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Der Kampf um Virunga - Der SPIEGEL räumt auf!

  •  Wir sind wieder bei unserem Sorgenkind Virunga angekommen und ihr fragt euch sicher, was ich denn noch über die Probleme dort berichten kann. Aber ich kann, denn ich habe gestern einen superinteressanten, 6-seitigen Artikel im SPIEGEL über den ältesten Nationalpark Afrikas gelesen. Eine tolle Zusammenfassung der letzten 4 Jahre!

    Der Ölkonzern Soco kam über seinen Vizechef Roger Calge eigentlich erst auf Virunga, dessen Aufgabe ist und war es nach Gebieten mit potenziellen Ölvorkommen zu suchen, auch wenn diese unter strengem Naturschutz stehen. Die Wahl fiel auf den Kongo und auf Teile des ältesten Nationalpark Afrikas.
     
    Der Parkdirektor Emmaunel de Mérode
     
     
    Emmaunel de Mérode, der Parkdirektor Virungas ist von Anfang an dagegen. Trotzdem versucht Soco von der kongolesischen Regierung eine Erlaubnis zu bekommen im Kongo und auch in Virunga bohren zu dürfen, dies setzt allerdings voraus, dass sich der Konzern Umweltschutzgesetze zu halten hat.

    Es entstehen 2 Fronten auf einer der Ölkonzern Soco und auf der anderen Emmaunel de Mérode, die Milizen und seine Rancher. Öl gegen den die Natur, was hat den größeren Wert, um den Menschen im Kongo ein besseres Leben zu ermöglichen? Ein ungleicher, argumentationsbelasteter Wettstreit entbrennt.

    Als Emmaunel de Mérode zum Parkdirektor ernannt wurde steckte der Nationalpark bereits in einer Krise und die Bevölkerung litt an dem brutalen Bürgerkrieg. De Mérode hat Straßen, Krankenhäuser und Schulen gebaut, den Park aufgerüstet und Rancher angestellt, er will die Menschen mit fairen Mitteln vom Erhalt des Nationalpark Virunga überzeugen.

    Bei den Mitteln der Argumentation Socos, so lauten Gerüchte sind krumme Sachen involviert. Der Konzern versucht im wieder Leute zugewinnen indem sie versuchen sie mit hohen Geldbeträgen zu bestechen, Rancher und Parkwächter Virungas davon nicht ausgenommen.

    Auch wird Soco ein Bündnis zu der Rebellengruppe M23 vorgeworfen nachdem bei gezielten Angriffen auf Parkwächter 11 Menschen getötet wurden. Soco jedoch streitet alle Vorwürfe energisch ab. Geheim aufgezeichnete Gespräche mit Soco-Mitarbeiter belegen jedoch die Bestechungsversuche des Konzerns.

    Anfang April diesen Jahres trafen sich 150 Vertreter von Staat und Zivilgesellschaft zu einer Konferenz über Virunga in Goma. Der Gouverneur des Nordkivu ist überzeugt von dem was der Park den Menschen bietet. Auf das was das Öl bieten soll hat er keine Antwort.

    Am 16. April wird de Mérode auf dem Weg nach Rumangabo angegriffen und schwer verletzt, 2 Kugeln treffen den Oberkörper, aber er hat überlebt. Sein Zustand ist ernst aber stabil, somit hat auch sein Plan überlebt die Menschen im Kongo von dem Erhalt des ältesten Nationalpark Afrikas zu überzeugen.

    Der Kampf geht weiter und er ist noch nicht verloren!

    Text: RichardParker (Lara Hagedorn)

    Textquellen: Der SPIEGEL „Späte Eltern“, „Der Schatz von Virunga“

    Bildquellen:

    http://www.bernard-henri-levy.com/wp-content/uploads/2011/03/LOGO-DER-SPIEGEL.jpg

    http://4.bp.blogspot.com/-ZBv19Mynsis/UYFyJ2Y9kvI/AAAAAAAADvs/34DU3NHoSws/s1600/Virunga.JPG

    http://wwf.panda.org/wwf_news/multimedia/tedxwwf/events/geneva/speakers/emmanuel_de_merode.cfm

Kommentare

9 Kommentare
  • PeddyTiger
    PeddyTiger Das ist wirklich erschreckend... Ich finde es bewundernswert wie sich der parkleiter für den Park einsetzt. Wie kann es überhaupt sein, dass ein ölkonzern die Chance hat in einen Nationalpark eingreifen zu können????
    27. April 2014
  • Johannisbeere1502
    Johannisbeere1502 Ich habe diesen Bericht auch gelesen. Einfach schrecklich, auf welche Art und Weise, SOCO versucht an das Öl bzw. Geld rannzukommen! Emmaunel de Mérode hat es echt nicht leicht, hoffentlich werden seine und unsere Wünsche erfüllt, u...  mehr
    27. April 2014
  • Kerstin
    Kerstin Die Geschichte rund um Virunga ist erschreckend und aufrüttelnd. Ich hätte immer gedacht, dass ein Nationalpark von derartigen Bedrohungen geschützt ist!
    27. April 2014
  • Makanie
    Makanie Wozu werden Gebiete eigentlich zu Nationalparks erklärt, wenn man sie doch sowieso wieder kaputt machen möchte? Ich verstehe das nicht.
    30. April 2014