Berichte

Astrein! - Wozu ist ein gesunder Wald fähig?

  • Töte den Wald und du tötest dich selbst, zerstöre die Landschaft, und du zerstörst deine Seele. - J. Kober

    Heute, am 22. Mai feiern die Vereinten Nationen den Internationalen Tag der biologischen Vielfalt. Mittlerweile wurde erkannt, dass genau dies der entscheide Faktor für unser aller Überleben ist: Vielfalt.


    © Mauri Rautkari
    Früher wurden sehr viele Wälder zu Monokulturen umgewandelt, um speziell den Bedarf an Nutzholz, (meisten Fichte) für Bergwerke, aber auch für die Möbelindustrie zu decken.

    Heute haben wir erkannt, dass Monokulturen sehr anfällig für Krankheiten sind und es wurde darauf geachtet, wieder naturnahe und standortgemäße Mischwälder zu erzeugen, die sich selbst regenerieren und gesund erhalten. Diese nachhaltige Forstwirtschaft soll auf der einen Seite für den Menschen wirtschaftlichen Nutzen bringen, auf der anderen Seite moderne ökologische Standards erfüllen.

    © Michel Gunter
    Oft stehen die verschiedenen Interessen im Widerspruch zueinander und es fällt schwer, die Balance zwischen wirtschaftlichen Nutzen und naturbelassenem Ökosystem zu halten.

    Wozu ist ein gesunder Wald fähig und warum ist er notwendig?

    Ein gesunder Wald dient uns Menschen in erster Linie zur Erholung. Wer von uns geht nicht gern im Wald spazieren? Genießt die Ruhe, lauscht dem Rauschen der Bäume und dem Zwitschern der Vögel? Wir entspannen und regenerieren sowohl körperlich, wie auch seelisch.
    Der Wald stellt einen unersetzlichen Lebensraum (Biotop) für Tiere, Pflanzen , Pilze und Mikroorganismen da. Er bietet Schutz und Nahrung. Dies alles steht in einem verwobenen Kreislauf zueinander.


    Gefunden auf www.schwerdtfisch.net
    Der Ort, wo eine solche Biogeozönose verwirklicht ist, ist ein Biotop ( bios= Leben, topos= Ort) Stoffkreisläufe sind mit Pfeilen gekennzeichnet (--> )

    Ohne Wald gäbe es nicht genügend Sauerstoff auf der Erde, denn die Bäume wandeln Kohlendioxid in Sauerstoff um. Und ohne diesen Sauerstoff wäre Leben auf der Erde wohl kaum möglich.


    © Michel Roggo
    Gesunde Mischwälder können große Mengen an Wasser speichern und dieses erst nach und nach abgeben.

    Die dunklen Flächen der Wälder, speziell der Urwälder „schlucken“ Sonnenlicht, statt es zu reflektieren, Bäume speichern solange sie wachsen Kohlendioxid, beides verzögert den weltweiten Treibhauseffekt. Außerdem filtert der Wald Rußpartikelchen aus der Luft.
    Der weiche, wurzeldurchzogene Waldboden kann sehr große Mengen an Wasser speichern, die er erst nach und nach durch das Blattwerk, aber auch gefiltert, in Bäche freisetzt werden. Die Wurzeln halten die Erde fest, durch das herabfallende Laub , entsteht im Zusammenspiel mit den Mikroorganismen und Kleinstlebewesen neuer, nährstoffreicher Humus.

    © Konrath Wothe
    Käfer, Kleinstlebewesen und Mikroorganismen zersetzen das Laub und wandeln es in nährstoffreichen Humus um

     

    Mit unserer Aufforstungsaktion wollen wir sicherstellen, dass unsere Wälder gesund bleiben und gedeihen.

     

    Alle Blumen sind Augen, zum ewigen Licht aufgetan,
    alle Bäume des Waldes Flammen,
    die dem Licht der Wahrheit entgegenbrennen.

    -Ferdinand Ebner

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    Lest euch den ersten Artikel dieser Reihe von Midori durch. Sie erzählt euch etwas über Die Wälder unserer Erde!

    Nächste Woche Donnerstag wird euch Kate etwas über die Bewohner des europäischen Waldes erzählen.
     

Kommentare

3 Kommentare
  • LenaLuchs
    LenaLuchs Interessanter Bericht, danke! :)
    22. Mai 2014
  • Johannisbeere1502
    Johannisbeere1502 Danke für den schönen Bericht mit echt tollen Bildern. :)
    23. Mai 2014
  • 4lexSchneegans
    4lexSchneegans Auf jeden Fall sollen die Wälder gesund sein / werden :)
    23. Mai 2014