Berichte

Aussitzen is nich!

  • "Business as usual" - weitermachen wie gehabt im Kontext der globalen Erwärmung - das bedeutete mindestens plus drei Grad Celsius bis zum Jahr 2100 im globalen Durchschnitt.

    Die Folgen wären zum einen ein massiver Rückgang der Gebirgsgletscher. Gletscher dienen vielerorts als Wasserspeicher für Landwirtschaft und Trinkwasserversorgung. Bleibt das Wasser aus, sind viele Millionen Menschen durch Wassermangel bedroht (z.B.: in Perus Hauptstadt Lima).

    In anderen Teilen der Erde, genauer gesagt, auf vielen kleineren Inseln und in Küstennähe sind viele Menschen wiederum durch zu viel Wasser bedroht, denn eine Veränderung der Eismassen der Erde (nicht nur der Gebirgsgletscher, sondern auch des arktischen Meer-Eises und der Eisschilde in Grönland und der Antarktis) führt zum Anstieg des Meeresspiegels und zum Verschwinden von Landboden.

    Zu viel oder zu wenig Wasser - das wird man im Fall von plus drei Grad und darüber auch bei der Zunahme von Wetterextremen beobachten: Unberechenbarer Starkregen und plötzliche Überschwemmungen auf der einen Seite und Dürren und lang anhaltende Trockenperioden auf der anderen Seite korrelieren ganz eng mit Ernteverlusten und Trinkwasserknappheit.

    Manche Menschen neigen dazu, die Folgen des Klimawandels, wie z.B.: die Überschwemmung der Felder im Sommer 2010 in großen Teilen von Mecklenburg Vorpommern, einfach auszusitzen:
     

    Wir sind der Meinung: Aussitzen is nich! Wir sollten von vornherein alles unternehmen, dass das Szenario von 3 Grad Celsius plus im Jahr 2100 gar nicht erst eintritt. Denn eins ist gewiss: Konflikte, gar Kämpfe um Wasser stehen dann auf der Tagesordnung. Um das zu verhindern, hat der WWF das „Modell Deutschland. Klimaschutz bis 2050 – vom Ziel her denken!“ erstellt. Darin gibt es ganz konkrete Lösungsvorschläge, wie wir es in Deutschland schaffen, bis zum Jahr 2050 die Treibhausgase um 95% zu reduzieren, um so eine globale Erderwärmung um über 2 Grad Celsius im Vergleich zum vorindustriellen Niveau zu verhindern.

    Ihr dürft gespannt sein, an welchen technischen Innovationen die 20 TeilnehmerInnen des 2°Campus diesmal forschen, um das Modell Deutschland vom Papier in die Forschungspraxis zu transportieren. Los geht es am 24. März. Wir freuen uns auf Eure Kommentare und Fragen!

    Eure Ivonne vom WWF Team

    Bilder: Aussitzen © flick via cc_Andreas Kollmorgen; Dürre © flickr via cc_schorsch; Wasser © flickr via cc_FrauSchütze
     

Kommentare

4 Kommentare
  • micah
    micah Cooles Video! :)
    8. März 2013
  • lolfs
    lolfs Ich finde den Spot auch richtig gut und aussagekräftig.
    8. März 2013
  • Stoffie
    Stoffie bin ja mal gespannt was ihr da alles schönes zu berichten habt! :)
    8. März 2013
  • Sunlight
    Sunlight Gutes Video und ich bin auch schon sehr gespannt, wie dieser Durchlauf des 2°Campus wird!!
    8. März 2013