Berichte

Weiche Stifte, weiche Knie

  • Auf dem riesigen Globus in der Jugendherberge Frankfurt checken Silke, Oliver und Janine nochmal die Route. Morgen früh geht's los: Frankfurt - Zürich, Zürich - Yaoundé, Yaoundé - Ungewissheit. Von der Hauptstadt Kameruns wird es mit Jeeps nach Dzanga-Sangha gehen. Zuvor überqueren die drei aber erstmal die Alpen, das Mittelmeer und schließlich die Sahara.

    "Das wird bestimmt krass", vermutet Oliver. "Über der Wüste wird es wohl kein Wölkchen geben. Wie das wohl von oben aussehen wird..." Eins steht fest: Mit Sicherheit sehr viel eintöniger als der Regenwald, der sie dann in Zentralafrika erwartet. Vor Jahrzehnten sprachen Reisende noch von der "grünen Hölle", aber für das WWF-Team ist es eine Expedition in eines der letzten großen Naturwunder unserer Erde. Dzanga-Sangha ruft!

    "Ich hab sogar an die weichen Bleistifte gedacht", freut sich Silke. Mit denen lässt sich bei hoher Luftfeuchtigkeit, wenn sich der Block langsam vollsaugt, viel besser auf Papier schreiben als mit harten. Und Janine legt große Erwartungen in ihr Gaffa-Tape: "Das kann man überall brauchen. Es gibt nichts, was man nicht damit reparieren kann!" Außerdem hat sie sich noch schnell am Frankfurter Flughafen ein kleines Französisch-Wörterbuch gekauft. Schließlich sprechen die Menschen in Kamerun, der Zentralafrikanischen Republik und den Kongolesischen Staaten vor allem die Sprache unseres Nachbarlandes.

    Es ist schön, die Gruppe nochmal vor ihrem Abflug zu treffen. Alle Themen kommen nochmal auf den Tisch: Malariamittel schon jetzt nehmen, oder erst dann, wenn Fieber aufkommen sollte? Welche Gefahren erwarten die drei? Wie wird das sein mit dem berüchtigten 'Kulturschock'? Wie aussichtsreich ist unsere Mission? Können wir tatsächlich etwas bewirken? Ja, das können wir!

    Die Stimmung ist aufgeladen - irgendetwas zwischen aufgeregt und gut gelaunt... Beim Gedanken an große Maden und Schlangen werden zwar die Knie etwas weich, doch die Vorfreude auf die intensive Zeit überstrahlt alles. Langsam wird allen klar, was jetzt kommen wird. "Kein Telefon für Tage, kein Unistress mehr", freut sich Oliver. Aber er betrachtet Dzanga-Sangha nicht als Auszeit. Ganz im Gegenteil: In den nächsten Wochen wird jede Konzentration, jede Kraft und jeder Gedanke für die Zukunft des Regenwaldes bestimmt sein. Die Gruppe vergleicht das Gewicht ihrer Rucksäcke - passt. Auch die neuen regenwaldtauglichen Schuhe sitzen bequem. Taschenmesser, Glücksbringer und Kameras sind eingepackt, der Visumsstempel im Reisepass noch ganz frisch. Es kann losgehen!

    Eine große Bitte haben die drei noch an mich: "Bitte schreibe, dass wir alle ganz doll grüßen! Danke, danke, danke für eure tolle Unterstützung! Bleibt uns treu, denn jetzt beginnt unser Projekt! Bleibt dran, denn wir werden unser Bestes geben, um für euch zu berichten!" OK, den Wunsch hätte ich hiermit erfüllt ;) Gute Reise, Janine, Olli und Silke. Viel Glück!

Kommentare

6 Kommentare
  • Fredi
    Fredi da kann ich simon nur recht geben...
    6. November 2009
  • Maikaefer
    Maikaefer Glückliche, gespannte und aufgeregte Regenwaldbotschafter - aber unendlich HÄPPY!! Viel Erfolg!!
    6. November 2009
  • Pusteblume
    Pusteblume Es geht los, es geht los, es geht los!!!!!! Yeah yeah !!
    6. November 2009
  • anni52
    anni52 toi toi toi, ich freue mich zu lesen und zu hören, was im Regenwald so alles los ist!!
    7. November 2009