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Tipp der Woche – Nachhaltige Google-Alternativen

  • „Hermeneutik - was genau heißt das nochmal? Naja, ich werd`s mal googlen.“ Wie oft hört man so etwas und nimmt es als selbstverständlich hin? Zu oft, für meinen Geschmack. Die Welt des allwissenden Mr. Google bestimmt auch Alltag und Wissen (oder eben auch Nicht-Wissen). Und wer hätte es gedacht: jede Google-Suchanfrage verbraucht eine Strommenge, von der eine Energiesparlampe locker eine Stunde leuchten könnte. Also muss es immer Google sein? Wie umweltbewusst kann ich auch bei der digitalen Suche sein? Wo ist das Schlagwort Nachhaltigkeit statt Datensammelwut?

    Genau das haben sich die Erfinder von „grünen Suchmaschinen“ auch gefragt und ihre Projekte ins Leben gerufen:

    Ecosia: wird sicherlich bei fast allen von euch bekannt sein. Viele nutzen das CO2-neutrale Ecosia und spenden bei jedem Klick 80% der Einnahmen für die Pflanzung neuer Bäume. Bei den Suchergebnissen werden spezielle „Eco-Links“ angezeigt, sodass man entscheiden kann, ob man dadurch eine Spende anfordert. Wenn man also z.B. ein E-Book darüber kaufen möchte, kann davon ein Baum gepflanzt werden. Oder aber ein Fahrrad, das gleich 5 Bäumen Leben schenkt. Im Allgemeinen werden etwa 0,5 Cent pro Suchanfrage eingenommen, sodass ca. alle 22 Sekunden ein neuer Baum gepflanzt werden kann. „Znout“, „Forestle“ und „Treely“ waren ebenfalls grüne Suchmaschinen, die jedoch seit 2011 langsam abgestellt wurden und zu Ecosia umgeleitet.
    Es gab auch schon Artikel rund um Ecosia von Carphunter und NinaFlo. Ansonsten gibt es hier nochmal ein anschauliches Video:


    Benefind
    : Auch „Benefind“ ist eine Suchmaschine, die sich durch Werbeanzeigen finanziert und rund 1/2 Cent pro Suchanfrage an eine gewünschte Organisation spendet. Ebenso beim Online-Shopping: fast 10% des Einkaufswertes werden an die gewählte Wunschorganisation gespendet. Zu den Organisationen zählen diverse Umwelt- und Bildungseinrichtungen, darunter z.B. auch der WWF Deutschland, Greenpeace, PETA etc.

    Umlu: „Umweltlupe“. Klingt gut? Ist gut! Du gibst ein Wort ein und angezeigt werden dir alle Suchergebnisse aus der Datenbank der „Umweltlupe“. Die eingetragenen Organisationen, Unternehmen etc. wurden vorher auf bestimmte Umweltkriterien (z.B. Herstellung mit oder Verwendung von erneuerbaren Energien) geprüft, die „Umlu“ selbst entwickelt hat. Genau gegenteilig ist auch eine sogenannte „Blacklist“ entstanden, die Unternehmen aufführt, die genau nicht den Kriterien entsprechen. Über diese kann auch in einer dafür eingerichteten Community diskutiert werden. Also: einfach mal ausprobieren und staunen!

    Blackle: Ziemlich düster wirkt die Website im ersten Moment, doch bei genauerem Hinsehen entdeckt man eine kleine große Zahl. Stromeinsparungen. Und genau das wird durch den schwarzen Bildschirm verursacht. Allerdings wird „Blackle“ von Google betrieben, sodass alle Datenschutzbestimmungen nach der dortigen festgelegt sind.

    Green Maven: Ebenfalls eine durch Google unterstützte Variante ist „Green Maven“. Ähnlich der Umweltlupe werden hier bei der Suchanfrage nur „grüne“ Seiten, Unternehmen etc. herausgefiltert. Diese wurden auch von den Inhabern der Seite ausgesucht und in ihre Datenbank mit aufgenommen. Allerdings wurden dazu keine Kriterien genannt oder ähnliches, sodass die Seite etwas intransparent wirkt.
     

    Wie oft nutzt ihr Google oder welche Alternativen sind eure Favoriten und wieso? Schreibt doch eure Meinung dazu in die Kommentare unten.

     

    Falls ihr wissen möchtet, was der Kölner Zoo am 18. Mai auf die Beine gestellt hatte, findet ihr hier den Tipp der letzten Woche.

Kommentare

16 Kommentare
  • FranziL
    FranziL Ich kannte bisher nur ecosia und nutze das auch immer. Ich hab\' damit auch bisher immer das gefunden, was ich gebraucht habe, auch wenn es vielleicht nicht die selben Seiten wie bei google waren, nachgteprüft hab\' ich\'s nicht.
    25. Mai 2014
  • midori
    midori Ich nutze im Alltag Ecosia, aber wenn ich etwas für die Uni recherchiere, nehme ich Google, weil dort einfach die Ergebnisse umfassender sind und darauf bin ich in dem Fall angewiesen :D
    26. Mai 2014
  • somebodywholovesourearth
    somebodywholovesourearth Ich benutze weitesgehend auch Ecosia.
    Diese Nachricht hat meine Meinung bestätigt: http://www.spiegel.de/netzwelt/t...  mehr
    6. Juni 2014
  • Puma
    Puma Also ich bin durch ne Freundin auf Ecosia gestoßen und benutze es seitdem auch eigentlich immer.Wenn ich auf Ecosia allerdings nichts finde guck ich bei Google.Aber das kommt glücklicherweise selten vor :)
    19. Juni 2014