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Die Libelle in Zahlen- Bedrohte Wasserjungfer

  • 0 Arten der Libelle sind für den Menschen giftig. Auch der alte Glaube, Libellen können stechen, ist falsch. Der Biss einer festgehaltenen Libelle ist spürbar, aber nicht schmerzhaft. Außerdem greifen sie keine Menschen an. Sie gelten jedoch als neugierig und bestimmte Arten scheinen Wanderer sogar gern zu beobachten.

    1588 erhielt die Libelle ihren Namen. Rondelet schrieb in seinem Werk "L'histoire entière des poissons.": "Ein kleines Insekt könnte Libellula fluviatilis genannt werden, da sein Körperbau einem Meeresfisch ähnelt, der Zygaena oder Libella heißt." Vorher hießen diese Insekten Wasserjungfern, Schleifer oder Augenstecher.

    11 Monate leben die Winterlibellen - absoluter Rekord! Andere Libellen haben eine deutlich geringere Lebenserwartung von sechs bis acht Wochen. Einzig die Winterliebelle erlebt die kalte Jahreszeit im ausgewachsenen Zustand.

    4 Flügel hat die Liebelle, in zwei unabhängigen steuerbaren Paaren. Dadurch kann sie extrem wendig manövrieren, in der Luft "stehen". Einige Arten können sogar rückwärts fliegen.

    4700 Libellenarten sind bekannt, etwar 80 davon leben in unseren Gebieten. Sie haben eine Flügelspannweite von 20 bis 110 Millimeter, die Megaloprepus coerulatus bringt es sogar auf 190 Millimeter!

    90 Minuten kann die weibliche Gemeine Becherjungfer tauschen, um ihre Eier unter Wasser abzulegen. Andere Arten brauchen zur Eiablage bestimmte Pflanzen oder Torfmosse. Die Larven von Großlibellen nehmen Sauerstoff durch den Enddarm auf.

    66 % der etwar 80 heimischen Libellenarten gelten als gefährdet, 20 % davon sind vom Aussterben bedroht. Da sie für den Laien kaum voneinader zu unterscheiden sind, stehen alle Arten unter Artenschutz und dürfen nicht gefangen oder gar getötet werden.

    2004 wählte doe Goethe-Gesellschaft "Das schönste Wort" der deutschen Sprache. In der Kategorie "Vorschläge von Kindern" kam "Libelle" auf den ersten Platz.

    30000 Einzelaugen bilden bei einigen Arten die auffällig großen Facettenaugen. Damit hat die Libelle den vermutlich besten Sehsinn aller Insekten auf der Welt.

    50 km/h kann eine Libelle unter idealen Bedingungen fliegen. Damit bleibt sie innerorts noch unterm erlaubten Geschwindigkeitslimit - in einer 30er Zone müsste sie allerdings "bremsen":

    11 cm kann die Fliegelspannweite einer Mosaikjungfer betragen.

    70 cm konnte die Flügelspannweite einer Urzeit-Liebelle erreichen, die ein drittes, kleineres Flügelpaar besaß - vermutlich zur Stabilisation des Fluges. Sie lebte vor 350 Millionen Jahren.

    5 Jahre leben manche Libellenarten wie die Quelljungfer als Larven im Wasser bevor sie sich häuten. Andere wie die Frühe Heidelibelle dagegen nur 3 Monate. Am häufigsten ist ein Larvenstadium von ein bis zwei Jahren.

    Quelle: Land IDEE

Kommentare

4 Kommentare
  • Nugua
    Nugua Sehr interessanter Bericht und schöne Fotos.
    Also Libelle ist eindeutig ein viel schönerer Name als Augenstecher :)
    7. Juni 2013
  • Morgentau
    Morgentau @Tama: Seh ich genauso :)
    Danke für den tollen Bericht!
    7. Juni 2013
  • kubra.onal
    kubra.onal Ich verstehe gar nicht, wie man vor Libellen Angst haben könnte, schöner Bericht, der zeigt auch nochmal, wie besonders diese Tiere sind ...
    6. Juli 2013
  • Niiura
    Niiura Heute beim Praktikum haben wir auch Libellen beobachten. Schon interessant, was die da für Kunststückchen machen;)
    9. Juli 2013