Berichte

Fahrradstaffel Tag 21 – Auf der R3 von Wächtersbach nach Frankfurt

  •  „My heart skips skips skips, skips skips skips a beat...“ was'n des? Es sind doch Ferien! Verschlafen wundere ich mich über die Musik, welche aus meinem Handy dröhnt, schalte diese aus und da fällt es mir wieder ein: Heute ist Fahrradstaffel und ich mit dabei. Noch im Halbschlaf schaffe ich es aus dem Bett zu kriechen in Richtung Badezimmer.

    Nachdem ich also den ersten morgendlichen Schock überwunden habe, packe ich meine Sachen zusammen, mache mir etwas zu Essen für die Fahrt, Frühstücke und dann geht es auch schon um 8:30 los nach Wächtersbach.

    Dort angekommen mache ich mich auf die Suche nach Mitfahrern und finde schließlich Sebastian. Kurz nachdem wir uns begrüßt haben kommt auch schon Marcel von hinten angeflitzt, welcher auch in meinem Zug war. (Ich war im Fahrradabteil...wo warst du? ;))
    Kurze Zeit später kommt schließlich auch Ines und wir sind vollständig.

    Nachdem wir nun alle versammelt sind und die üblichen 15 Minuetn gewartet und unsere Startfoto gemacht haben, geht es auch schon los: auf der R3 nach Wächtersbach.

    Nach nicht allzu langer Zeit allerdings passiert es: Marcel hat einen platten. Das Fahrrad wird schnell wieder aufgepumpt und weiter geht’s. Leider bleibt der neu gewonnene Fahrspaß nicht lange erhalten und so müssen wir schließlich in Gelnhausen eine einstündige Pause einlegen und den Schlauch tauschen. Zur Entschädigung gibt es Cookies von Ines, was unsere Laune ganz schnell wieder steigert.

    Bei dieser Panne sollte es aber zum Glück bleiben und so geht es Störungsfrei nach Frankfurt.

    Auf unserem Weg merken wir: die R3 hat einiges zu bieten. Mal führt der Weg entlang einer Autobahn (natürlich halten wir immer da wo es am schlimmsten ist: „Man ist das leise hier und so gemütlich.“ - „Hier sind ja auch gar keine Autos oder so.“) und mal führt er idyllisch an einem See vorbei. Nicht zu vergessen: die STORCHE, welche Marcel extra für die Fahrradstaffel gebucht hat.

    Immer wieder machen wir Rast, ganz zum Leidwesen der Wiesbaden – Frankfurt Fahrer, doch immerhin können wir so dem Berliner Sebastian ein bisschen hessische Kultur beibringen und er selbst kann in Kontakt mit Einheimischen treten. Und wer hätte es gedacht: selbst Marcel kann von mir noch was lernen. (Aber wir sind uns ja „einig“: In Kölle isses einfach besser!“

    Nach Hanau merke ich schließlich, dass ich es wirklich nicht gewohnt bin, lange Strecken zu fahren und meine Laune sinkt etwas. Das können selbst die Cookies nicht mehr gut machen. Marcel und Sebastian das komplette Gegenteil, super motiviert und viel zu schnell rasen sie vorne weg, Ines und ich hinterher.

    In Offenbach schließlich der letzte Halt und oh wunder, es gibt durchaus schöne Fleckchen in Offenbach. Wer hätte es gedacht?! ;)

    Nach gefühlten 12 Stunden Dauereinsatz kommen wir schließlich in Frankfurt am „Eisernen Steg“ und genießen den Historischen Moment der Flaggen Zusammenführung und so sind Ost und West wieder vereint. Herzlichen Glückwunsch an den Osten: sie haben ihr Ziel erreicht. Die Einreise in die Bundesrepublik ist von nun an wieder möglich.

     

    Runter von der überfüllten Brücke geht’s zum Frankfurter Dom wo wir die letzten Fotos schießen und der gemeinsame Tagesabschluss geplant wird. Dank meiner grandiosen Zug- und Busverbindung nach Hause, kann ich leider nicht länger bleiben und so endet ein toller Tag für mich. Und obwohl ich jetzt einen Tag danach hier sitze, den Bricht tippe, unglaubliche Schmerzen in meinen Armen habe (wieso eigentlich meine Arme?!) und einen fiesen Sonnenbrand trotz Sonnencreme mit LSF 50 bin ich mir sicher, dass ich nächstes Jahr wieder mit dabei bin.

    Bilder: Marcel Gluschak

Kommentare

10 Kommentare
  • Gluehwuermchen
    Gluehwuermchen Cool! :-)
    12. August 2013
  • KatevomDorf
    KatevomDorf marcel also echt! da sind wir anderes von dir gewöhnt. zuverlässig würde ich das nicht nennen.. :/
    und korrektio zu den schrippen: es sind nur zwei, die zusammen hängen. sie sind also an sich nicht doppelt so groß. man bekommt ha...  mehr
    13. August 2013
  • lolfs
    lolfs Nachdem das mit dem Handstand/Kopfstand grad nicht so geklappt hat, funktioniert das mit dem Laptop drehen um einiges einfacher :D Aber falsch herum ist es irgendwie interessanter :D
    15. August 2013
  • sarahsolaika
    sarahsolaika nur gut, dass sebastian im fahrradschlauch-wechseln schon geübt war ;) schöner bericht und offensichtlich eine ebenso wundervolle etappe wie die zuvor!
    16. August 2013