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Tierische Gewinner und Verlierer des Jahres 2013!

  • Für den WWF Deutschland war 2013 ein abwechslungsreiches, spannendes und erfolgreiches Jahr, denn wir haben unseren 50.Geburtstag gefeiert. In diesen 50 Jahren haben wir viele Erfolge für die Umwelt errungen und dabei oft bis zur letzten Minute gekämpft. Deshalb freuen wir uns, dass auch 2013 einige tierische Gewinner hervorgebracht hat! Aber wo es Gewinner gibt, gibt es leider auch Verlierer... - ein Rückblick in Bildern.

    *** Verlierer des Jahres 2013 ***

    Für die Dickhäuter war 2013 kein gutes Jahr. In Afrika wurden seit Jahresanfang mindestens 22.000 Elefanten zum Opfer skrupelloser Krimineller, die es auf ihre Stoßzähne abgesehen haben. Wieder liegt im Jahr 2013 damit die Wildereirate über der natürlichen Geburtenrate von Elefanten. Einige Populationen sind deshalb vom Aussterben bedroht.  

    Auch Nashörner sind von der dramatischen Wildereikrise betroffen. Allein in Südafrika wurden 2013 pro Tag etwa drei Tiere getötet. Ihre Hörner gehen vor allem nach Vietnam, wo sie als Statussymbol oder in geriebener Form als dubiose Heilmittel eingesetzt werden. Derzeit leben in ganz Afrika nur noch 25.460 Nashörner. 

    Über 130 bedrohte Finnwale wurden in diesem Jahr von isländischen Walfängern erlegt. Und das, obwohl in dem Inselstaat kaum Nachfrage nach Walfleisch besteht und der internationale Handel damit verboten ist. Nach zwei Jahren Enthaltsamkeit bewertet der WWF diesen Bruch des Walfangmoratoriums als "einen Rückfall in dunkle Zeiten".  

    Auch die Pinguine gehören zu den Verlierern des Jahres 2013. Die Ausweisung riesiger Meeresschutzgebiete in der Antarktis ist im Herbst dieses Jahres auf einer internationalen Konferenz im australischen Hobart erneut gescheitert. Der Druck durch Fischerei, Schifffahrt und Klimawandel auf das Südpolarmeer wird damit weiter zunehmen. Die Antarktis umfasst die am wenigsten berührten Meere der Erde und ist Heimat von fünf verschiedenen Pinguinarten. Darunter die größten aller Frackträger: die Kaiserpinguine.

    Bereits heute gilt der Afrikanische Löwe laut Roter Liste als "gefährdet" – und der Trend zeigt weiter nach unten. Es gibt schätzungsweise nur noch etwa 23.000 Tiere. In den letzten 20 Jahren ist die Population damit um ein Drittel zurück gegangen. Auch besiedelt der "König der Tiere" nur noch knapp ein Viertel seines ursprünglichen Verbreitungsgebiets. Vor allem Tötungen durch den Menschen in Folge von Konflikten bei der Viehzucht stellen ein gravierendes Problem dar.

     

    *** Gewinner des Jahres 2013 ***

    Endlich gibt es wieder mehr Amur-Leoparden in Russland – das hat eine Zählung gezeigt. Derzeit sollen rund 50 Tiere durch die Wälder nahe Wladiwostoks streifen. Außerdem gibt es neue Aufnahmen aus einer Kamerafalle in China. Sie zeigen eine Amur-Leopardin mit zwei Jungtieren. Das spricht dafür, dass sich die Art auch wieder in der Volksrepublik ausbreitet. Amur-Leoparden zählen zu den gefährdetsten Säugetieren der Welt. 2008 waren nur noch rund 30 Tiere gezählt worden.

    Bereits 2012 zählte die Art zu den Gewinnern. Damals war ein neuer Nationalpark eingerichtet worden.   

    Der Europäische Wisent ist durch eine Aussetzung im Rothaargebirge erstmals seit mehreren Jahrhunderten wieder in Deutschland heimisch. Zurzeit prüft der WWF, wo und in welchem Umfang weitere Wisente wieder dauerhaft und langfristig angesiedelt werden könnten. Die seltenen Wildrinder benötigen große, relativ unzerschnittene Waldgebiete. 

    Auch das Auerhuhn gehört zu den Gewinnern des Jahres 2013. Im November hat Baden-Württemberg die Errichtung eines Nationalparks im Schwarzwald beschlossen. Damit erhält eine einmalige Waldregion in Deutschland den höchst möglichen Schutzstatus. Das kommt auch dem bedrohten Auerhuhn zugute. Die Vögel sind in Mitteleuropa akut gefährdet. In Deutschland leben derzeit allerhöchstens noch 800 Brutpaare. 

    Auf der Internationalen Artenschutzkonferenz CITES wurde im März der Schutz von bedrohten Hai-Arten beschlossen. Heringshai, Weißspitzen-Hochseehai und drei Hammerhai-Arten dürfen nur noch nachhaltig gehandelt werden. Viele Haie sind sehr anfällig für Überfischung, da sie hohe Fangzahlen nicht durch eine schnellere Geburtenrate ausgleichen können.

    Der Klimawandel schreitet weiter voran. Die Weltklimakonferenz in Warschau ist gescheitert. Beste Voraussetzungen für die Ausbreitung der Asiatischen Tigermücke. Deren kälteempfindliche Eier können milde Winter überdauern. Im Mittelmeerraum scheint sich die Tigermücke inzwischen längst dauerhaft festgesetzt zu haben. Die Moskitos können für den Menschen gefährliche Krankheiten wie das West-Nil-Fieber übertragen.

     

    Damit das neue Jahr noch erfolgreicher wird als das alte und wir beim nächsten Mal noch mehr tierische Gewinner küren können, brauchen wir euch! Denn eure Hilfe und Unterstützung, eure Mitgliedschaften wirken! Wir freuen uns auf ein neues Jahr 2014 mit der WWF Jugend! :o)

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    Elefant: © Y.-J. Rey-Millet / WWF
    Nashorn: © Martin Harvey / WWF
    Finnwal: © naturepl.com / Mark Carwardine / WWF
    Pinguine: © naturepl.com / Bryan and Cherry Alexander / WWF
    Löwe: © Martin Harvey / WWF
    Amurleopard: © naturepl.com / Lynn M. Stone / WWF
    Wisent: © Sanchez & Lope / WWF
    Auerhuhn: © Wild Wonders of Europe /Erlend Haarberg / WWF
    Haie: © naturepl.com / Doug Perrine / WWF
    Tigermücke: © James Gathany / Centers for Disease Control (CDC)

    Titelbild: © Martin Harvey / WWF

Kommentare

16 Kommentare
  • Animalfriend
    Animalfriend richtig toller Bericht :)
    Ich hoffe auch, dass 2014 die Verlierer des letzten Jahres wieder zu Gewinnern werden!
    2. Januar 2014
  • Lena14
    Lena14 Ja ich hoffe auch das 2014 sehr viel besser wird für die 2013-Verlierer!
    Wirklich wunderschöne hübsche Bilder! *-*
    3. Januar 2014
  • safetheanimals
    safetheanimals Ich verstehe das nicht, warum bringt einer 130 Wale um, die sowieso keiner will ?
    Aber das mit den Leopaden find ich super!
    Schade nur das es mehr Verlierer als Gewinner gibt
    5. Januar 2014
  • Nina1505
    Nina1505 Ich freue mich wirklich, das 2013 so viel gutes Gebracht hat. Aber es ist wirklich schade für die verlierer :( Ich hoffe, diese haben 2014 mehr glück!
    24. Januar 2014