Berichte

Historische Ergebnisse in Bangkok

  • Jubiläums-Artenschutzkonferenz gibt Vorfahrt für Umwelt- und Naturschutz

    Am Ende der Artenschutzkonferenz CITES gibt es ein positives Fazit. Nach einem Jahrzehnt des Stillstands haben sich endlich in breitem Stil Umwelt- und Naturschutzziele gegenüber kommerzieller Ausbeutung durchgesetzt! Wie ihr in den letzten Tagen schon mitbekommen habt, haben besonders verschiedene Haiarten und Mantarochen profitiert, deren Schutzanträge in den vergangenen Jahren mehrfach in der allerletzten Minute gekippt worden waren.

    Volker Homes © David Biene / WWF„Dies ist ein historischer Moment. Nach vielen Jahren mit schwachen Ergebnissen freuen wir uns über dieses Geburtstagsgeschenk zum 40. Jubiläum des Artenschutzübereinkommens“, sagte Volker Homes, Artenschutzexperte des WWF vor Ort in Bangkok. Auch ist es erfreulich, dass auch stärkere Schutzmaßnahmen für die charismatischen Flagschiffarten Elefanten, Nashörner, Tiger und Menschenaffen beschlossen wurden.

    Zu den Haien: Heringshai, Weißspitzen-Hochseehai, drei Hammerhaiarten und Mantas wurden mit einer klaren Zweidrittelmehrheit auf Anhang II des Artenschutzabkommens aufgelistet. Sie dürfen damit nur noch unter strengen Auflagen gehandelt werden. Auch wurde eine Sägefischart in die höchste Schutzkategorie aufgenommen!

    Breitmaulnashorn © Michael Poliza / WWFElefanten, Nashörner, Tiger und Menschenaffen stehen schon lange unter Artenschutz. Die aktuelle Wildereikrise zeigt jedoch, dass dieser Schutz alleine nicht reicht. Der illegale Handel mit diesen Arten hat sich zu einem Verbrechen globalen Ausmaßes entwickelt. Das haben nun endlich auch die CITES-Mitgliedsstaaten erkannt: Nie zuvor war der Ruf nach Sanktionen für Nichteinhaltung der Konferenzbeschlüsse so laut wie auf der diesjährigen Zusammenkunft. Vielen Herkunfts-, Transit- und Abnehmerländern, darunter Gastgeberland Thailand, China und Kenia, wurden nun die „Daumenschrauben“ angelegt: sie müssen sich nun deutlich stärker für den Schutz der bedrohten Tiere einsetzen. Gegen Guinea wurden sofortige Sanktionen eingeleitet, da das Land mehrfach mit bedrohten Menschenaffen gehandelt hatte.

    Im Fall der Nashörner sind Vietnam und Mosambik als Haupttreiber der Wilderei. Denn laut vietnamesischem Aberglauben hilft gemahlenes Horn gegen Krebs und Kater. Mozambik, das an den Krüger Nationalpark angrenzt, in dem weltweit die meisten Nashörner leben, gilt als eines der Hauptschmuggelländer. Beiden Ländern drohen nun Handelssanktionen, wenn sie innerhalb des nächsten Jahres nicht entschieden der Wilderei entgegentreten!

    Bilder Elefanten © Michael Poliza; Volker Homes © David Biene / WWF; Breitmaulnashorn © Michael Poliza / WWF

Kommentare

4 Kommentare
  • Lillian
    Lillian Es freut mich sehr, dass durch die Artenschutzkonferenz so ein guter Schritt bewirkt werden konnte!!
    14. März 2013
  • Helen1698
    Helen1698 Das ist doch schonmal ein guter Anfang, jetzt kann man nur hoffen, dass alle Beschlüsse auch wirklich etwas bringen!
    14. März 2013
  • Ronja96
    Ronja96 Das ist wirklich gut.
    Hoffen wir mal, dass sich China, Thailand und Kenia auch wirklich mehr einsetzen.
    14. März 2013
  • Franzichen
    Franzichen Hoffen wir mal das sich die Situation wirklich bessert! Aber ein guter Anfang ist das alle mal ..naja schauen wir mal wie des sich so entwickelt :)
    14. März 2013