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Ein wilder Feinschmecker: Der Bärlauch – Tipps und Rezepte

  • Selbst gesammelte Wildkräuter haben die ökologischsten Wachstumsbedingungen und die kürzesten Transportwege. Und dazu sind sie noch absolut gesund! Eines der beliebtesten essbaren Wildpflanzen ist der Bärlauch und gerade jetzt am Anfang des Frühlings ist die Bärlauch-Saison!
     


    Bärlauch erkennt man am besten am knoblauchartigen Geruch. Tatsächlich ist er auch verwandt mit Schnittlauch, Zwiebel und Knoblauch. Die frischen grünen Blätter sind mit die Ersten, die im Frühling den Waldboden in feuchten Laubwäldern bedecken. Wo Bärlauch einmal vorkommt, wächst er auch oft in großen Kolonien. Die Blätter werden dabei ca. 20 bis 30 Zentimetern hoch.
    Ab Mitte April bis Juni wandeln sich diese grünen Teppiche im Wald zu weißen Meeren. Sobald jedoch die weißen Blüten hervorkommen, ist die Saison so langsam zu Ende.

     


    Tipps zum Sammeln:

    Bärlauch darf in Deutschland außerhalb von Naturschutzgebieten für den Eigenbedarf gesammelt werden. Um den Wald und die Pflanzen zusätzlich zu schonen, sollte man trotzdem darauf achten von einer Stelle nicht gleich alles zu pflücken, sondern auch immer etwas stehen zu lassen.
    Bärlauch wächst vor allem in feuchten Laubwäldern, Auenwäldern und auf humusreichen Böden. Wenn ihr Wald in der Nähe habt könnt ihr dort auch am besten in der Nähe von Bächen nachgucken.
    Oft kann man die ersten Bärlauchblätter schon ab Ende Februar am Waldboden entdecken. Am größten sind sie dann Anfang April, bis die Saison dann mit der Blütezeit so langsam zu Ende geht. Also jetzt noch rund 2 Wochen!
    Wenn bei euch kein Bärlauch im Wald zu finden ist, gibt es diesen jedoch auch auf dem Markt und in manchen Läden.
     

    Wichtig beim Sammeln!:

    Bärlauch lässt sich gerne mit drei giftigen Pflanzen verwechseln!
    Zu beachten ist, dass sich nicht die jungen Blätter des giftigen Aronstabs mit in den Sammelkorb schleichen. Dieser wächst nämlich auch im Wald und teilweise sogar mitten in den Bärlauchfeldern. Zur Unterscheidung kann man sich aber einfach die Blattäderung angucken: Die Blattadern vom Aronstab sind verzweigt (fiedernervig), die vom Bärlauch sind parallelnervig, gehen also fast parallel hoch.

    Auch die Blätter des giftigen Maiglöckchens lassen sich gerne mit denen des Bärlauchs verwechseln. Hier hilft dann jedoch die Riechprobe: riecht es eindeutig knoblauchähnlich, ist es der Bärlauch.
    Auch bei der Herbstzeitlosen hilft die Riechprobe. Ansonsten sind die Blätter auch eindeutig nicht so weich, wie die vom Bärlauch.

     --> Der Bärlauch ist also eindeutig gefunden, wenn die Blattadern nach oben verlaufen und das Blatt zudem stark knoblauchähnlich riecht.

     

    Die Blattadern beim Bärlauch verlaufen parallelnervig.

     

     

    Bärlauch passt wunderbar aufs Brot und an Quark.

     

     

    Leckere Bärlauchrezepte:

    Die frischen Blätter sind ein hervorragendes Gewürz für Salate, Suppen, Gemüse und Tomatensoße
    . Man kann Bärlauch auch roh aufs Brot oder auf Weichkäse legen und unter Kräuterquark mischen. Gerade auch als Kräuterbutter oder Pesto ist es eine Delikatesse!
    Wer gerne backt, kann Bärlauch auch wunderbar in Brote und Baguettes einbacken.

     

    Eines meiner Lieblings-Rezepte ist die Bärlauchsuppe:

    Dafür braucht man (für 3 Personen):
    250g Lauch
    250g Kartoffeln
    2EL Butter
    750ml Gemüsebrühe
    100g Bärlauch
    200ml süße Sahne
    Salz und Pfeffer

    So wird’s zubereitet:
    1. Den Lauch waschen und in Ringe schneiden. Die Kartoffeln schälen/waschen und in Würfel schneiden.
    2. Die Butter in einem Topf erhitzen, die Lauchringe und die Kartoffelwürfel darin andünsten.
    3. Mit der Gemüsebrühe aufgießen und 25 Minuten zugedeckt kochen lassen.
    4. Pürieren und die Sahne zur Suppe rühren.
    5. Den Bärlauch waschen, feinhacken und bei erneutem kurzen Erhitzen unterrühren.

    Etwas würtzen und frisches Brot dazu, Fertig! Guten Appetit!

     


    Ökologisch, lecker und gesund! Viel Spaß beim ausprobieren!

     

     Ein weiteres leckeres Rezept stellt euch Monamona hier vor.

     

    Bilder: www.botanicus.de

Kommentare

10 Kommentare
  • Ciel2001
    Ciel2001 Danke für die Tipps :)
    9. April 2014
  • Monamona
    Monamona Oha, ich hatte gerade meinen Bericht fertig zu Bärlauch... :) Ich mache ihn aber trotzdem, denn ich habe ein anderes Rezept!
    9. April 2014
  • HelenGreenie
    HelenGreenie Cooles Rezept. Danke für die Info :)
    9. April 2014
  • LenaLuchs
    LenaLuchs Ja, die Bärlauchsuppe hört sich echt lecker an :D
    9. April 2014