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Nichtregierungsorganisationen verlassen aus Protest UN-Klimagipfel

  • Genug ist genug! Der WWF hat sich entschlossen, zusammen mit vielen anderen Nichtregierungsorganisationen die UN-Klimaverhandlungen in Warschau zu verlassen. Die Verhandlungen bewegen sich rückwärts statt vorwärts. Und nichts deutet darauf hin, dass sich dies bis zum Ende der Verhandlungen ändern könnte.

    Mit diesem einmaligen Schritt in der Geschichte der internationalen Klimaverhandlungen wenden sich die NGOs geschlossen gegen das mangelnde Engagement vieler Länder. "Auch vor dem Hintergrund der schrecklichen Verwüstungen von Taifun Haiyan auf den Philippinen möchten wir ein Zeichen der Solidarität mit allen Opfern des Klimawandels setzen. Die Verhandlungen sind nicht einfach nur stecken geblieben, in wichtigen Punkten gab es eine Rolle rückwärts. Die meisten Regierungen sind mit leeren Händen nach Warschau gekommen, während die globalen CO2-Emissionen einen Höchststand erreicht haben", sagt Eberhard Brandes, Vorstand des WWF Deutschland. Statt den Klimaschutz zu stärken, versuchen zu viele Parteien den Prozess der UN-Klimaverhandlungen zu schwächen. Doch genug ist genug: "Das Verlassen des Klimagipfels ist eine Botschaft an die Regierungen: Nehmt den Klimaschutz und seine internationalen Instrumente ernst."

    Die Klimaverhandlungen der letzten Jahre waren immer wieder von Rückschlägen gekennzeichnet. Trotzdem haben die Nicht-Regierungs-Organisationen nie aufgehört, sich für konstruktive Lösungen einzusetzen. Doch die letzten Tage in Warschau haben das Fass zum Überlaufen gebracht hat: Ein handfester Fahrplan für ein internationales Abkommen in zwei Jahren ist nicht erkennbar. Die Treibhausgas-Reduktionsziele für 2020 sind völlig ungenügend und werden sogar noch zurückgezogen. Es gibt kaum Zusagen für den versprochenen Grünen Klimafonds, der den Entwicklungsländern helfen soll, mit dem Klimawandel umzugehen. Und die polnische Konferenzleitung hat nichts gegen den Eindruck unternommen, dass ihr die Kohleindustrie viel wichtiger ist als der Klimaschutz. Der leitende polnische Minister wurde während der Klimaverhandlungen aus der Regierung entfernt und zum Klimagesandten degradiert.

    "Der Auszug in Warschau ist ein Nein zu dieser unwürdigen COP, aber kein Nein zu den Klimaverhandlungen. Wir gehen nicht, weil die Verhandlungen nicht wichtig wären. Sondern weil sie so wichtig sind", so Eberhard Brandes weiter. Viele reiche Länder seien bislang nicht bereit, sich für die Interessen derer einzusetzen, denen die schlimmsten Auswirkungen der Klimaveränderungen drohten.

    Fotos: Titel © Young Friends of the Earth Europe http://www.flickr.com/photos/youngfoee/; Bild 2 und 3 © WWF-Climate-Initiative

Kommentare

15 Kommentare
  • Anni09
    Anni09 Sorry-bin etwas abgeschweift ;)
    23. November 2013
  • Puma
    Puma omg...wie kann man nur so doof sein...(ich mein die Regierungen,nicht die NGOs).Es ist erwiesen,dass CO2-Ausstöße sich über die ganze Welt verteilen.Da sollte man mal in die ferne Zukunft und nicht in die nächsten paar Jahre!!!!
    24. November 2013
  • regentag
    regentag Es ist einfach so frustrierend zu sehen, wie ein Klimagipfel auf den anderen folgt und NIE etwas zufriedenstellendes dabei herauskommt... Wie kann man nur so blind, ignorant und bequem sein??!
    24. November 2013
  • Bjarne2000
    Bjarne2000 Menschenskindernochmalundhastenichtgesehnunddiesesschimpfwortistgarkeins!!! Das gibts doch nicht Politiker sind doch dafür da solche Probleme zu lösen! Und was machen sie? Reden halten, dass das irgentwie kompliziert sei usw usw das kann doch ni...  mehr
    11. Dezember 2013