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Der WWF beschwert sich! Mit der OECD gegen SOCO in Virunga!

  • Der WWF ist überzeugt: Die britische Ölfirma SOCO gefährdet im Virunga-Nationalpark Menschen, Tiere und ihre Lebensräume – und verletzt damit die Umwelt- und Menschenrechtsrichtlinien der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Der WWF hat deswegen nun eine offizielle Beschwerde bei der OECD eingereicht. "Der einzige Weg, sich an die Regeln der OECD zu halten, ist die Suche nach Öl in Virunga einzustellen“, sagt Lasse Gustavsson, Geschäftsführer Naturschutz beim WWF International.


     

    Verletzung der OECD-Richtlinien?
    Die OECD versucht verantwortungsvolle Unternehmenspolitik zu etablieren. Dazu dienen die OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen bei Auslandsinvestitionen. Unternehmen dürfen demnach keine Menschenrechtsverbrechen begehen, müssen aber auch negative Auswirkungen ihrer Geschäfte auf die Rechte Dritter verhindern. Die OECD-Leitsätze verlangen, dass Unternehmen sich bemühen, negative Auswirkungen ihrer Tätigkeiten zu verhüten und zu mindern. Der WWF sieht diese Leitsätze durch die Pläne SOCOs, in Virunga nach Öl zu suchen, eklatant verletzt.

    SOCO hat verschiedenen Quellen zufolge mit Sicherheitskräften Gegner ihrer Vorhaben eingeschüchtert und bei Verhandlungen mit Gemeinden essentielle Informationen über Umweltgefahren zurückgehalten. SOCOs eigene Risikoabschätzung besagt, dass schon die Erkundung von Ölfeldern das fragile Ökosystem in Afrikas ältestem Nationalpark gefährdet. Damit sind die Lebensgrundlagen für über 50.000 Menschen bedroht.



    Starkes Signal an Investoren und die britische Regierung
    „Eine offizielle Rüge der OECD wäre ein starkes Signal“, sagt Afrika-Experte Johannes Kirchgatter vom WWF Deutschland. „Der Druck auf die britische Regierung, bei SOCO nochmal genauer hinzuschauen, würde wachsen – und natürlich denken Investoren auch nochmal ganz anders nach, wenn eine Firma internationale Vereinbarungen verletzt.“

    Die 1961 gegründete OECD mit Sitz in Paris besteht heute aus 34 Industriestaaten und will weltweit Demokratie und Wohlstand fördern. Dazu gehört auch die Arbeit zu Umweltschutz, Entwicklungszusammenarbeit und Korruptionsbekämpfung. Nach der Einreichung hat die OECD mehrere Monate Zeit, die Beschwerde zu prüfen. Der WWF wird die Zwischenzeit dazu nutzen, weiterhin alle Hebel in Bewegung zu setzen, um zu erreichen: Keinen Schritt weiter. Keine Ölförderung in Virunga.

    Ihr wollt auch den Nationalpark vor Ölbohrungen schützen? Dann unterzeichnet jetzt unsere Petition und signalisiert SOCO: bis hierher und nicht weiter!

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    Titelbild © Ed Kashi / WWF

Kommentare

5 Kommentare
  • SarahU
    SarahU Hier kann man weitere Protestaktionen zum Schutz von Regenwäldern unterschreiben:
    http://www.regenwald.org
    8. Oktober 2013
  • Carina
    Carina Es ist sowieso ein Unding, wenn in Nationalparks Öl gefördet wird. In Equador gibt es ja jetzt auch so einen Fall.
    8. Oktober 2013
  • Carphunter
    Carphunter Danke für den guten Bericht.
    Ich bin natürlich auch dafür, dass dort nicht nach Öl gebohrt wird und der Nationalpark geschützt und erhalten wird!
    Die Petition habe ich natürlich auch unterschrieben.
    8. Oktober 2013
  • Nick97
    Nick97 Ölfirmen versuchen sich mit argumenten rauszureden wie : für die einwohner wird der Lebensstandart steigen, oder Infrastruktur ermöglicht nun einen besseren warenaustausch. alles falsch die einzigen die davon profitieren sind wir, die &Oum...  mehr
    10. Oktober 2013