Berichte

Fahrradstaffel - Tag 1 - Von Platten, Pech und Pannen

  • Hier ist er, der erste Bericht zur diesjährigen Fahrradstaffel. Etappe 1 steht an und leider muss ich nun schon diesen Bericht fertigen und euch schicken. Warum leider?! Das erfahrt ihr hier:                                                                                                                                                                                                                 

     

    Morgens, halb 10 an einem Bahnhof in Norddeutschland. Ohne eine bekannte Zwischenmahlzeit, aber mit viel Lust stehe ich am Bahnsteig und warte auf meinen Zug. Neben mir mein rund 10 Jahre altes Fahrrad. Es ist zwar nicht das jüngste, aber es bringt mich in der Schulzeit jeden Tag gut 5 km bis zu Bushaltestelle und wieder zurück. Ich zog es gegenüber mein Zweitrad vor, da die Bremsen und die Schaltung deutlich besser in Schuss waren. Dann kam auch schon mein Zug nach Flensburg. 
    Rund eine halbe Stunde später in Flensburg vor dem Bahnhof. Es war wenig los. Ein paar Taxifahrer warteten auf Kunden, denen sie das Geld aus der Tasche ziehen könnten, eine Gruppe dänischer Radfahrer machte sich auf den Weg in Richtung ihrer Heimat und ich baute derweil den Banner an meinem Fahrrad an. Reporter sichtete ich nirgends, so machte machte mir Herr Stativ und Herr Selbstauslöser ein Alibi-Foto und ich packte alles wieder ein. 

    Ob ich da schon wusste, was alles auf mich zu kommen würde. Das Gesicht dazu mache ich ... ups.

    Leider waren auch keine Mitfahrer zu sichten, obwohl genug Fahrräder da gewesen wären.

    So machte ich mich um 20 nach 10 alleine auf die Socken. Und keine 20 Minuten später fing es mit dem Pech dann auch schon an:

     

    Die Brücke über die ich wollte war gesperrt, also außen herum. Doch auch dort sah es nicht besser aus:

    Diese Baustelle überquerte ich dann aber einfach zu Fuß. Einen noch größeren Umweg wollte ich nicht in Kauf nehmen, immerhin war es schon 11 Uhr.
    Danach ging es dann auch zügig und sehr schön weiter. Die Sonne drückte mir ihren Stempel auf und ich bemerkte, was ich vergessen hatte: Eine Sonnenbrille. "Na gut, ist jetzt nicht so schlimm, die hol ich nach.", dachte ich mir .... aber es wurde noch schlimmer. Gegen halb eins passierte ich den Ort Ausacker. Gleich nach dem Ortsausgangsschild ging es bergab, im wahrsten Sinne des Wortes. Der erste Kettenabsprung der Staffel erlebte ich und stellte dabei fest, dass ich auch mein Reperraturset vergessen hatte.
     


    Deutlich zu erkennen. Ein Glied schob sich über das andere. Hinten war die Kette abgesprungen und klemmte zwischen Rahmen und Schutzblech fest.

     

    Nach McGiver-Mannier versuchte ich die im Schutzblech klemmende Kette wieder los zu bekommen, doch sie weigerte sich sehr. Nach gut einer 3/4 Std. war sie endlich frei, meine Hände komplett eingesaut und ich bemerkte das Nächste, was ich zu Hause vergaß. Taschentücher und Feuchttücher. 

    Nein, nicht braun gebrannt. Auch hier danke ich Herrn Selbstauslöser für das Bild. 
     


    Die Opfer dieser Reperaturarbeiten: Eine Schraube die ich am Wegesrand fand, mein Kugelschreiber, der eigentlich für's Notieren gedacht war und ein Teil meines Rücklichtes, was beim umdrehen des Rades abbrach. Alle Dinge kamen mit ... zum nächsten Mülleimer.

     

    Endlich ging es wieder los. Doch meine Fahrt war nicht lang. Ca. 4 km vor Sörup der nächste Rückschlag. Der Hinterreifen verlor Luft. Dank eines Radlerehepaars konnte ich diesen aber wieder aufpumpen und ich nahm mir fest vor, den Reifen in Sörup dann zu flicken. Doch nur 500 Meter, nach dem ich den Reifen aufgepumpt hatte, verabschiedete der sich mit einem lauten Knall und riss dabei auch einen große Schlitz in den Mantel. Meine Begeisterung hilt sich in Grenzen. Bitte seht es mir nach, dass ich aufgrund dieser Tatsache dann auch kein Bild schoss, weil ich so Fuchsteufelswild war, dass der Panda sich sämtlichen Bambus in die Ohren gestopft hätte um meine Flüche nicht mit zu bekommen. 
    Ich brach also die Etappe ab, schob mein Fahrrad zum Bahnhof und fuhr nach Hause um das Fahrrad gegen mein Zweites auszutauschen. Die gesamten Sachen die ich erst vergessen hatte, rüste ich nun nach und hoffe, das ich morgen mit viel frischen Elan endlich durch fahren kann von Eckernförde nach Preetz. 
    Meinen nächsten Bericht dürft ich wahrscheinlich in 2 Tagen erwarten, dann hoffentlich kürzer und mit mehr schönen Radtour-Bildern.
    Bis dahin, euer Denis-C.

     

    P.S.: Da ich nun nicht mehr so koche, hier noch ein Bild vom kapputen Reifen:

Kommentare

15 Kommentare
  • Gluehwuermchen
    Gluehwuermchen Viel Glück für die nächste Strecke! Immerhin regt der Bericht einen zum lachen an, weil er lustig geschrieben ist. Auch wenn man wahrlich nicht in deiner Haut hätte stecken wollen ;o)
    22. Juli 2013
  • Morgentau
    Morgentau Oh oh, du tust mir echt leid.
    Aber danke, jetzt weiß ich, was ich auf keinen Fall vergessen sollte.
    22. Juli 2013
  • AliceimWunderland
    AliceimWunderland Super Start..aber wenn alles von Anfang an perfekt wäre, wäre es ja langweilig. Von jetzt an gehts nur noch Berg auf( sogar geographisch^^)...
    22. Juli 2013
  • KatevomDorf
    KatevomDorf du armer denis! erst alleine fahren müssen und dann auch noch das volle programm an pech, was man nur haben kann.
    ich hoffe ihr seit heute gut durch kiel und somit von Eckernförde nach Preetz gekommen. nach meienr rechnung und der erfahrung vom ...  mehr
    22. Juli 2013