Berichte

Bundestagswahl 2013

  • Am 22. September diesen Jahres ist es soweit. Deutschland darf wieder wählen, aber nicht irgendeine Wahl, sondern die Bundestagswahl.

    Aber was ist das eigentlich? Die Bundestagswahl findet alle vier Jahre statt. Die Bürger Deutschlands dürfen mit Vollendung des 18. Lebensjahrs wählen gehen. Die Bundestagswahl dient der Bestimmung der Abgeordneten im Deutschen Bundestag, also unseren Wahlvertretern.

    Die erste Partei, die ich euch vorstellen möchte ist die CDU/ CSU. „Gemeinsam erfolgreich für Deutschland.“ heißt das Parteiprogramm und legt den Schwerpunkt auf Steuern, bei Vermögen oder Erbschaften und auf die Frauenquote. Besonders interessiert man sich bei der WWF Jugend für den Umweltfaktor, deshalb lege ich diesen Hauptsächlich in den Focus meines Berichtes. Die Partei spricht sich für die Energiewende aus. Die Entwicklung erneuerbarer Energien soll zügiger vorangetrieben werden, zudem sollen die Strompreise für den Normalverbraucher erschwinglich bleiben. Bis zum Jahr 2020 möchte die Union den Energieverbrauch um 20 % und den Stromverbrauch um mindestens 10 % vermindern. Außerdem hat die Partei vor, sollte sie erneut gewählt werden, Anreize und mehr Informationen zum Bereich Energiesparen herauszugeben. Zu diesen Anreizen würde es zum Beispiel gehören steuerliche Förderungen für private Investitionen bei der Gebäudesanierung zu schaffen. Außerdem möchte die Partei den entstehenden Lärm durch Flugzeuge senken, hierfür sollen neue Maschinen entwickelt werden, die leiser sein sollen.

    Die Sozialdemokraten (SPD) möchten die Energiewende weiter vorantreiben, indem sie ein eigenes Energieministerium gründen. Mit ihrem Wahlprogramm „Das WIR gewinnt!“, stellt die SPD Möglichkeiten heraus, die erneuerbare Energien zukünftig bezahlbar machen sollen. Bis 2020 streben sie 40 – 50 % Stromanteil durch Erneuerbare Energien und 20 % durch Kraft-Wärme-Kopplungen an. 75 % des Stroms sollen bis 2030 aus erneuerbaren Quellen geschöpft werden. Der Technische Fortschritt erneuerbarer Energien sollen die Herstellungskosten langfristig sinken. Genau wie die CDU/ CSU möchten die SPD den Lärmschutz an Flughäfen und Straßen verbessern.

    Das Wahlprogramm „Bürgerprogramm 2013“ sagt noch nicht viel über die Ideen der FDP aus. Die Partei sieht die Energiewende als eine Art Chance, die sie zu einem Erfolg machen wollen. Das Erneuerbare-Energie-Gesetz (EEG) soll nach ihren Wünschen angepasst werden und die Verbraucher müssen schneller an dieses Thema herangeführt werde. Hierfür wird die FDP einen klaren „Stufenplan“ erstellen, mit dem alle Angelegenheiten geregelt werden sollen. Auch die Stromsteuer wollen sie senken, damit Unternehmen im internationalen Wettbewerb bleiben können, trotz Strompreisen. „Anreize statt Zwang“, so wollen sie neue Hausbesitzer über Dämmverfahren informieren.

    Bei den Linken sieht es schon etwas anders aus. „100 % Sozial“ so lautet ihr Wahlprogramm, was eigentlich schon viel aussagt. Um die Energiewende sozialer zu gestalten, sollen „unberechtigte Industrie-Rabatte bei Ökosteuer, Netzentgelten, Emissionshandel oder im Erneuerbare-Energien-Gesetz“ abgeschafft werden. Strom und Wasser sollen zum Grundrecht der deutschen Bevölkerung werden, so verspricht es die Partei. Zudem sollen die Strompreise sozialer werde. Bis spätestens 2040 sollen die Kohlekraftwerke werden und in der Erdgasförderung wollen sie in Verbot der unterirdischen Verpressung von CO2 erteilen.

    Zum Schluss noch die Partei, die ihr bestimmt alle für sehr ökologisch haltet. Ganz Recht ich spreche von den Grünen. Mit Ihrem Wahlprogramm „Zeit für den Grünen Wandel“, haben sie für mich den Nagel auf den Kopf getroffen. Das Thema erneuerbare Energien ist der Leitfaden ihres Programmes. Sie wollen bis 2030 den gesamten Strom aus erneuerbaren Energien schaffen. Für sonnen- oder windarme Zeiten müssten vorübergehend noch fossile Brennstoffe verwendet werden, die aber später von Biomasse ersetzt werden soll. Die Grünen fordern einen sparsameren Umgang mit Ressourcen und den „Kohleausstieg“ bis 2030. 2022 sollen die letzten Atomkraftwerke vom Netz genommen werden, zusätzlich sie den Atommüllexport verbieten. „Fracking“ (Methode der Erdgasförderung), soll solange verboten werden, bis bewiesen ist, dass es unschädlich ist.

    „Doch kein Missverständnis: Ziehen Sie Ihre eigenen Schlüsse, aber verstehen Sie bitte die Bewertung nicht als Wahlempfehlung. Die Entscheidung liegt bei Ihnen. Denn es ist Ihre Wahl!“ WWF Deutschland.

    Quellen:
    http://www.bundestagswahl-bw.de
    http://www.wwf.de/themen-projekte/politische-arbeit/bundestagswahl-2013/der-wwf-programmcheck/
    http://www.focus.de

Kommentare

16 Kommentare
  • TaniaTukan
    TaniaTukan Wer mal ganz genau wissen will, welche Partei und welcher Abgeordnete wie abstimmt, kann hier nachschauen: http://p.zdf.de/indexc2.shtml?
    26. Juli 2013
  • Nugua
    Nugua @TaniaTukan: Danke für den Link, das ist echt interessant.
    30. Juli 2013
  • Bjarnemika
    Bjarnemika Die sollten mal statt nur großen Sätzen auch Taten folgen lassen !
    7. September 2013
  • SeDurchholz
    SeDurchholz Ich finde viele Ansätze der Grünen toll, aber eine RotGrüne Regierung, habe ich das Gefühl, kann nicht so wirklich klappen!
    8. September 2013