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DeExtinction - Wird die Wiederbelebung ausgestorbene Tierarten bald möglich sein?

  • Im Jahr 1996 gelang es erstmals ein Tier zu klonen: das Schaf Dolly. Und die Forschung macht Fortschritte. Nun ist man fast so weit, ausgestorbene Arten klonen zu können und somit wiederzuerwecken – DeExtinction (Rückausrottung). 

    2003 schaffte es Alberto Fernández-Arias den Pyrenäensteinbock wieder auf die Erde zu holen, allerdings nur für 10 Minuten, dann starb das Tier an einem Lungenfehler. Die Grundlage für dieses Klonen war eine Gewebeprobe, die dem letzten Tier der Art, das im Jahr 2000 starb, entnommen wurde. Diese wurde in flüssigem Stickstoff konserviert, schließlich die DNA entnommen und in die entkernte Eizelle einer Ziege eingepflanzt, die dann die Schwangerschaft austrug.

    Doch nicht bei allen Tieren, die Forscher auf ihrer Liste für mögliche Deextinction-Kandidaten haben, ist die DNA so leicht herauszubekommen.

    Bei einem Mammut ist das deutlich schwieriger. Um die DNA zu analysieren verwendeten die Forscher Haare von zwei Wollhaarmammuts, die sie M25 und M4 nannten. Die Haare von M4 lagen rund 20.000 Jahre im Eis die von M25 rund 60.000 Jahre. Da Haare weniger von Bakterien und Pilzen verunreinigt sind, sind sie als Quelle ideal. Die Forscher versuchen die DNA zusammen zu puzzeln und haben laut Schätzungen schon 70% des Erbguts entziffert. Gelingt es ihnen die vollständige DNA zu entschlüsseln, so könnte man möglicherweise eine Elefantenkuh als Leihmutter benutzen und so die Vision ein Mammut wiederzuerwecken erfüllen. Doch bislang ist es nur eine Vision.

    Weitere Tiere, welche die Forscher wiedererwecken wollen sind der Auerochse, der Tasmanische Tiger, das Wollhaarnashorn, der Dodo, der Magenbrüterfrosch und die Wandertauben. Diese flogen früher in riesigen Schwärmen mit einer Länge von 600km und einer Breite von 1,5km über Nordamerika. 1914 starb Martha, die letzte ihrer Art im Cincinnati Zoo. „Innerhalb von 2 Jahrzehnten schrumpfte die Art von 5 Milliarden auf Null“, so Steward Brand, Mitgründer und Präsident der Long Now Foundation. Ein Forscher dieser Organisation, Ben Novak, will sie wiedererwecken, wofür er Gewebeproben von aufbewahrten Tieren aus Museen nimmt, um das Erbgut zusammen zu puzzeln. Dieses soll dann mit dem der Bindentaube, der Schuppenhalstaube  oder einer anderen nah verwandten Taubenart abgeglichen werden und die für Wandertauben spezifischen Sequenzen sollen dann eingesetzt werden, sodass Küken schlüpfen, die die Keimzellen von Wandertauben in sich tragen und aus deren Eiern, wenn sie sich fortpflanzen, Wandertauben schlüpfen. (siehe Grafik)

     

    Das Verhalten sollen die Tiere von eingefärbten Brieftauben erlernen, die ihnen den Weg in die Überwinterungsgebiete und die Flugrouten zeigen sollen. Doch wird das Täuschungsmanöver, wenn es gelingt die Tiere wieder zum Leben zu erwecken, funktionieren? Und wenn die Tiere wieder leben, was bedeutet das für das Ökosystem, das jetzt hundert Jahre ohne sie zurechtgekommen ist? Ist es wirklich sinnvoll Arten zurückzuholen? Oder könnte das, wie Stenley Temple, Professor an der University of Winsconsin-Madison, befürchtet von der „Priotität des Artenschutzes [...] das Überleben existierender Arten zu sicher“ ablenken?  Er meint: „Die Leute werden sagen: Warum sollen wir diese Art nicht aussterben lassen? Wie könne sie doch später zurückholen“.

    Was haltet ihr davon?

     

    Hier noch ein Video von einem Vortrag von Steward Brand über DeExtinction: (anschauen lohnt sich! J )

      

    Das Video ist allerdings auf Englisch. Hier noch mal mit Deutschen Untertiteln:

    http://www.ted.com/talks/stewart_brand_the_dawn_of_de_extinction_are_you_ready.html

     

    Quellen:

    <!--[if !supportLists]-->·      <!--[endif]-->Philip Bethge, Tanzpartner des Waldes, in: Der Spiegel, Nr.15/8.4.13, S.126+127

    <!--[if !supportLists]-->·      <!--[endif]-->http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/mammut-genom-erstmals-erbgut-einer-ausgestorbenen-tierart-entziffert-a-591482.html  (06.06.13 18:30Uhr)

    <!--[if !supportLists]-->·      <!--[endif]-->http://www.heise.de/tp/artikel/39/39026/1.html?zanpid=1773283420781605889  (06.06.13 18:50Uhr)

    <!--[ 

    Bildquellen:

    <!--[if !supportLists]-->·      <!--[endif]-->http://wissen.spiegel.de/wissen/image/show.html?did=91871182&aref=image053/2013/04/06/CO-SP-2013-015-0127-01-GR.JPG&thumb=false

    (06.06.13 19:00Uhr)

     

    <!--[if !supportFootnotes]-->

    <!--[endif]-->

    <!--[if !supportFootnotes]-->[1]<!--[endif]--> Zitat Stenley Temple in: Der Spiegel Nr.15/8.4.13, S.126+127 

    <!--EndFragment-->

Kommentare

17 Kommentare
  • Lukas96
    Lukas96 Ich finde das gibt es eien ganz große Ethische Frage. Wie wit darf der mENSCH in anderes leben eingreifen. Ihc finde die idee gut doch es fängt dann nur mit tieren an. deswegen bin ich dagegen
    15. Juni 2013
  • Lukas96
    Lukas96 Ich finde das gibt es eien ganz große Ethische Frage. Wie wit darf der mENSCH in anderes leben eingreifen. Ihc finde die idee gut doch es fängt dann nur mit tieren an. deswegen bin ich dagegen
    15. Juni 2013
  • Paulie
    Paulie ich finde auch man sollte zeit und geld in die NOCH lebenden tiere investieren. außerdem glaube ich nicht das es gut ist, die tiere zurückzuholen.. das ist evolution. Und meiner meinung nach ist der mensch ist nicht herrscher über alles. S...  mehr
    2. Juli 2013
  • Anastasia98
    Anastasia98 Ich denke wenn wir es schaffen ausgestorbene Arten zurückzuholen wird sich kaum noch jemand dafür einsetzen die Arten die es gibt, und vorallem auch deren Lebensräume, wie z.B. Regenwälder zu schützen, was dazu führen wü...  mehr
    7. Juli 2013