Berichte

Erster Erfolg gegen SOCO!

  • Eine super Nachricht: Die OECD hat unsere Beschwerde angenommen und ermittelt nun gegen den Ölkonzern, der im Virunga Nationalpark nach Öl bohren will. Das macht Mut! Nun müssen wir nachlegen!

    Die nationale Kontaktstelle für OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen in Großbritannien hat die Beschwerde des WWF gegen die britische Ölfirma SOCO International plc angenommen und heute eine Prüfung des Sachverhalts angekündigt. Die Naturschutzorganisation wirft dem Unternehmen vor, mit seinen Plänen zur Erkundung und Förderung von Ölvorkommen im Virunga Nationalpark Umwelt- und Menschenrechte systematisch zu unterlaufen und dort lebende Menschen und Tiere bewusst großen Gefahren auszusetzen.

    "Die heutige Entscheidung bestätigt, dass die Sorge des WWF um Afrikas ältesten Nationalpark gerechtfertigt ist. Zugleich ist es eine ernsthafte Warnung an Wirtschaft und Industrie, dass die Öffentlichkeit ihnen genau auf die Finger schaut. Firmen können es sich nicht länger leisten, Umwelt- und Sozialstandards zu missachten", sagt Johannes Kirchgatter, WWF Afrika-Referent. Durch die heutige Entscheidung sei zudem ein Präzedenzfall geschaffen worden, mit dem Naturschützer in Zukunft mit Hilfe der OECD Umweltbedrohungen bekämpfen könnten.

    Der WWF fordert SOCO auf, die Suche nach Öl in Virunga sofort einzustellen. Sollte sich das Unternehmen weiter weigern, riskiere es dauerhaft seinen Ruf und den der gesamten Ölindustrie weiter zu schädigen. In seiner Beschwerde hatte der WWF dargelegt, dass die Firma massiv gegen die OECD-Standards gesellschaftlicher Unternehmensverantwortung verstoßen hat. Das vom WWF zur Verfügung gestellte Material und die vorgebrachten Einwände machen eine genaue Untersuchung der Aktivitäten der Firma SOCO im Virunga-Nationalpark erforderlich, so die Einschätzung der OECD Kontaktstelle in ihrer heutigen Erklärung. Damit wird nun ein Vermittlungsverfahren eingeleitet, in dem SOCO zu den Vorwürfen Stellung nehmen muss.

    Der WWF belegt in seiner Beschwerde, dass SOCO kongolesische Sicherheitskräfte dazu benutzt hat, Gegner der Ölförderpläne einzuschüchtern, zu bedrohen und illegal festzuhalten. Des Weiteren soll das Unternehmen im Gespräch mit den betroffenen Gemeinden wichtige Informationen über Umweltgefahren zurückgehalten haben. SOCOs eigene Risikoabschätzung zeigt, dass bereits die Erkundung potenzieller Ölfelder das fragile Ökosystem in Virunga gefährden könne. In der Folge drohten Umweltverschmutzung, Lebensraumzerstörung und zunehmende Wilderei. Damit wäre die Lebensgrundlagen für über 50.000 Menschen in Gefahr.

    Die Regierungen von Deutschland, Großbritannien und Belgien haben sich bereits gegen die Aktivitäten von SOCO im Virunga-Nationalpark ausgesprochen und mehr als 600.000 Menschen haben eine Petition des WWF gegen die Ölförderpläne des Unternehmens unterzeichnet. Das UNESCO-Welterbekomitee forderte die Demokratische Republik Kongo dazu auf, die Vergabe der Ölkonzessionen rückgängig zu machen. Der Nationalpark ist seit 1979 UNESCO Weltnaturerbe. Der französische Ölkonzern Total, ebenfalls im Besitz einer Fördergenehmigung, hat seine Pläne zur Ölförderung auch auf Druck des WWF in Virunga aufgegeben und darüber hinaus erklärt, zukünftig auf Ölbohrungen in UNESCO-Welterbestätten generell zu verzichten. 

    Du hast noch nicht unterschrieben? Hier geht's zur Petition!

Kommentare

21 Kommentare
  • Maike11
    Maike11 Wow, toll! Das ist ja eine Gute Nachricht und schon mal ein Anfang!
    16. Februar 2014
  • Bjarne2000
    Bjarne2000 SOCO klingt nach Socke und Socken stinken. Schlechtester Witz aller Zeiten. -_____-
    Spass beiseite, das klingt ja schon mal toll. Wenn wir so weitermachen, dann geben sie auf, da bin ich mir sicher.
    18. Februar 2014
  • Servamus
    Servamus @Bjarne2000 ganz genau -_- ( xD)

    Aber das ist wirklich ein Erfolg! Heißt das, der UNterschriftensammel-Wettbewerb wird jetzt beendet? :( Hoffentlich nicht! Aber weiß jemand genauer bescheid?
    22. Februar 2014
  • Marcel
    Marcel Der Unterschriften-Wettbewerb ist deshalb natürlich nicht beendet. Bitte sammelt weiter Unterschriften für Virunga. Die Beschwerde ist eine von mehreren Aktionen, die der WWF macht. Wir müssen neben diesem juristischen Erfolg weiter öf...  mehr
    25. Februar 2014