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Der Tiger in Gefahr, wie geht es weiter? - Für die Tiger - Gruppe

  • Hallo zusammen!

    Das nun ist der zweite Teil unseres Projektes, für mehr Tigerschutz und Aufmerksamkeit! Ich hoffe ihr habt ein bisschen was neues gelernt, und wir bitten euch die Botschaft weiter zu geben, denn nur so können wir den Tiger schützen und sein Überleben sichern.

    An dieser Stelle möchte ich mich auch ganz herzlich bei meinen Autoren Ronja96, SarahU, EvaUll, Lisa18, Schilffeder und allen anderen die es möglich gemacht machen, diesen Artikel zu schreiben, bedanken! Ihr seid klasse! :)

     

    Bestand und Gefährdung

    "Tiger töten um zu leben. Menschen leben um zu töten"

    Generell wurde in den 1900er Jahren, so scheint es zumindest, der Tiger ohne Rücksicht gewildert, denn 95 bis 97 Prozent der ehemals 100.000 Tiger starben in diesem Jahrhundert, auch ihr Lebensraum wurde drastisch dezimiert.

    Die Bestände des Sibirischen Tigers/Amurtigers sind in den letzten 15 Jahren stabil geblieben und liegen bei ca. 400 Tieren. Auch der Bestand der Sumatratiger bleibt seit 1996 etwa gleich, es gibt ebenfalls geschätzte 400 Tiere. Die Bengaltigerbestände erlitten in dieser Zeit jedoch derbe Rückschläge. Während es 1996 noch geschätzte 3000 bis 4700 Tiere gab, so sprach man 2010 nur noch von 1700 bis 2300 Exemplaren dieser Art. Doch mit mehr als 1000 Tieren ist die Unterart der Bengal- oder Königstiger immer noch die am häufigsten vorkommende, doch selbst die ist auf der Roten Liste der bedrohten Arten als stark gefährdet eingestuft.


    Der Südchinesische Tiger stand vor 15 Jahren mit 20 bis 30 Tieren am Rande der Ausrottung, 2010 ging man davon aus, dass er in der Natur ausgestorben sei. Diese Meinung wird immer noch vertreten, sodass es bald auch diese Unterart, die derzeit nur noch in Zoos lebt, ausgestorben sein könnte. Es gibt jedoch Hoffnung für den Südchinesichen Tiger, denn derzeit wird an Auswilderungsprojekten gearbeitet.
    Die Bestände der Indochinesichen Tiger sind innerhalb der letzten 15 Jahre um 1000 zurückgegangen, ein drastischer Verlust, denn mit nur noch ca. 350 lebenden Exemplaren, gilt auch diese Unterart als stark gefährdet. Der Malaysia-Tiger gilt mit 250 Tieren ebenfalls als stark gefährdet. Generell gehen die Tigerbestände seit den letzten Zählungen weiter zurück, alle Unterarten des Tigers sind auf der Roten Liste als stark gefährdet, der Sumatratiger sogar als vom Aussterben bedroht, eingestuft.


    Im Jahre 2000 ging man von 5000 bis 7000 Tigern in freier Wildbahn aus. 2010 musste man die Zahl nach unten korrigieren, denn damals lebten nur noch 3000 bis 5000 Tiere. Man kann also sagen, dass in den letzten zehn Jahren die Tigerbestände um 2000 Tiere abgenommen haben. Erschreckende Zahlen, zumal kein Ende dieses Trends abzusehen ist.


    Eine weitere Bedrohung für die Tiger ist die illegale Jagd. Besonders in der traditionellen, asiatischen Medizin werden Tigerteile verwendet. Zum Beispiel werden die Zähne zur Behandlung von Fieber, die Schnurrhaare zur Linderung von Zahnschmerzen und die Augäpfel zur Behandlung von Epilepsie und Malaria verwendet.

     

    Maßnahmen des WWF

    Der WWF Deutschland hat es sich zusammen mit 13 anderen Tigerstaaten zum Ziel gemacht, den Tigerbestand bis 2022 zu verdoppeln.

    Die 13 Tigerstaaten sind: Kambodscha und Laos, Myanmar, Bangladesch, Indien und Indonesien, China, Buthan, Nepal, Russland, Vietnam, Thailand und Malaysia.
    Aber nicht alle sind bereit Maßnahmen für den Tigerschutz umzusetzen, der WWF Deutschland kämpft deshalb auch für die Erhaltung dieses Themas an der Tagesordnung.

    Der Tiger ist ein lebendiges Zeichen für Artenschutz und ein intakte Ökosystem. Der WWF steht hier für ganzheitlichen Naturschutz, der alle Beteiligten und alle Einflussfaktoren mit einbezieht und langfristig wirkt. Ihm und anderen Organisationen ist es zu verdanken, dass der Tiger in den letzten 40 Jahren noch nicht ausgestorben ist.

    Der Tigerbestand ist in den letzten 100 Jahren von 10.000 auf gerade einmal 3.200 Tiere gesunken, dass liegt an der großflächigen Lebensraumzerstörung, von der gerade mal 7% noch existieren…
    Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet reichte mal vom Kaspischen Meer im Westen, bis zur russischen Pazifikküste im Osten, nach Süden bis auf indonesische Insel Bali.

    Drei der insgesamt acht Unterarten des Tigers sind bereits ausgestorben und der südchinesische Tiger lebt nur noch in Zoos, aus der freien Wildbahn ist auch er gänzlich verschwunden. Drei der fünf noch verblieben Unterarten stehen unter der Obhut des WWF Deutschland, dass sind. Sumatra-, Indochinesischer- und Amur-Tiger, der Bengal- und der Malaysia-Tiger werden von anderen WWF Büros betreut.

    Es gibt aber auch positive Aussichten, in den letzten 40 Jahren intensiver Arbeit konnten viele neue Erkenntnisse dazu gewonnen werden, die wirklich helfen den Tigerschutz zu verbessern.
    Der Amur-Tiger hat im Moment die besten Aussichten, aufgrund der Identifizierung mit der Bevölkerung und der effektiven Projektbetreuung. Bis 2022 sollen wieder 600 Tiere durch die Wälder streifen.

    Der indochinesische Tiger ist mit 350 Tieren am Rande der Ausrottung. 200 Tiere leben in der Dawna Tenassirum Landschaft (das ist an der Grenze Thailands zu Burma). Der WWF bemüht sich dort mit der einheimischen Bevölkerung um besseres Schutzgebiet - Engagement, effizientere Anti-Wilderer-Einheiten und besser Aufklärung.

    Weitere Maßnahmen des WWF:

    • Arbeit an Informanten-Netzwerken

    • Schaffung von Arbeitsalternativen

    • Politische Arbeit mit den Tigerstaaten für noch besseren Schutz, auch über die Landesgrenzen hinaus


    So, am Ende möchte gerne noch ein paar Worte sagen: Ich habe dieses Projekt ja die letzten Monate geleitet und auch noch einiges dazu gelernt. Ich bin wirklich stolz auf meine Gruppe, dass sie so fleißig mitgearbeitet hat!

    Und wir sind uns glaube ich alle einig: Wenn wir den Tiger verlieren, besiegeln wir unser Schicksal endgültig, denn der Tiger ist ein wichtiger Träger eines intakten Ökosystem.

    Mir persönlich bräche es das Herz, mit ansehen zu müssen, wie der Mensch es schon wieder geschafft hat ein Tier komplett auszurotten...

    Also geben wir uns erneut die Hand und kämpfen Seite an Seiten für letzten Tiger dieser Welt!

     

    Text: EvaUll, Schilffeder und ich

     Textquellen:

    www.tiger-in-gefahr.de/tierschutz.html

    www.big-cats.de/tiger.htm

    international.nabu.de/projekte/himalaya/meldungen/13780.html

    www.wwf.de/tiger-krise-in-nepal/de.wikipedia.org/wiki/Tiger#Bestand

    http://www.wwf.de/fileadmin/fm-wwf/Publikationen-PDF/WWF_Projektinformationsblatt_Tiger.pdf

    Bildquellen:

    http://www.greenality.de/blog/tiger-in-gefahr.html

    http://www.tiger-in-gefahr.de/koenigstiger.html

Kommentare

5 Kommentare
  • Johannisbeere1502
    Johannisbeere1502 Noch ein super Bericht- echt eine tolle Aktion geworden :) Großes Kompliment an alle Autoren!! Ich sehe es wie Jule98- zusammen schaffen wir das schon ;)
    5. März 2014
  • LSternus
    LSternus Wirklich gut geschrieben. Ich ziehe meinen Hut vor allen Autorinnen und Autoren.

    Ich schieße mich an, auf in den Kampf für den Tiger, aber nur mit de lokalen Bevölkerung!
    5. März 2014
  • Carinaa
    Carinaa Wieder ein gelungener Artikel :)
    6. März 2014
  • marius.inderwisch
    marius.inderwisch Gut geschrieben, informativ, intressant, bewegend!
    8. Oktober 2014