Berichte

Geforscht haben wir - aber was sind unsere Ergebnisse?

  • Nachdem wir, die Mobilitätsgruppe, die Swagelok-Zellen gebaut hatten (s. „Ein Tag im Leben eines Forschers (2)“), schlossen wir diese an ein Ladegerät an und haben die Zelle 50-mal bis 5 Volt auf- und bis 3 Volt entladen. Dabei fanden wir heraus, dass es keine konstante Kapazität gab. Die spezifische Ladekapazität und die spezifische Entladekapazität steigerten sich im Laufe der 50 Lade- und Entladezyklen. Außerdem wurde die Endkapazität noch nicht erreicht, doch da die höchste gemessene Kapazität in unserer Batterie bei ca. 23 mAh/g lag, lässt sich schon fast sicher sagen, dass unsere Batterie nicht so leistungsstark ist wie eine herkömmliche Lithium-Ionen-Batterie, da diese eine durchschnittliche Kapazität von 100-150 mAh/g hat. Der Wirkungsgrad von unserer LIB lag (nur) bei 97%, der Wirkungsgrad bei einer herkömmlichen LIB liegt bei 99%. Die mittlere Entladespannung lag bei ca. 4,2 Volt, was ebenfalls schlechter ist, als bei einer herkömmlichen LIB (3,7 V).


    Die Leistung unserer LIB

    Mein Fazit: Unsere LIB ist nicht so gut wie eine herkömmliche LIB, könnte vielleicht aber gut genug für kleine Akkus sein, die keine so große Kapazität brauchen wie eine Autobatterie, somit übertrifft die Kosteneinsparung die Leistungsnachteile. Dennoch kann ich diese Prognosen nicht mit vollkommener Sicherheit stellen, da wir die Endkapazität noch nicht erreicht hatten. Außerdem kann man mit Langzeittest, welche eine längere Lade- und Entladezeit haben, ein genaueres Ergebnis erzielen. Um die LIB weiter zu verbessern, sollte man auch die Elektroden und den Elektrolyten analytisch untersuchen, das heißt, dass man untersuchen sollte, was mit den Elektroden und dem Elektrolyten beim Laden und Entladen passiert ist. Darüber hinaus könnte man die Graphitschicht dünner auftragen, das könnte die Batterie vielleicht weiter verbessern. Als Letztes könnte man nach weiteren Kathodenmaterialien suchen und diese testen, um ein Material zu finden, das unserem Ziel mit dem Graphit entspricht und zwar günstig und genauso gut wie ein Salz, das in herkömmlichen LIBs verwendet wird.


    Beim Forschen im MEET

    Mir persönlich hat das Forschen super viel Spaß gemacht, da wir eine unglaublich gute Ausstattung zur Verfügung hatten und auch entsprechend tolle Räume. Außerdem hatten wir mit Sergej einen tollen Mentor, der uns immer geholfen und mit seiner Art und Weise für eine entspannte Atmosphäre gesorgt hat. Das Forschen am MEET in Münster hat mich bestärkt in Zukunft wahrscheinlich Chemie zu studieren und dann in die Forschung zu gehen.
    Weiter Informationen zu unseren Ergebnissen findet ihr hier.
    Wenn ihr jetzt auch Lust auf den 2°Campus bekommen habt, dann bewerbt euch doch noch bis zum 15. Dezember.