Berichte

Fahrradstaffel - Tag 5 & 6 - Heimetappe ... von Zuhause weg

  • Puh … endlich geschafft. Vier Tage nach beendigung meines Staffelabschnitts kann ich euch endlich meinen letzten Bericht präsentieren. Warum ich für ZWEI Tage nur EINEN Bericht habe und was sonst noch alles um das Tor der Welt geschah, nur hier in diesem Bericht.                                                                                                                                                         

     

     

     

    TAG 5
    Müde, das war ich immer, wenn ich mein Fahrrad rausholte und mich morgens zu einem Bahnhof auf den Weg machte. Doch heute war es besonders schlimm. Wegen der morgendlichen Sperrzeit für Fahrräder in den U, S und A-Bahnen im HVV musste ich zum nächsten Regionalbahnhof und mich in Regionalzügen auf den Weg nach Büchen machen. Dafür musste ich entsprechend früh aufstehen. Doch 10:00 stand ich wieder vor dem, zurzeit in Bau befindlichen Bahnhof.
    Und eigentlich wollte ich auch da schon das erste Foto des Tages schießen. Nämlich die Gleisnummern in Büchen, die ein wenig kurios sind. Sie lauten 1, 4, 40, 41 und 140. Und das Foto? … sagen wir mal so …. ich war müde, seeeehr müde. So müde, dass ich doch glatt weg meine Kamera morgens Zuhause vergessen hatte. Ich konnte mir ins Knie schießen. Also den Banner wieder abgehängt und rein in die Seitentasche. Dieser würde heute nicht mehr zum Einsatz kommen.
    Zähne knirschend schwang ich mich auf den Sattel. Wie schon die letzten Tage war es morgens schon recht warm. Die trüben Milchwolken und der auf Feldern noch hängende Nebel änderten daran wenig. Und wieder ärgerte ich mich, dass ich meine Kamera vergessen hatte. Herr Stativ hatte somit einen freien Tag, musste aber trotzdem mit radeln. Schnell verschwand ich wieder im Wald … im sogenannten Sachsenwald … mir ist aber kein Dachs mit sächsischen Dialekt begegnet … obwohl, wenn mir einer begegnet wäre, wäre ich nur wieder wütend darüber, dass ich keine Filmaufnahme machen hätte gekonnt. Der kühlende Wald war ganz angenehm, doch kurz hinter der Fürst Bismarck Quelle ging es auf freies Feld. Es wechselten sich nun Sonne und Schatten ab und wegen der fehlenden Kamera konnte ich mir die Fotopausen vor schöner Kulisse auch sparen. Die Besiedelung nahm immer stärker zu, schon bald fuhr ich in HH-Bergedorf ein. Ab dann regierte die Steinwüste.
    Umso näher ich der Stadt kam, desto voller wurde es auf den Radwegen. Mit meiner Fahne und meiner Seitentasche musste ich aufpassen, dass ich niemand anderen abdränge … doch mit den Fahrradwegen war ich dann auch schnell am Ziel. HH-Hbf. … lang der Hauptbahnhof der Freien und Hansestadt Hamburg. Ohne Beweisfoto ging es zack zack auf Gleis 1 in die S-Bahn Richtung Zuhause … noch vor der lästigen Sperrzeit.
     

     

     

    TAG 6
    … MIT Kamera. das war das erste was ich am Vortag Zuhause einpackte. Um die Sperrzeit für Fahrräder zu umgehen, nahm ich in Kauf, erst um 10:05 am Hbf. in Hamburg anzukommen. Dort ging es dann vor den Haupteingang … und auch gleich wieder weg. Noch während ich am Banner aufhängen war, kamen zwei Herren der Bundespolizei und verwiesen mich des Platzes. Ich versuchte ihnen noch zu erklären was ich vorhabe, aber sie sprachen etwas von Gesetz ist Gesetz und ich dürfe das hier nicht machen.
    Ich zog ne Flunsch wie nach 7 Tagen Regenwetter oder wieder Panda, wenn der 2 Stunden nicht an seinem Bambus genagt hat. So schob ich mein Fahrrad also planlos vor dem Hauptbahnhof hin und her … Ich wollte dieses Foto … immerhin war ich schon 24 Std. nicht mehr am Fotografieren. Ich stellte kurz mein Fahrrad kurz auf den Hauptständer um mir einen Überblick zu verschaffen. „Überall Beamten, die für Recht und Ordnung sorgen. Dort schicken zwei schon wieder einen Obdachlosen weg und der da … der kommt auf mich zu. Das ist doch der von eben …arg.“ Sofort wollte ich dem Beamten erklären, dass ich nur mal eben verschnaufte und nix weiter, da meinte der Polizist freundlich, dass ich doch auch an den Steintorwall gehen könne, dort wären kaum Menschen und es würde niemanden stören das Foto zu schießen. Gesagt, getan …. ich präsentiere euch nach 663 Wörtern das erste Bild dieses Berichtes:


    Endlich ... ein Foto. Zwar steht nirgendwo was von Hamburg Hauptbahnhof, aber dank G. Street View kann man das gut nachschauen.


    So … und das passierte alles nur innerhalb einer halben Stunde. Aber nun ging es endlich los. Diese Etappe war wohl die mit dem geringsten Höhenprofil. Billbrook ging es rauf auf den Deich, Zollenspieker runter, Hoopte wieder rauf und Stöckte wieder runter. Ziemlich aufrgend *gähn*.
    Dafür biet sich mir wieder Landschaft …. dort ne Weide hier ne Kuh … Irgendwie war es nicht so das erhoffte. Auch spielte das Wetter nicht mit. Es war zwar stark bedeckt, aber unheimlich schwül. Regen war vor 19:00 nicht in Sicht, so kam die einzige Erfrischung aus der Wasserflasche.
    Aber gesappelt hab ich genug, hier die restlichen Bilder, wenn’s auch nicht viele sind. Ich melde mich dann nun erst mal ab.

    Kurze Pause in Kirchwerder. Sieht nicht so wirklich nach Hamburg aus. 


     Warten vor dem kleinsten Restaurant der Welt. (hinten rechts) Zollenspieker Fähre

    Und da legt sie auch schon an. Wenn man bedenkt, dass es die einzige Überfahrmöglichkeit zwischen HH-Elbbrücken und Geesthacht ist erstaunlich unausgelastet.


    Vielleicht liegt es auch daran, dass diese Fähre Geld kostet. 2,50€ für mich als Radfahrer. Dies war übrigens das Highlight der Etappe, obwohl es nur 3 Minute 30 Sekunden gedauert hat.


    Und somit hatte ich diese 3 Bundesländer befahren ... Wie lange es doch dauerte, bis ich begriff, dass das Bundesländer darstellen soll.


    LÜNEBURG ... Endhaltestelle, bitte alle austeigen. Der Austieg befindet sich Fahrtrichtung links. This bicycle terminates here, all change please.


    Und hier wurde ich nicht weg geschickt .... 

     

    So ... damit war meine Fahrradstaffel beendet ... fast. Das hatte ich nun noch zu tun:
    Übergabe des Staffelgegenstände: Viel mehr oder weniger flach ... ich gab die Staffelobjekte im Reisezentrum ab, mit der Bitte, diese am nächsten morgen an die nächsten Fahrer aus zu händigen. Diese konnten aber wegen der Unwetter- und Hitzewarnung für Niedersachsen aber leiser nicht starten. Die bahn schickt es uns freundlicherweise zur nächsten Etappe weiter.
    Interviwe geben: Wie schon angekündigt, war eine Reporterin der Lüneburger Landeszeitung vor Ort, sie interviewte mich kurz und verfasste einen netten Artikel in der Rubrik "Leute, Leute"
    noch ein Interview geben: Das war heute. Dank meiner Mutter, wusste auch die Segeberger  Zeitung bescheid. Und da ich gebürtig aus dem Kreis Segeberg bin und den Kreis auch in Berlin tangierte, gab es das mittlerweile vierte Interview.
    Euch die Zeitungsberichte zeigen: Oh ja ... Hier habe ich zwei Stück für euch. Einmal aus den Lübecker Nachrichten vom 25.7. und aus der Lünerburger Landeszeitung vom 27.7.
    Zum herunterladen, notwendig zum lesen: Adobe Reader for pdf

    Und nun? ... Ende gelsen aber Anfang verpasst? Hier gibt es alle Artikel.

     

Kommentare

7 Kommentare
  • Monamona
    Monamona Super, geschafft, und das ganz alleine für uns alle! :)
    30. Juli 2013
  • lolfs
    lolfs Mich würde interessieren, was du zuerst in den "blauen Flecken" gesehen hast?
    30. Juli 2013
  • lolfs
    lolfs Ach und große Klasse, dass die Bahn den Banner, die Flaggen und Westen weiterschickt.
    30. Juli 2013
  • Helen1698
    Helen1698 Achso, das sind Bundesländer! :D Super, dass du das alles allein durchgehalten hast! :)
    1. August 2013