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Carrotmob: Gib Dein Geld nicht irgendwem!

  • Bin gerade im Web auf interessante Neuigkeiten gestoßen:

    Unter dem Namen "Carrotmob" entsteht derzeit eine neue globale Bewegung. Der Name spricht auf ein englisches Sprichwort an, das besagt, dass es zwei Arten gibt, einen Esel in Bewegung zu versetzen. Entweder mit einem gezielten Tritt ins Hinterteil oder indem man ihm eine Karotte vor die Nase hält. Übersetzt auf einen "Carrotmob" bedeutet das, die Karotte sind Kunden, die Gewinn bringen. Und wer viele Kunden hat, macht Kasse.

    Der erste Carrotmob fand im März 2009 in San Francisco statt. Der Initiator, Brent Schulkin, besuchte 23 Shops in seinem Stadtteil. Er erzählte jedem Ladenbesitzer, dass er ein Netzwerk von Verbrauchern gründet, und dass er diese alle einladen werde, um in einem Geschäft des Viertels eine Menge Geld auszugeben. Nur in welchem, das sei offen, denn das hänge von einer Frage ab: Wer ist bereit, am meisten für die Umwelt zu tun?

    Damit begann eine Art Auktion. Die Ladenbesitzer mussten erklären, wie viel sie von dem, was der Carrotmob ihnen an Geld einbrächte, in einen klimafreundlichen Umbau ihres Geschäftes stecken würden. Einer sagte zehn Prozent des Umsatzes zu, ein anderer 17. Der Gewinner war der Inhaber eines Lebensmittelgeschäfts, der bereit war 22 Prozent seines Umsatzes für Klimaschutzmaßnahmen einzusetzen.

    Schulkin organisierte daraufhin über Internet, Facebook, Twitter, MySpace, per E-Mail und über einen Videochannel Einkäufer für einen bestimmten Samstagmorgen - den Aktionstag. Hunderte Menschen kamen und kauften Milch, Käse oder Wein. An einem normalen Tag nahm der Ladenbesitzer rund 2.000 US-Dollar ein, in nur vier Stunden des "Carrotmobs" waren es 9.400 Dollar. So war das Prinzip Carrotmob geboren: Beide profitieren - Ladeninhaber und das Weltklima.

    Mittlerweile hat sich diese besondere Form des Flashmobs international verbreitet. In vielen Ländern fanden und finden sich Menschen, die an das Prinzip "Carrotmob" glauben. Auch bei uns. In verschiedenen Städten sind "Carrotmobs" organisiert worden, so z. B. in Berlin, Bonn, oder München. Es scheint, der "Carrotmob" entwickelt sich zu einer globalen Bewegung. Verbraucher nutzen ihre Macht, die Welt in ihrem Sinne positiv zu verändern.

    Lasst uns gemeinsam auch eine Carrotmob starten!

Kommentare

6 Kommentare
  • Muffin
    Muffin hey, da kann ich Tobi nur zustimmen, das Video bringt eine echt gute Botschaft rüber =)

    So ein Carrotmob... In welcher Stadt könnte der denn stattfinden? Weil hier ja doch alle aus ganz unterschiedlichen Orten kommen...
    1. Dezember 2009
  • Chiquita
    Chiquita Tolle Idee!! Sowas könnte man in vielen Städten gleichzeitig organisieren. Dann wäre es eine noch grössere Initiative und die ganze Idee würde schneller publik werden. :)
    1. Dezember 2009
  • UnsereGeneration
    UnsereGeneration Klasse!!!
    Mal gucken, was sich da noch so draus machen lässt.

    LG
    2. Dezember 2009
  • Melli
    Melli Das Video ist super! Man müsste Carrotmobs überall veranstalten..Ich hoffe das die Umsetzung dann auch so klappt.
    ;)
    4. Dezember 2009