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Opfer des Klimawandels 16: Das Rentier

  • Wohl jeder kennt Rudolf das Rentier mit der roten Nase und auch viele verbinden das Rentier traditionell mit der Weihnachtszeit. Aber wie viel wissen wir wirklich über dieses spannende Geschöpf?

     

    Das Rentier (Rangifer tarandus) lebt in fast allen Ländern, die sich rund um den Nordpol befinden. Dort leben Rentiere in ihren Herden, in Tundren und zeitweilig auch in Wäldern. Die größten Arten des Rentieres leben in den Bergwäldern von Kanada. In den europäischen Ländern sind die Rentiere meist kleiner als die Rentiere aus Nordamerika und Kanada, wobei die Größe und das Gewicht bei Rentieren je nach Unterart sehr variiert.

    Sie können eine Körperlänge von 120 bis 220 cm erreichen und eine Schulterhöhe von 90 bis 140 cm, die Unterschiede sind also durchaus groß, auch das Gewicht unterscheidet sich stark von nur 90 kg bis hin zu 300 kg.

    Das Fell von Rentieren lässt keine Kälte durch und ermöglicht dadurch eine ideale Isolation. Die Hufe können Rentiere weit spreizen, außerdem sitzen zwischen den Zehen Spannhäute, damit die Tiere im tiefen Schnee nicht einsinken und gut laufen können. Damit sind Rentiere bestens an den Schnee und die Kälte der nördlichen Länder angepasst.

    Als Art der Hirsche haben Rentiere ein Geweih, mit dem die männlichen Rentiere Rangordnungskämpfe austragen und in der Paarungszeit um die Weibchen streiten. Das weibliche Ren besitzt ebenfalls ein Geweih nur erfüllt es bei den Weibchen keinen Zweck.

    In Gefangenschaft können Rentiere 15-20 Jahre alt werden jedoch werden sie in der Freiheit meistens nicht älter als 5 oder 6 Jahre.

    Rentiere ziehen in ihren Herden durch die arktischen Regionen, um Gräser und andere fressbare Pflanzen zu finden, vor allem im Winter bei hohem Schnee legen die Herden bei der Nahrungssuche weite Strecken zurück …

     

     

    ...jedoch sorgt der Klimawandel dafür, dass es in den Nordpolregionen immer häufiger regnet als schneit, was im Winter zu mehr Bodeneis führt und so die Suche nach Futter deutlich schwerer macht. Denn wenn das Wasser vom Regen durch den Schnee dringt, friert es die Futterpflanzen unter dem Schnee ein. So gehen Wissenschaftler davon aus, dass milde Winter zu einer starken Bedrohung für die Rentiere werden könnten und die Experten befürchten, dass es in Zukunft im Winter noch häufiger regnen wird. So bleibt am Ende  nur noch eine  Frage: ...Löscht der Klimawandel die Rentiere letztlich völlig aus? Schwer zu sagen, es wäre in jedem Fall ein tragischer Verlust …

     

    Dies war ein Beitrag aus der Reihe „Opfer des Klimawandels“ (http://www.wwf-jugend.de/community/artikel/neue-berichtreihe--opfer-des-klimawandels-;2838) 

     

    Text: FranziNatur (Franziska Metzner)

    Bilder: Wikimedia Commons 

    Quelle: Tierdoku.com, Tierlexikon, Umweltaktionen.de

Kommentare

10 Kommentare
  • Rhino
    Rhino Danke für den Bericht, Franzi!

    Zeigt auf erschreckende Weise, dass kaum ein Tier in den nördlichen Breiten von der Erderwärmung verschont bleibt ...
    7. Dezember 2013
  • Nina1505
    Nina1505 Toller Bericht! Diese wunderschönen Tiere dürfen durch den Klimawandel einfach nicht ausgelöscht werden...
    4. März 2014
  • LilianA
    LilianA Danke für den Bericht
    13. April 2014
  • SammySahne
    SammySahne Ein echt gut geschriebener Bericht, vielen Dank dafür! Wow, mir war ja gar nicht bewusst, dass die Rentiere so bedroht sind... Eine echt traurige Sache.
    13. April 2014