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Tipp der Woche – Produkte mit nachhaltigem Palmöl

  • Unser Leben ist voll von Palmöl. Das steht fest. Ob in der Drogerie oder im Supermarkt – sehr wenige Produkte werden mit ökologisch vertretbarem oder ganz ohne Palmöl hergestellt. Genau deshalb ist es wichtig, dass dieses aus nachhaltiger Produktion stammt und ohne umweltschädliche Faktoren genutzt werden kann.

    Biokraftstoff, Reinigungsmittel, Kosmetika und Lebensmittel – viele Dinge, die wir täglich im Alltag verwenden. Doch nicht immer wird bei den Inhaltsstoffen eindeutig erwähnt, dass es sich bei unter diesen um Palmöl handelt. Hinter „Pflanzliche Öle“, „Cetyl“ „Pflanzenfett“, „ u.ä. versteckt es sich meistens.

    Aber was genau ist eigentlich an Palmöl das Problem? Das Öl wird aus dem Fruchtfleisch der Ölpalme gewonnen. Vor allem in Malaysia und Indonesien, die rund 85 % des weltweiten Palmöls liefern, werden dazu riesige Plantagen angebaut, damit vor allem in Europa und Asien Palmöl gekauft werden kann. Palmöl ist so im Vergleich zu anderen Ölressourcen sehr billig und in den verschiedensten Bereichen einsetzbar. Dafür jedoch wird eine große Menge tropischen Regenwaldes (oft auch illegal) abgeholzt und die dort lebenden indigenen Völker brutal vertrieben oder sogar ermordet. Viele Tierarten sind durch die großflächige Waldrodung für solche Monokulturen bereits ausgerottet worden.


    © WWF Deutschland

    Schokolade, Tiefkühlpizza, Margarine, Cremes, Kekse, … - die Liste an Palmölhaltigen Produkten ist endlos. Was kann man also gegen „schlechtes Palmöl“ tun? Auf all diese Dinge komplett verzichten? Das wird nicht möglich sein und ist auch nicht nötig, denn mittlerweile gibt es viele Produkte, die nachhaltiges Palmöl enthalten und sogar palmölfrei sind.
    Im Folgenden einige Produkt-Beispiele:
    Beispielsweise sind alle Alnatura-Produkte frei von jeglichem Palmöl, sodass auf den geliebten Schokoriegel oder auf Pommes nicht verzichtet werden muss. Auch EDEKA hat einige Produkte im Sortiment gemeinsam mit dem WWF im Bereich Palmöl verbessert. Bis Ende dieses Jahres sollen alle EDEKA-Eigenprodukte auf nachhaltiges Palmöl umgestellt sein.
    Im kosmetischen Bereich sind die Waren von Alverde, WELEDA, Florena, Annemarie Börlind, Lavera und Dr. Hauschka palmölfrei.
    Wasch- und Reinigungsmittel, Klebstoffe und auch Kosmetikprodukte mit nachhaltigem Palmöl gibt es auch von Henkel zu kaufen. Das Waschmittel „Eco Saponine“ von memo ist ebenfalls ein palmölfreies Reinigungsmittel.


    Von Umweltblick.de gibt es sogar einen ganzen Einkaufsführer zu Produkten ohne Palmöl, den man sich hier ansehen kann und der WWF selbst hat vor kurzem ebenfalls eine neue Studie herausgebracht.

    Schaut mal eure Produkte zu Hause durch oder achtet beim nächsten Einkauf mal auf die Inhaltsstoffe – befindet sich darin auch Palmöl ohne eine Nachhaltigkeits-Kennzeichnung?



    Bildquellen: Ölpalmenfrüchte © Walmart via Flickr

Kommentare

14 Kommentare
  • midori
    midori Ups! Ich hab bei Facebook ausversehen geschrieben, dass der Artikel von Cosima wäre. Ich hoffe, Du kannst mir das verzeihen liebe Tamina!! :O
    16. November 2013
  • Nick97
    Nick97 es gibt immer noch ein kleines problem mit nachhaltigem palmöl: auch diese plantagen dürfen auf gerohdeten regenwaldflächen gebaut werden
    17. November 2013
  • AliceimWunderland
    AliceimWunderland Super Bericht!

    Ich wusste gar nicht, dass Plamenöl in sooooo viel drinnen ist!
    Ich habe zum Beispiel am Wochenende Magerine zum Backen gekauft und dabei war mir nicht bewusst, dass ich mit dem Kauf evtl. die Plamölindustrie unterstütze.
    18. November 2013
  • Marcel
    Marcel Durch einen Hinweis aus der Community (Danke Thomas) ist uns aufgefallen, dass sich im Artikel ein Fehler eingeschlichen hat. Es sind nicht alle Alnatura-Produkte ohne Palmöl - in der Mandelschnitte ist beispielsweise welches enthalten. Auch in den a...  mehr
    3. August 2015