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7 Tage vegan

  • Vegan-Allgemeines

    Sich vegan zu ernähren bedeutet, keine tierischen Lebensmittel (Fleisch, Milchprodukte, Eier, Honig) zu konsumieren. Eine vegane Lebensweise unterscheidet sich in den Punkten, dass vegan lebende Menschen auch keine Leder-, Pelz-, Angora-, und Dauenprodukte tragen.

    Wie die meisten hier wissen, ist eine vegane Ernährung die tier-, klima- und umweltfreundlichste Ernährung.
    Außerdem wird für die Herstellung veganer Produkte (z.B. Tofu) und Gemüse deutlich weniger Wasser benötigt und kein bis kaum Regenwald gerodet.
    Einige Studien ergaben, dass Vegetarier und Veganer seltener an Krankheiten wie Herzkreislaufkrankheiten, Bluthochdruck, Diabetes, und Krebs erkranken.
    Die Sterberate soll bis 30-50% niedriger sein, als bei Omnivoren.

    Fleisch und Gemüse im Vergleich
    -> Hier einige Zahlenbeispiele:
    > Regenwald (wichtiges Ökosystem):
    - über 80 % der Abholzung des Regenwalds wird durch die industrielle Fleischindustrie verursacht
    - für 1 kg Rindfleisch werden bis zu 16 kg Soja benötigt
    - für Hamburger wird 1 km2 Regenwald vernichtet
    > Wasser: für 1kg Äpfel benötigt man ca. 700l Wasser
    für 1 kg Rindfleisch bis zu 20000l Wasser!
    für 1kg Butter ca. 5500l Wasser
    > Klima: Gemüse verursacht nur 1,5 % der CO2-Emission von 1kg Rindfleisch
    Klimabilanz: Butter 24kg CO2 pro kg!
    Margarine 1,2 kg CO2 pro kg

    Außerdem haben die Tiere meistens ein grausames Leben.
    Kühe werden künstlich geschwängert, um Milch zu produzieren und ihnen wird ihr Kalb direkt nach der Geburt weggenommen. Die Mütter trauern eine lange Zeit um ihr Kalb. Sie müssen in Hallen eng aneinander stehen und bekommen höchstens beim Transport zum Schlachter, wenn sie keine Milch mehr geben, zum ersten mal das Sonnenlicht zu sehen. Die Tiere werden völlig ausgebeutet.
    Schweinen und Hühnern geht es ähnlich, sie müssen für den „Genuss“ der Menschen leiden.
    Genauso grausam ist die Tierhaltung für die Produktion von Pelz, Leder und Daunen.
    Die Rinder müssen mit eigenen Augen sehen, wie ihren Artgenossen bei lebendigem Leib die Haut abgezogen wird.
    Angorakaninchen wird bei vollem Bewusstsein das Fell ausgerissen; sie müssen in engen Käfigen leben.
     

    Vegan-Unser Versuch

    Letze Woche haben unsere Eltern und wir (EvaUll und ich) getestet, wie es ist, sich vegan zu ernähren. Natürlich müsste man sich über einen längeren Zeitraum (z.B. ein Monat) lang vegan ernähren, um Veränderungen zu merken. Aber länger hätten es unsere Eltern leider nicht mit gemacht ;)

    Für unsere Eltern (Omnivoren) war die Umstellung der Ernährung eindeutig schwieriger als für uns (Vegetarierinnen).
    Um allen die Umstellung zu erleichtern und nicht nur gekaufte Aufstriche zu essen, habe ich 4 vegane Brotaufstriche hergestellt:
    - Vegane Leberwurst (aus Räuchertofu und Kidney-Bohnen)
    - Veganer Champignon-Mandel-Aufstrich
    - Veganer Paprika-Cashewkern-Aufstrich
    - Veganer Kokos-Aufstrich (süß)
    Uns allen haben de veganen Aufstriche super geschmeckt!


    Trotzdem ist es unseren Eltern schwer gefallen, auf Milchprodukte zu verzichten.
    Deshalb haben sie auch nach 4 Tagen ihre Ernährung zu Vegetarisch geändert (bis auf die Hauptgerichte).
    Milch haben wir durch pflanzliche Trinks ersetzt (schon vorher) und Butter durch Margarine.


    Folgende Gerichte haben wir gekocht, alles vegan:
    - Nudeln mit Bio-Sojaschnetzel-Paprika-Sojasahne-Soße, Salat
    - Zuckererbsensuppe (aus dem Garten) mit geröstetem Brot und Pinienkernen
    - Grünkernauflauf
    - Spaghetti mit Sojahack-Tomatensoße und Cashewkern-Parmesan, Salat
    - Kartoffeln mit Aubergine in Tomatensoße und Veggi-Cevapcici
    - Chinesische Gemüsepfanne mit Reis
    - Gemischter Salatteller und selbstgemachtes Himbeereis (Himbeeren aus dem Garten)

     

     

    Fazit von Eva und mir:
    Die vegane Ernährung ist uns leichter gefallen, als gedacht :D
    Wir werden in Zukunft öfter vegane Aufstriche selbst herstellen, pflanzliche Trinks anstelle von Milch beibehalten sowie Margarine anstatt Butter verwenden.
    Und natürlich, wie schon vorher, kein Fleisch konsumieren!
    Wir könnten uns vorstellen, später (wenn wir uns selbst versorgen) ganz auf eine vegane Ernährung zuhause (unterwegs ist es schwierig) umzustellen
    Oder zumindest auf eine ovo-vegetarische Ernährung (= Verzicht auf Fleisch und Milchprodukte) umstellen, falls wir noch immer Hühner haben sollten ;)
    In den nächsten Wochen werden wir 2 Kochkurse besuchen, „Vegane Aufstriche“ und „Veganer Käse selbst gemacht“ :)

    Fazit von unseren Eltern: Unser Vater hat das Fleisch nicht wirklich vermisst. Er möchte seinen Fleischkonsum einschränken.  Unserer Mutter hat die Butter und die Milch (trotz Ersatzprodukte) vermisst und Käse hat ihr gefehlt. Ihr haben die Aufstriche gut geschmeckt.Vegetarische Gerichte findet sie besser als Vegane. Für beide gab es zu wenig Brotbelage. Sie hatten schneller wieder Hunger.

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