Berichte

Ashley fragt den WWF (3)

  • Heute: Klimabewusste Ernährung

    Hi, hier ist wieder Ashley. Ich finde es ziemlich schwierig, mich bei meinem "Musikerleben" ausgewogen zu ernähren - Tankstellen, Bahnhofskiosks und Tour-Catering sind zu meinem Alltag geworden, wenn es ums Essen geht. Ich habe mich dafür entschieden, das zu ändern und mich künftig mit einem höheren Bewusstsein für meine eigene Gesundheit - aber eben auch für die Lebensbedingungen von Tieren und für unser Klima - zu ernähren. In letzter Zeit wird mir immer deutlicher bewusst, welche Auswirkungen der menschliche Konsum auf die Umwelt hat. Aus diesem Grunde würde ich gerne mehr darüber erfahren und lernen, wie ich mich gesünder und nachhaltiger ernähren kann, wenn ich unterwegs bin.

    Vielleicht hat ja jemand einen Tipp oder Vorschlag, auf was ich achten sollte. Was könnte ich die Food-Caterer über das Essen fragen, mit dem sie mich unterwegs verpflegen? In welchen Ländern wird eher auf einen umweltbewussten Umgang mit Lebensmitteln geachtet? Und sollte man überhaupt kein Fleisch mehr essen?

    Eine erste Antwort für Ashley hat Tanja, Expertin für Klimaschutz und Ernährung beim WWF:

    Lieber Ashley, Caterer haben zahlreiche Möglichkeiten, ihr Essen nachhaltiger zu gestalten. Sie können beispielsweise insgesamt weniger Fleisch anbieten und dafür mehr leckere vegetarische Gerichte - das kann mindestens genauso kulinarisch spannend sein! Es ist de facto so - jedes Gramm Fleisch weniger ist aktiver Klimaschutz. Allein 70 Prozent des CO2-Fußabdrucks unserer Ernährung ist auf tierische Produkte zurückzuführen. Allein 40 Prozent nur auf Fleisch.

    Du fragst nun zu Recht - "Darf ich nun gar kein Fleisch mehr essen?" Ich würde dir raten, wenn Fleisch, dann gutes! Am besten für die Umwelt, Klima und Artenvielfalt ist es, wenn das Fleisch aus ökologischer Tierhaltung oder aus Weidehaltung stammt. Weiterhin solltest du auf Fleisch verzichten, das aus einer Tierhaltung stammt, in der Sojaschrot verfüttert wird. Um z.B. ein Kilo Geflügelfleisch zu erzeugen wird durchschnittlich ein kg Sojaschrot verfüttert. Der Haken ist: Das verfütterte Soja kommt fast ausschließlich aus Südamerika. Allein für 2013 wird eine Ausweitung der Soja-Anbauflächen in Brasilien von ca. zwei Millionen erwartet. Dafür wird meist wertvoller Regenwald abgeholzt - zu Lasten der Artenvielfalt und des Klimas.

    Lieber Ashley, mein Tipp an Dich - ernähre dich auf Tour lieber ohne Fleisch - oder frage wenn möglich den Tour Caterer, ob er Bio- oder Neuland-Fleisch verwendet.

    Viel Erfolg! Viele Grüße,
    Tanja

    Und ihr? Habt ihr weitere Tipps für Ashley? Schreibt sie hier auf per Kommentar!

    Hier geht's zur letzten Folge: Reisen und Mobilität

Kommentare

3 Kommentare
  • Carina
    Carina Was ich letztens irgendwo gelesen habe und gut zu wissen fand: Tiefgekühltes Gemüse ist nicht klimaschädlicher als frisches. Das haben irgendwelche Wissenschaftler rausgefunden. Und ich find\'s schön mit gutem Gewissen TK-Gemüse k...  mehr
    18. März 2013
  • Chamaeleonmuetze
    Chamaeleonmuetze Ich liebe den Song zur Earth hour... "Turn down the city lights"...so ein richtiger Ohrwurm...danke Ashley *_*
    21. März 2013
  • Saskia74
    Saskia74 der bericht ist gut geschrieben:) und ein schönes Thema dazu:)
    25. März 2013