig mit Pfannkuchen gefrühstückt hatten, machten wir uns daran die Hütte zu säubern. Dann ging es auf zum Geocaching, das uns am letzten Tag noch einmal eine Herausforderung stellte. Karte lesen, mit dem GPS-Gerät vergleichen und suchen, suchen und nochmals suchen. Immerhin fanden wir zwei der vier Caches und picknickten am Ende vor der Hütte mit Wassermelone, dem Brot aus dem Lehmofen und den restlichen Pfannkuchen vom Frühstück. Alles in allem ging hiermit eine super schöne Woche zu Ende, die uns allen noch lange in Erinnerung bleiben wird.

     

    Pausen gehören auch dazu...


    Ich hoffe euch hat der „kurze“ Einblick in das Camp gefallen. Ich denke wir alle können das Camp echt empfehlen! Falls ihr noch Fragen und/oder Anregungen habt, dann schreibt doch einfach in die Kommentare.

    Viele Grüße,
    Julia

     Nachtrag vom 12.08.: Auf Anregung der anderen Campteilnehmer:
    Ab dem zweiten Abend gab es die abendlichen Runden Flaschendrehen von uns Mädchen. Mal machten die Jungs mit, mal ließen sie es lieber und wurden unsere Opfer! Na ja, irgendwann waren sie dann von unseren Ideen nicht mehr so begeistert und drehten den Spieß um. So kamen sie dann nachts in unser Zimmer und es gab für uns eine Nass-Klebrige Überraschung :D. Eine weitere Kleinigkeit war Tusche im Wasserhahn- aber keine Sorge, wir haben es entdeckt bevor es eine große Sauerei gab.
     

    Bilder: Lena14

Kommentare

9 Kommentare
  • Lena14
    Lena14 Oh ja es war echt HAMMER mit euch! Würde es immer wieder machen!!! *.*
    Für den salat kann ich nix :D ich glaube isa hatte doch dressing gemacht oda?? ^^
    12. August 2014
  • Jule98
    Jule98 Jap! Ich fand´ den Salat aber eig. gar nicht sooo schlecht. Vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig. Die Mohnblumen und den Löwenzahn mochte ich am liebsten.

    Ihr wart bzw. seit einfach klasse und es war eine super Woche mit euch!
    12. August 2014
  • Johannisbeere1502
    Johannisbeere1502 Danke für den Bericht, mich hat echt interessiert, wie dieses Camp war :) Ich bin selbst auch in eins gefahren, zum Baumklettern, der Bericht dazu kommt auch noch.
    18. August 2014
  • Jule98
    Jule98 Danke Johanna :) Ich freue mich schon auf deinen Bericht!
    20. August 2014