Berichte

Fahrradstaffel Tag 26 Karlsruhe - Bühl

  • Der heutige Tag begrüßte uns mit wundervollem Sonnenschein und einem fast wolkenlosen Himmel. Bereits um 10 Uhr morgens war es in Karlsruhe so warm, dass man ohne Jacke nicht frieren musste. Rebekka und ich trafen uns pünktlich vor dem Hauptbahnhof und warteten auf Anastasia, spontane Mitfahrer und Reporter. Erstere kam auch eine Weile später, die anderen beiden Spezies haben uns leider nicht mit ihrer Anwesenheit beglückt. Wir machten also sogleich ein Startfoto, auf dem wir dank Selbstauslöser und improvisierten bzw. provisorischem Stativ (bestehend aus Rucksack und Helm) alle drei zu sehen sind.Wir drei in Karlsruhe bei strahlend blauem Himmel
    Angesichts Rebekkas Ortskenntnisse kamen wir anfangs sehr gut zurecht. Mit relativ konstanten 16 km/h fuhren wir entspannt bis kurz vor Rastatt. Bis wir die eben genannte Große Kreisstadt erreicht hatten, dauerte es jedoch noch einige Zeit, da wir Probleme hatten, befahrbare Wege zu finden. So bogen wir einmal in einen Feldweg ein, nur um festzustellen, dass dieser sich nach kurzer Zeit in eine Wiese verwandelte.
    Als wir letztendlich doch in Rastatt angekommen waren, suchten wir uns eine Bank und machten erst einmal eine ausführliche, aber auch wohlverdiente Pause.Ein WWF-Jugend-Fähnchen vor einem wahllosen, (un?)wichtigen Gebäude in Rastatt
    Physisch und moralisch gestärkt nahmen wir uns den zweiten Etappenabschnitt vor. Nachdem wir aus der Stadt herausgefunden hatten, was durchaus ein kompliziertes Unterfangen in Fußgängerzonen und Sackgassen darstellte, hielten wir weiter auf Süden zu und mithilfe von GPS und Handy kamen wir auch einigermaßen gut voran. Als eben diese beiden Geräte eine Meinungsverschiedenheit hatten, fühlten wir uns dann doch gezwungen, zwei lokal wohnhafte Radfahrer um Rat zu fragen. Wir nahmen das Angebot an, ihnen bis Sinzheim zu folgen und so begann eine in hoher Geschwindigkeit ausgeführte Fahrt über Brücken und durch Unterführungen. Durch diesen Sprint waren wir unserem Ziel zwar nicht viel näher gekommen, aber immerhin hatten wir jede Menge Kalorien verbrannt. Im Anschluss an eine Ehrenrunde durch ein Industriegebiet (die Ausschilderung war schuld!) fragten wir noch einmal nach dem Weg und dieses Mal gelang es uns zur Abwechslung einmal, einen vergleichsweise kurzen Weg zum wenige Kilometer entfernten Bühl auszumachen. Leicht erschöpft, aber glücklich, dass wir die Etappe ohne größere Probleme gemeistert hatten, kamen wir nach über 6 Stunden schließlich in unserem Zielort an.Wir mit Banner vor dem Bühler Bahnhofsgebäude
    Nach dem obligatorischen Abschlussfoto verabschiedete Rebekka sich von uns, da sie direkt mit dem nächsten Zug nach Hause gefahren ist und Anastasia und ich warteten noch ein paar Minuten auf die Reporterin, die sich schon frühzeitig angekündigt hatte. Wir erzählten ihr von der Fahrradstaffel, anderen Aktionen der WWF-Jugend und von unserer Motivation. Schließlich sind auch wir in den nächsten Zug zurück nach Karlsruhe eingestiegen.Und hier der endgültige Beweis, dass wir auch wirklich in Bühl waren: Ein WWF-Jugend-Fähnchen vor dem Bahnhofsschild
    Zusammenfassend kann man also sagen, dass an meinem dritten und letzten Tag bei der Fahrradstaffel einiges los war: Es ging durch Wald und Wiese, über Stock und Stein (und bereits verendete Nacktschnecken) und vorbei an Schrebergärten, Seen, einem weghüpfenden Frosch, Schützenvereinen, einem gülleverteilenden Traktor, Maisfeldern und der links im Hintergrund verlaufenden, mit Wald bedeckten Hügelkette. Dabei stellte sich mir die Frage, wer ein Dorf Bruchhausen oder Hügelsheim nennt, zumal in diesem Dorf das einzig Hügelige die leicht konvexen Mittelpunkte zweier Kreisverkehre war.


    Da sich für die letzten beiden Staffelabschnitte keine Fahrer gemeldet haben, werden diese wohl ausfallen und damit ist die Staffel für dieses Jahr leider beendet. Ich freue mich schon auf das nächste Mal, wenn ich mit netten Jugendlichen durch Deutschland radeln darf. Vielen Dank an alle, die die Fahrradstaffel 2013 organisiert und realisiert haben!

     

     

    Wer den Artikel der Reporterin lesen möchte, kann sich gerne bei Anastasia oder mir melden.

Kommentare

1 Kommentar
  • lolfs
    lolfs Ja, während der gesamten Staffel kann man schöne (und auch nicht ganz so schöne) Gegende durchstreifen. Es ist zwar schade, dass wahrs. die letzten zwei Etappen ausfallen, aber das wird hoffentlich nächstes Jahr anders.
    16. August 2013