Berichte

Wo sind wir gerade eigentlich? - Fahrradstaffel Tag 23

  • Auch heute trafen wir uns wieder am Bahnhof mit Martin. Nach dem Desaster mit dem Fahrrad gestern hatten wir heute zum ersten Mal die Anreise mit dem Zug gewählt. Die war auch ganz entspannt, wenn man ignoriert, dass süddeutsche Bahnhöfe keine Fahrstühle zu haben scheinen und somit auch aufgrund niedriger Bahnsteige für den transport von Fahrrädern nahezu gänzlich ungeeignet sind.

    Nach dem Start lief es erstmal rund, wir konnten uns gut orientieren und kamen gut voran. Der Flicken gestern abend schien wunder gewirkt zu haben und somit waren alle drei Gefährten positiv überrascht, der eine auf die eine Weise (gar nicht soooo müde!), der andere auf die andere (schönes Wetter ). Zügig ging es voran, und ein Ort nach dem anderen konnte von unserer Wegbeschreibung gestrichen werden. Schließlich kamen wir an eine Stelle, an der stand es ginge lange geradeaus.

    Es ging lange geradeaus. Sehr lange. Zu lange. Wir wussten nicht mehr wo wir waren, und das GPS-Ortungssystem wollte uns auch nicht weiter helfen. Also orientierten wir uns am Stand der Sonne und wir fuhren weiter geradeaus. Als die Straße allerdings zu einer Sandkiste mutierte, und wir Kiefernwälder um uns herum beobachten konnten, kamen Zweifel auf. Waren wir womöglich im Osten? Ein dahergelaufenes Auto schien das Ganze zu bestätigen: zitiert wurde der Name eines berühmten politischen Theoretikers.

    Erst auf den dritten Blick fiel uns auf, dass dort ja aucb etwas von Mannheim stand. Also doch nochmal Glück gehabt, und weiter gefahren. Mittlerweile übrigens fast 20km geradeaus. Als wir endlich auf eine Straße trafen, waren wir wenig erfreut. Sah immer noch aus wie im Osten und führte auch vom Sonnenstand her in die falsche Richtung. Aber was sollte man machen, ohne Navigationssysteme, Hinweisschilder und Ortskundige? Wir folgten der Straße. Es war die richtige Entscheidung, sie führte uns in die Mannheimer Innenstadt, auch bekannt als Quadrate.

    Keine Ahnung warum Quadrate, die Häuserblocks sind allenfalls rechteckig. Und Strassennamen gibt es auch nicht, die Blocks sind durchnummeriert. Zwischen I7 und G7 führte unser Weg zum Hauptbahnhof der besagten Stadt. Orientierung in de Quadraten übrigens gleich null. Angekommen, stellten wir fest, das man hier wohl viel auf kanadische Sportarten hält. Naja, wem es gefällt...haben wir uns etwa auch noch im Land geirrt? Doof wäre es, aber das finden wir wohl erst morgen heraus.

Kommentare

2 Kommentare
  • lolfs
    lolfs Wenns nur geradeaus geht, verliert man wenigstens nicht so schnell die Orientierung.
    14. August 2013
  • Cookie
    Cookie Nanana, immerhin der Bahnhof in Führt ist doch wohl fahrradfreundlich. :P
    Das Auto ist genial, aber ich finde, du bist ein bisschen fies zu Mannheim, Momo, so schlimm ist es da wirklich net. Im besagten G7 war ich übrigens auch schon mal, da gib...  mehr
    14. August 2013