Berichte

Stiftung "Lebensraum Elbe"

  • Der Hamburger Senat hat eine neue Stiftung auf den Weg gebracht: Lebensraum Elbe. „In der Stiftung arbeiten Stadt, Hafen und Naturschutz erstmals eng zusammen, um den ökologischen Zustand der Elbe zu verbessern. Mit einer langfristig angelegten Strategie sollen Lebensräume für Tiere und Pflanzen an und in der Elbe erhalten, verbessert oder wiederhergestellt werden. Mit der neuen Stiftung schaffen wir zum ersten Mal eine Einrichtung, die dieses Ziel aktiv, über längere Zeit und mit Kapital ausgestattet verfolgt“ , so Umweltsenatorin Anja Hajduk.

    Die „Stiftung Lebensraum Elbe“ soll neue Flachwasserbereiche schaffen, Wattflächen erhalten und entwickeln, alte Elbarme und Nebengewässer wieder tideoffen an die Elbe anbinden und ihre Durchströmung verbessern sowie Vorlandflächen und Ufer wieder naturnäher gestalten. Weiter sollen die Entwicklung einer natürlichen Dynamik von Ebbe und Flut gefördert und durch verringerte Bewirtschaftung oder durch Nutzungsaufgabe im Vorland die Lebensräume für eine vielfältige und Elbe-typische Tier- und Pflanzenwelt erhalten und verbessert werden.

    Als Startkapital bekommt die Stiftung sofort mit ihrer Gründung zehn Millionen Euro. Sie erhält vier Prozent des Hafengeldes pro Jahr, die die Stiftung unmittelbar für ihre Aufgaben verwenden kann. Je mehr der Hafen sich entwickelt, desto mehr wird die Stiftung davon profitieren. Weiter fließen der Stiftung innerhalb der nächsten zehn Jahre 7,5 Millionen Euro im Zusammenhang mit Umstrukturierungen im Hafen und jährlich ein Prozent der Ausgaben für den Hochwasserschutz zu. Mit diesen Beträgen wird der Kapitalstock der Stiftung ausgestattet, der langfristig Erträge für die Maßnahmen der Stiftung abwirft.

    Zum jetzt beschlossenen Entwurf des Stiftungsgesetzes werden anschließend die anerkannten Naturschutzverbände und die Handels- und Landwirtschaftskammer gehört. Nach der Anhörung wird der Senat den Gesetzentwurf der Bürgerschaft zuleiten. Die „Stiftung Lebensraum Elbe“ könnte dann mit ihrer Arbeit im ersten Quartal 2010 beginnen.

    Das ganze ist wichtig, da die Elbe zu den bedeutendsten Flusssystemen Europas gehört. Sie ist aber in den letzten 100 Jahren von Hamburg bis zur Mündung in die Nordsee stark verändert worden. Eindeichungen haben den einst weiträumigen Fluss mit Nebenarmen, Flachwasserzonen und breitem Vorland auf einen stark durchflossenen Hauptstrom reduziert. Im Interesse der Schifffahrt wurde eine tiefe Fahrrinne geschaffen. Die Randbereiche der Elbe wurden industrialisiert und die Landwirtschaft intensiviert. Die „Stiftung Lebensraum Elbe“ soll helfen, diesen Trend umzukehren. Auch heute noch ist der Unterelberaum ein wertvoller Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten. Die Elbe und die angrenzenden Uferbereiche sind von Hamburg bis zur Nordsee Bestandteil des europäischen Naturerbes und als Natura 2000-Gebiete nach EU-Richtlinie ausgewiesen. Der Naturraum Unterelbe weist deshalb für die Zukunft ein hohes ökologisches Potenzial aus, das es zu erhalten, zu entwickeln und wiederherzustellen gilt. Dabei werden die Vielfalt der Natur und die Schönheit der Landschaft auch der Erholung zu Gute kommen.

    Liebe Grüße von der Elbe

    Friederike

Kommentare

5 Kommentare
  • Isi
    Isi besonders für hamburger interessant, vielen dank! ;)
    30. Oktober 2009
  • Bienenkoenigin
    Bienenkoenigin Solche Nachrichten liest man immer gerne, das gibt Hoffnung =P...
    kann mich Franzi nur anschließen.... toller Bericht =D..
    viele Grüße
    die Bienenkönigin
    2. November 2009
  • Fredi
    Fredi danke, aber ich muss zugeben, dass ich die infos kopiert habe, da ich es selbst ähnlich formuliert hätte...
    2. November 2009
  • MJ1499
    MJ1499 ist doch egal...schön,. dass es sowas gibt...
    2. November 2009