Berichte

Die wilde Kost

  • Wenn ich so über die Wiese schaue, freue ich mich über die schöne grüne Farbe, die bunten Blüten, lila, weiß oder gelb, groß oder klein. Doch die meisten Pflanzen, die so vor unserer Haustür wachsen, sehen nicht nur schön aus, sondern schmecken auch gut!

    Letzten Samstag besuchte ich ein Wildkräuterseminar, welches von Heike König geleitet wurde. Sie selber ernährt sich nur von Rohkost.
    Zuerst zeigte sie uns eine Pflanze, die zumeist als Unkraut bekämpft wird: Giersch. Nachdem wir fleißig gesammelt hatten, pressten wir daraus Saft. Mein Geschmack war es ehrlich gesagt nicht, aber anderen Teilnehmern hat der Saft durchaus geschmeckt.
    Wir sammelten aber noch weitere Pflanzen. Bekannte wie Löwenzahn und Brennnessel und welche von denen ich noch nie gehört hatte, wie Gundermann, Japanischer Flügelknöterich und Mädesüß.

    Gundermann


    Am Ende des Tages erstellten wir uns daraus und aus weiteren Obst und Gemüse einen Wildkräutersalat. Die Mischung aus süßen Obst und den häufig etwas bitteren Kräutern hat überraschend gut geschmeckt. Sehr schön fand ich auch das Ritual,dass nachdem wir uns etwas von der Natur genommen hatten, wir auch wieder etwas zurückgeben, indem wie Samen in den Wald verstreuten.
    Jetzt eine Woche später gehe ich viel aufmerksamer durch die Natur und schaue immer wieder, ob ich die Pflanzen am Wegesrand erkenne.

    Das sieht nicht nur gut aus, sondern schmeckt auch toll!

    Warum Rohkost?
    Dass Vegetarische und Vegane Ernährung besser für die Natur und die Umwelt ist, ist ja bereits bekannt. Nach Heike König ist die Rohkost aber auch die beste und natürlichste Nahrung für uns Menschen.
    Darüber gibt ihr eigenes Buch Auskunft:
    So stecken in den wilden Pflanzen wesentlich mehr Nährstoffe, als in unseren Kulturpflanzen. So könne man zum Beispiel über die Pflanzen, sowie Soja, Reismilch und Spirulina genug Vitamin B 12 speichern. Zuviel gekochte Nahrung und tierisches Eiweiß verhindern dies aber.
    Allgemein ähnele unsere Nahrung der von Primaten und müsste zu 80% aus Früchten, zu 15% aus Wildgemüse und Wurzeln und zu 5% aus Nüssen und Samen bestehen. Letztere müssten jedoch auch eingeweicht werden, da sie sonst verdauungshemmend wirken würden.

     

    Ich selber ernähre mich noch „ganz normal“, könnte mir aber vorstellen später weitestgehend vegan zu leben.
    Noch bin ich mir allerdings nicht sicher, was ich von der Rohkost halten soll. Was meint ihr dazu?
    Ich meine, wenn jeder zum Beispiel Wildkräuter sammeln würde, gäbe es ja gar nicht genügend.

Kommentare

8 Kommentare
  • midori
    midori Wir haben das beim WWF Jugend Redaktionstreffen ausprobiert und ich war da echt begeistert! Wenn ich das nächste Mal durch unseren Garten schlendere, werd ich auch etwas pflücken und an den Salat schnippeln. Bin mal gespannt, was meine Eltern da...  mehr
    26. Mai 2013
  • killerwal
    killerwal ja, ich finde es echt toll das es solche leute gibt. ich könnte mir das aber auch nicht so vorstellen. in der buchhandlung habe ich mal ein buch mit rohkostgerichten durchgeblättert und das waren echt nur so kleine protionen. ich denke ja das ma...  mehr
    27. Mai 2013
  • isabella
    isabella Oh lecker:-)
    Ich habe mal so ne Kräuterwanderung mitgemacht, die war toll:-)
    Und danach gab es Wildkäutersuppe-, Wildkräutercremen, Wildkäuterbrot :-D

    Das war soooo lecker:-)
    28. Mai 2013
  • Nugua
    Nugua Danke für den Bericht. Ich habe jetzt auch voll Lust, so ein Wildkräuterseminar zu besuchen. Muss mich gleich mal erkunden, was da so bei mir in der Umgebung angeboten wird.
    Der Wildkräutersalat sieht echt richtig lecker aus :)
    28. Mai 2013