Berichte

Ein Aufruf an die Menschheit

  • Wir Menschen haben in der Geschichte viele Fehler gemacht. Früher war die Welt besser. Früher, als wir Menschen uns noch friedlich mit den Tieren und Pflanzen die Erde teilen konnten. Früher, als wir Menschen noch auf der gleichen Ebene, wie die Tiere standen und wir uns nicht für etwas Besseres hielten. Nicht lange gaben wir Menschen uns damit zufrieden, nur einer von vielen zu sein. Wir entwickelten unsere, von der Natur gegebene, Intelligenz weiter und „stolperten“ Hals über Kopf in unsere „Blütezeit“ hinein. Wir entwickelten das Bewusstsein, dass wir intelligenter waren, als andere Lebewesen und aus dem Bewusstsein wurde Arroganz. Wir fingen an unsere Intelligenz zu nutzen, entwickelten Werkzeuge und Waffen, entdeckten Kräuter zur Heilung Kranker und bildeten ein komplexes soziales System aus. Wir schufen das Fundament unseres heutigen Lebens. Doch auch damit gaben wir uns nicht zufrieden, nicht, wenn die Werkzeuge noch zu optimieren waren, die medizinischen Behandlungen noch verbessert werden konnte und das Sozialleben noch weiter auszubauen war. Der Ehrgeiz war geboren, der uns viele Siege einbrachte und Türen in neue Welten öffnete, uns aber auch immer rücksichtsloser und egoistischer machte. Unsere Art vermehrte sich aufgrund der neuen Erkenntnisse und Erfindungen immer mehr und bald hatten wir die ganze Welt bevölkert und lernten, uns daraus unseren Nutzen zu ziehen. Wir begannen Wälder abzuholzen, Städte zu errichten und um unser eigenes Land zu kämpfen. Doch die Bevölkerung wuchs, der Platz wurde immer kleiner, die Kriege erbitterter. Wir verlernten uns gegenseitig zu respektieren und tolerieren, das Materielle hingegen wurde uns immer wichtiger. Die Schuld unserer Probleme schoben wir schon immer den anderen zu. So mussten Gott oder Minderheiten, wie die Juden, für unsere Fehler geradestehen. Stetig wuchs der Egoismus und machte uns letztendlich blind für unsere Taten.
    Wo hat das hingeführt? Wo stehen wir heute? Wir stecken bis zum Hals in unserem Müll, unseren Fehlern und unseren Problemen fest, in denen wir jeden Moment zu ersticken drohen. Über die ganze Welt verteilt leben heute über 7 Milliarden Menschen und noch immer steigen die zahlen unaufhörlich an. Sehr viele von uns leben in Armut und müssen jeden Tag um ihre Existenz kämpfen. Wir, die Reichen, sitzen hier in unserer Seifenblase, werden von Tag zu Tag reicher und machen die armen von Tag zu Tag ärmer. Wir wenden den Blick von der Wahrheit ab, starren nur auf die bunten Fassaden, die wir uns aus purer Angst vor der Wahrheit erbauten und reden uns die Welt schön. Die Wahrheit verschwimmt währenddessen dahinter zu einer milchigen Suppe, von der wir uns immer weiter abzuschotten versuchen. Die Wahrheit ist, dass die Ressourcen immer knapper werden und die Zahl der Hungernden wachsen wird. Wir werden schon 2050 die 10 Milliardenmarke geknackt haben und müssen zusehen wie der Platz immer enger wird. Wir werden weiterhin Tierversuche durchführen, weil wir denken, dass Tiere weniger leiden, als Menschen und weil uns die Gefühle der Tiere gleichgültig sind. Wir werden auch in Zukunft Kriege führen um Besitz und Religionen. Wir werden die Urwälder noch weiter zurücktreiben, um Platz zu gewinnen, dabei werden wir den Lebensraum vieler Tiere zerstören und damit auch ihre Existenz. Wir werden die Erderwärmung weiter vorantreiben, die Pole werden schmelzen, der Meeresspiegel wird ansteigen und auch daran werden viele Tiere und Menschen ihr Leben verlieren. Schon bald wird das Ursprüngliche und Schöne ganz verschwunden sein, denn es muss Platz gemacht werden für das vom Menschen erschaffene und den Menschen selber. Wir denken, wir seien die besten Erfinder und Entwickler, zerstören die Natur und übersehen, dass eben diese viel Genialeres geschaffen hat, als wir jemals erschaffen können. Wir haben den Blick für die wirklichen Werte verloren und erweisen der Natur nicht ihren verdienten Respekt. Irgendwann werden wir dastehen, uns in unser zerstörten und verseuchten Heimat umsehen und uns fragen, warum wir nicht früher etwas geändert haben, als es noch nicht vollends zu spät war und das Chaos noch nicht die bittere Gegenwart war.
    Ja wir sind die intelligentesten Lebewesen, aber was nützt uns das, wenn wir unsere Intelligenz nicht richtig anwenden können und im wahren Leben gerade daran scheitern? Ob wir einfach nur ein großer Fehler in der Evolution sind, ein gescheiterter Versuch der Natur oder ob wir positiv in Erinnerung bleiben wollen, das entscheiden wir letztendlich selbst. Noch haben wir die Möglichkeit dazu, doch je mehr Zeit wir vergeuden, desto kleiner wird die Chance sein, letzteres zu erreichen. Wenn wir nicht bald etwas ändern, werden wir das größte Massensterben der Weltgeschichte weiter vorantreiben, würden selber daran zugrunde gehen und nur unseren Müll zurücklassen. Vielen Schwierigkeiten haben wir bisher getrotzt, viele Hürden überwunden, aber an uns selber könnten wir scheitern. Irgendwann stirbt jede Art aus, ob nun durch eine Naturkatastrophe, Fremdeinwirken und Ausrottung oder durch eigenes Verschulden und Versagen, eines ist sicher: Erfolgsmodelle überleben länger. Es liegt jetzt an uns zu beweisen ob wir Erfolgsmodelle sind oder nicht. Wenn wir aussterben, werden neue Lebewesen entstehen, die Welt erobern und wir würden schon sehr bald in Vergessenheit geraten.
    Aber es ist noch nicht zu spät. Wenn wir es schaffen uns als große Einheit den Problemen der Welt zu stellen, können wir uns noch retten. Wir müssen lernen die Natur und die Artenvielfalt der Erde zu schützen und zu erhalten, denn ohne Natur gehen wir selbst zu Grunde. Wir müssen lernen, in Frieden miteinander zu leben, denn Kriege rauben uns Kraft, die uns an anderen Stellen fehlt. Ebenso fehlt es uns an mutigen Menschen, die uns anleiten. Irgendwo da draußen gibt es diese Menschen, aber wir müssen endlich anfangen ihnen Gehör zu schenken. Wir müssen jetzt alle aktiv werden und lernen mit Stolz unseren Blauen Planeten zu schützen, bevor es zu spät ist!
    „You may say I`m a dreamer, but I`m [hopefully] not the only one, I hope some day you`ll join us and the world will live as one” (Imagine: John Lennon)

Kommentare

10 Kommentare
  • IsabelB
    IsabelB Ich sehe das genauso wie du.

    Die vielen Urvölker dieser Erde wie zum Beispiel die Indianer in Nord- und Südamerika oder die Pygmäen in Afrika wissen, wie man mit der Natur umgehen muss. Und auf ihnen lastet auch nicht dieser psychische Dr...  mehr
    25. April 2013
  • Sandsturm
    Sandsturm Du bringst es in einem sehr schön geschriebenen Text auf den Punkt!
    25. April 2013
  • Kerstin
    Kerstin Wow, dieser Bericht hat mich total mitgerissen. Ich wünschte ich könnte auch so schreiben. Dem Teil mit der Intelligenz kann ich echt nur zustimmen.
    Vielen Dank für den Artikel :-)
    25. April 2013
  • Monamona
    Monamona Super Bericht, auch wenn ich ihn erst so spät lese! Vor allem der Satz "Vielen Schwierigkeiten haben wir bisher getrotzt, viele Hürden überwunden, aber an uns selber könnten wir scheitern." hat mich sehr berührt. Danke!
    28. Juli 2013