Berichte

Upcycling

  • Regale und Nisthilfen für Vögel aus Weinkisten, Kleider aus Plastiktüten, Portemonnaies aus Trinkkartons oder leeren Schokoladenverpackungen, Kissen und Umhängetaschen aus Hemden, Schwedenstühle aus einem alten Lattenrost – Upcycling ist ein Trend, der sich immer weiter verbreitet.

    Doch was bedeutet das Wort „Upcycling“ und was ist der Unterschied zum „Recycling“ ?
    Beim Upcycling geht es darum, aus alten Sachen und Müll etwas Neues zu schaffen. Dabei wird der Wert des Gegenstandes erhöht, während er bei Recycling vermindert wird.
    Der Begriff „Upcycling“ wurde schon 1994 von Reiner Pilz (Ingenieur der Burgdorfer Pilz GmbH) verwendet. Er sagte : „Recycling - ich nenne es Down-cycling. Sie schlagen Steine kaputt, sie schlagen alles kaputt. Was wir brauchen, ist Up-cycling, bei dem alte Produkte einen höheren Wert erhalten, keinen geringeren.“

    Durch Upcycling fällt weniger Müll an, außerdem kann man seiner Kreativität freien Lauf lassen und praktische Dinge basteln. Zudem ist jedes Teil ein Unikat, für dessen Herstellung weitaus weniger Energie verbraucht wird, als für herkömmliche Produkte.
    Auch wenn es manchmal so aussehen mag, dient Upcycling nicht dazu ein Kunstwerk zu erschaffen, sondern Gebrauchsgegenstände herzustellen.

    Hier in der Community gab es schon ein paar Berichte mit Anleitungen zum selbst ausprobieren.
    Unter anderem der Bericht von anni95 zur Herstellung von Portemonnaies, der Bericht von Nugua zu selbst gebastelten Weihnachtsternen und natürlich die Ausgetestet Videos von Vince und screamingeagle.

    Hier sind ein paar Beispiele (alle von der Seite www.weupcycle.com), die mir besonders gefallen.

    Nistkasten aus einer leeren Weinkiste

    Einfach die Flasche aus der Kiste nehmen, ein Einstiegsloch bohren (sich vorher über die verschiedenen Lochgrößen informieren) und eventuell eine kleine Landestange anbringen.
    Um den Kasten noch etwas Wetter fester zu machen, könnte man oben noch ein schräges Dach befestigen, sodass das Regenwasser abfließen kann.

    Täschchen aus Schokoladenverpackungen

    Die „schöne“ (bunte) Seite einer leeren Packung Schokolade mit Buchfolie überziehen, die Nährwertangaben abschneiden und auf der Unterseite wieder annähen (damit die Vorderseite schöner aussieht), Stoff auf die Innenseite der Verpackung kleben und am Rand festnähen. Dann den Reißverschluss zuerst an der Oberseite und danach an er Unterseite annähen. Jetzt müssen noch die Seiten zugenäht werden. Das Plastik wieder nach außen bringen und fertig ist dieses leckere Täschchen.
    Dieses Verfahren lässt sich natürlich auf alle möglichen Plastikverpackungen übertragen.

    Pilzsammeltasche (Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ein kleiner Korb manchmal nicht ausreicht :D)

    Das Einzige was man benötigt ist ein altes, langärmliges Shirt, das man unten zusammennäht. Die Ärmel werden ineinander gesteckt und ebenfalls zusammengenäht. Fertig ist die Pilzsammeltasche. 


     

     

    Quellen:

    www.wikipedia.de

    www.weupcycle.com

    www.nobrands.de

Kommentare

6 Kommentare
  • Tamina
    Tamina Eine schöne Zusammenfassung! Das sind echt tolle Tipps - ich hab mal eine riesige Caprisonnen-Badetasche genäht. Ist zwar ein wenig Aufwand gewesen, war aber trotzdem eine nette Sache. :)
    15. Februar 2014
  • Ciel2001
    Ciel2001 Danke! ^-^
    16. Februar 2014
  • vince
    vince Das sind ja wirklich super Ideen!
    Wir haben gerade erst in der Schule einen Vortrag von einem 12t-Klässler gehört, wo es auch um Upcycling ging. Der hat einen Stuhl aus einem Einkaufswagen gebaut und einen Hocker und Regalschrank in einem aus e...  mehr
    28. Februar 2014
  • Animalfriend
    Animalfriend Der Bericht ist echt super gelungen ;)
    22. April 2014