Berichte

Vogelarten im Vergleich (II)

  • Die süße kleine Meise besucht uns jedes Jahr am Futterhäuschen oder badet sich im Teich vor unserer Tür. Ihr Gefieder hat viele verschiedene Farben und ihr Gesang ist leicht hoch, aber dennoch wunderschön.
    Wenn ich im Sommer nach der Arbeit in den Garten gehe und mich auf den Rasen lege, dauert es nicht lange und die neugierigen, aber scheuen Vögel setzen sich auf einen Gartenzaun und gucken einen mit schrägem Köpfchen an.
    Doch nicht jede Meise ist auch wirklich eine Meise. Die Schwanzmeise, die Bartmeise oder die Beutelmeise sind zoologisch betrachtet keine Meisen sondern gehören jeweils zu ihren eigenen Familien.

    Die bekannteste Meise bei uns ist und bleibt die Blaumeise. Man erkennt sie an ihrem blauen Häubchen auf dem Kopf, an ihrer gelben Brust und ihren weißen Umrandungen an den Augen. Besonders im Winter fällt sie uns sehr aus, denn man findet sie zu Haufen an unseren Meisenknödeln oder beim Kampf um Futter im Vogelhäuschen. Die Blaumeise ist auch in Amerika zu Hause und ernährt sich besonders und Laub- und Mischwäldern von Insekten und Spinnen.

    Ihr Hauptkonkurrent um Bruthöhlen und Nahrungssuche ist die deutlich größere Kohlmeise. Sie ist mit ihrem schwarzen Kopf, ihren weißen Wangen und einem gelbem Bauch deutlich unspektakulärer als die Blaumeise. Die Geschlechter unterscheiden sich hier durch einen Bauchstreifen, der sich ausschließlich bei den Männchen befindet. Die Kohlmeise ist mit ihren 13 – 15 cm Körpergröße, die größte und verbreitete Meisenart in Europa. Ihre Stimme ist hört sich in etwa so an: „zi-da-tit…zi-da-ti…zi-da-tit“. Wie die Blaumeise ernährt sie sich von tierischer Nahrung und brühtet in Höhlen oder Nischen.

    Die Haubenmeise finde ich persönlich am süßesten. Die kleine braune Meise mit ihrem schwarz- weißem Kopf ist dank ihrer Federhaube unverwechselbar. Sie ist ein Nadelwaldbewohner, aber siedelt auch in Parks oder Friedhöfen. Sie ist mit ihren 12 cm besonders in Mitteleuropa zuhause und ernährt sich hauptsächlich von Samen und anderen Hülsen. Das Weibchen legt 4–8 gefleckte Eier, die sie dann innerhalb von 13-16 Tagen ausbrühten. Die Aufzucht der Kleinen wird von beiden Eltern übernommen.

    Natürlich gäbe es noch einige Meisen, doch ich dachte mir, dass drei erst einmal ausreichen müssten. Ihr könnt mich, aber auch anschreiben, falls ihr wissen wollt, welcher Vogel das ist ;-).

    Wenn ihr Fragen habt meldet euch einfach bei mir.

Kommentare

4 Kommentare
  • Marcel
    Marcel Vielen Dank für Deine wunderbare Vogelreihe! Und diese Folge hat mir besonders gefallen, denn Meisen finde ich einfach total klasse.
    9. Juli 2013
  • Niiura
    Niiura Die Blaumeise kann man echt immer gut im Winter beobachten! Am Besten, wenn man ne Futter vorm Fenster hängen hat. Dann muss man dafür auch nicht in die Kälte;D
    9. Juli 2013
  • Jayfeather
    Jayfeather ich hab einen nistkasten für meisen im garten hängen. hab aber vergessen ob wir das loch jetzt für blaumeisen oder kohlmeisen ausgelegt haben:D
    bei uns sieht man beide arten relativ oft. aber die haubenmeise hab ich glaub ich noch nie gesehen..
    10. Juli 2013
  • isabella
    isabella beobachte doch mal das Loch.
    Vielleicht siehst du ja welches Tier da rein fliegt. Wenn du mir die Farbe nennst sag ich dir, welcher Vogel es ist;-)
    10. Juli 2013