Berichte

Wenn Roboter einen Teil der Natur ersetzen (müssen)

  • „Summ, summ, summ! Bienchen summ herum!
    Ei, wir tun dir nichts zuleide,
    flieg nur aus in Wald und Heide!
    Summ, summ, summ! Bienchen summ herum!“

    Gut möglich, dass kommende Generationen beim Summen dieses Liedes nicht mehr an die gelb-schwarz-gestreiften Beinen denken oder an Biene Maya, sondern an „Robo-Bee“. Wer  oder was „Robo-Bee“ ist? Das erste fliegende Roboterinsekt von der Größe einer Hausfliege und vielleicht sogar ein Retter der Menschheit und Pflanzen. 

    Entwickelt wurde „Robo-Bee“ von Forschern der Harvard School of Engeneering and Appied Sciene.  Seit 10 Jahren basteln die Forscher an der Roboterbiene rum, welche ursprünglich für Überwachungsmöglichkeiten, Rettungseinsätze und die Suche von Personen entwickelt wurde. Doch aufgrund des drohenden Problems des Bienensterbens  soll „Robo-Bee“ auch zum Bestäuben von Blüten eingesetzt werden sollen. Die Roboterbiene wiegt 80mg und schlägt 120x mit den Flügeln in der Sekunde. Ganz fertig entwickelt ist sie allerdings noch nicht. Noch fehlt es an einer geeigneten Batterie, die leicht genug ist, sowie ein „Computer-Hirn“. Der Energieverbrauch von „Rob-Bee“ entspricht dabei übrigens ungefähr dem Energieverbrauch der meisten echten Insekten.

    Die weltweite Wirtschaftleistung der Biene und anderer blütenbestübender Insekten beträgt  ca. 153 Millionen Euro! Zudem ist die Honigbiene das drittwichtigste Nutztier (nach Rind und Schwein) in Deutschland.

    80% der Wildpflanzen, wie Himbeeren, Brombeeren, Hagebutte und Faulbaum, sind auf die Insektenbestäubung angewiesen

     

     

    Sollte nun das Bienensterben trotz Pestizidverbotes (Pestizide sind einer der Gründe für das Sterben der Bienen) weiter voranschreiten – was eine Kataststrophe wäre – könne „Robo-Bee“ Abhilfe schaffen. Schon Albert Einstein hat erkannt wie wichtig die Bienen für unser Überleben auf der Erde sind.

    „Wenn die Biene einmal von der Erde verschwindet, hat der Mensch nur noch 4 Jahre zu leben. Keine Bienen mehr, keine Bestäubung mehr, keine Pflanzen mehr, keine Tiere mehr, keine Menschen mehr.“ 

    - "Summ, summ, summ! Bienchen summ herum! Such in Bluemen, such in Blümchen dir ein Tröpchen, dir ein Krümchen! Summ, summ, summ! Bienchen summ herum!" - 

    Durch das Bestäuben von Bienen reifen nicht nur Äpfel und Kirschen heran, sondern es sichert auch das ökologische Gleichgewicht. Die Erträge von vielen Nutzpflanzen sind stark von der Insektenbestäubung abhängig und steigert diese enorm.

     

     

    Doch „Robo-Bee“ kann wirklich nur als Zusatzhilfe dienen  – ein kompletter Ersatz scheint nicht möglich zu sein. Alleine für einen einzigen Apfelbaum werden sehr viele Bienen benötigt und in einem Bienenstock wohnen alleine 60.000 bis 80.000 Bienen, wie der Präsident des österreichischen Imkerbundes, Johann Grauscher, erläuterte. 

    Durch eingeschränkten Lebensraum, Pestizideinsätze und die Umwletverschmutzung verkleinern sich die Bestände von den Bienen, Hummeln, Wildbienen und Schmetterlingen stetig. Die daurch entstehende abnehmende Blütenbestäbung sorgt dafür das manche Sträucher und Bäume keine Früchte bilden können und das wiederum gefährdet z.B. das Überleben vieler Vogelarten im Winter, die sich von Wildfrüchten ernähren. Daher ist die Biene für die Stavilität des Ökosystems und die Vielfalt der Wildflora von großer Bedeutung!

    Hier könnt ihr euch erste Flugversuche von "Robo-Bee" ansehen:

    Link zum Viedeo auf Youtube

    Quellen: Bienenbedeutung, Robo-Bee, Bilder wikimedia commons

Kommentare

10 Kommentare
  • lotte98
    lotte98 na ja echt schade, dass es so weit kommen muss dass sogar die bieden durch roboter ersetzt werden :( aber wenn es wirklich keine anndere lösung mehr gibt
    18. Mai 2013
  • Carina
    Carina Danke fürs Nachsehen, Lou! :)
    21. Mai 2013
  • Makanie
    Makanie Das ist doch gestört! anstatt sich mit der Forschung von diesen Scheiß-Geräten zu beschäftigen, sollten sie vielleicht lieber mal überlegen, wie sie die Bienen retten können!!!!
    25. Mai 2013
  • Makanie
    Makanie Ach ja...das gibt außerdem noch ein bisschen mehr schlecht abbaubaren Müll !
    25. Mai 2013