Berichte

Sumatra - Eine letzte Zuflucht wird zerstört

  • Und mal wieder einer von vielen Berichten über die Zerstörung der letzten Urwälder die noch nicht unter Naturschutz stehen. Diesmal geht es nach Sumatra. Dort campieren einige verzweifelte Aktivisten im Urwald, um die drohende Zerstörung der Sümpfe in Sumatra durch den indonesischen Holzkonzern Sinar Mas aufzuhalten. Eine wohl aussichtslose Aktion, die einfach von den Großen dieser Welt ignoriert werden. Und das alles so kurz vor dem Klimagipfel. Ein Urwald stirbt für Papier...und mit ihm Tierarten die bis dato vom Aussterben bedroht sind - Stichwort Sumatra-Tiger!

    Zudem soll der Urwald per Brandrohdung nutzbar für die Palmölplantagen gemacht werden. "Bio"diesel sei dank!

    Wie weiter in dem Bericht auf der Internetseite des Spiegels zu lesen ist, sind das gerade mal die kleinsten Schäden bzw. die lokalsten. Denn das Sumpfgebiet beinhaltet einen stark torfhaltigen Boden. Dieser dient der Natur als gigantischer Kohlendioxid-Speicher (14,6 Gigatonnen Kohlenstoff im Torfboden gespeichert)!

    Neben den USA und China ist auch Indonesien unter dem Podest auf Platz drei der größten Produzenten von Kohlendioxid. Ein Großteil davon sind Folgen von Brandrodungen und Trockenlegungen.

    Korrupte Politiker und gierige Konzerne sind dafür verantwortlich. Allerdings auch indirekt auch wir Europäer. Da wir den vermeindlichen "Biodiesel" tanken, welcher mit Palmöl versetzt ist, fördern wir dort den Kahlschlag enorm.

    Aber was erzähl ich hier eigentlich, ist doch alles altbekanntes. Die Menschen wollen neue Themen und haben genug vom Klimwandel. Lieber etwas positives. Und warum was ändern, wenn andere Länder nicht mit ziehen?

    Na dann, gutes Gelingen!

     

    Link zum Artikel: http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,658179-2,00.html

     

Kommentare

1 Kommentar