Berichte

Eine neue Mission zum Schutz der Wale

  •  "There's a spot for you, but you've got to come, now! To Australia. Right away. And you're undercover, so you can't tell anyone." – Mit dieser E-Mail began das Abenteuer der 30-jährigen Umweltaktivisten Natalie Fox vor 3 Monaten.

    They came to "hang out with us for two hours.The more time you spend with them in the ocean, the more you realise how special they are." Im Kayak vor der Küste vom Amerika umgeben von Blauwalen – das zählt zu ihren allerschönsten Erlebnissen. Vorher schon Mitglied bei der Organisation Women for Whales, wird sie nun ein Teil einer größeren Kampagne – vielleicht dem Abenteuer ihres Lebens. Vier Schiffe werden demnächst auslaufen um es mit den japanischen Walfängern aufzunehmen mit dem Ziel nicht einen einzigen Wal sterben zu lassen. Und Natalie Fox wird auf einem dieser Schiffe sein. Auf der „Sam Simon“, dem neusten Schiff von Sea Shepherds, wird sie allerdings vor allem die meiste Zeit kochend in der Kombüse stehen. Doch selbst das Schiff scheint eine beeindruckende Geschichte zu haben. Einst war es das Schiff „Seifu Maru“ der japanischen Walfangflotte genutzt um Forschungen anzustellen. Nun ist es von Sea Shephard aufgekauft worden und die japanische Regierung soll davon nichts mitbekommen haben. Getauft auf den Namen „Sam Simon“ – gleichnamig wie Sam Simon, welcher bei den Simpsons mitgewirkt hat, ein Umweltaktivist ist und den Kauf des Schiffes erst ermöglicht hat.

    Insgesamt um die 120 Menschen aus mehr als 20 verschiedenen Ländern haben sich der Mission von Paul Watson, dem Gründer von „Sea Shephard Conversation Society“, angeschlossen. Fest entschlossen die Wale zu schützen. Paul Watson, ehemaliges Mitglied (und eines der ersten) von Greenpeace, hat sein Ziel klar vor Augen: "They're certainly not going to get half their quota, even if we weren't here, and we intend to make sure they don't get the other half."

    Schon 2010 gab es einen Zusammenstoß der beiden Seiten. Damals sank bei einer Kollision die „Ady Gil“ der Walschützer. Wer dafür genau verantwortlich war, wurde bis heute offiziell nicht herausgefunden werden können. Sicher ist nur, dass das Ganze auch sehr viel gefährlicher und tragischer für die 6 Crewmitglieder auf dem Motorboot „Ady Gil“ hätte ausgehen können, doch zum Glück konnten sie alle von dem geradezu zweigeteilten Motorboot gerettet werden können. Mit den möglichen kommenden Konfrontationen und Problemen, welche dieses Mal auftauchen könnten, möchte sich Natalie Fox nicht jetzt schon beschäftigen.“I can't think about it until I'm in the moment or it's happening at that time, and hope that whatever happens, it's all good,” hofft sie.  

    Vermutlich wird auch diese Mission für Aufsehen sorgen, da Sea Shepherd für „direkte Aktionen“ zum Schutz von Walen und anderen Meeressbewohnern, bekannt ist. Nach eignen Auffassungen kümmert sich die Organisation um die „Strafverfolgung auf hoher See“, da die von den eigentlich zuständigen Regierungen nicht wahrgenommen werden würden. Und obwohl die Organisation Wert auf die Feststellung legt, dass bei keiner ihrer Aktionen Gewalt gegen Menschen eingesetzt wurde oder wird, gehören sowohl „normale“ Proteste, aber auch zum Beispiel das vorsätzliche Versenken von unrechtmäßig fischenden Fischerbooten und Fabrikschiffen zu ihren Aktionen. Dementsprechend hat „Sea Shephard“ einen etwas zweigeteilten Ruf.

    Doch trotz aller bewussten Gefahren, freut Natalie Fox sich etwas für die Wale tun zu können. "I'm just really, really happy to have the opportunity to be here and, literally, be doing something to save whales." 

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    Quellen: theguardian, wikipedia, driftmagazine, Bild wikimedia commons, Bild Fox - guardian/sea shephard

     

     

     

Kommentare

8 Kommentare
  • LSternus
    LSternus Ich kann nicht alle Aktionen von Sea Sheperd gut heißen, aber in eineigen Punkten haben sie recht.
    Internationale Bestimmungen müssen auch auf (oder gerade) dem Meer umgesetzt werden.
    Paul Watson liegt völlig richtig wenn er sagt, die brau...  mehr
    2. Januar 2013
  • Malla
    Malla Ich habe Respekt vor dem was sie tun und bin froh das sie es tun. Nur ist es sehr schwer in der Gesellschaft Respekt für solche DInge zu finden, denn präsent sind ihre Aktionen immer wieder nur eher im negativen. Zu verblödet sind die Mensc...  mehr
    3. Januar 2013
  • Martin98
    Martin98 Ich habe bis jetzt jede folge von Whale Wars verfolgt und ich finde es toll was sie machen. Bei Sea Shepperd mal dabei zu sein wäre ein Traum.
    Wenn man mal bedenkt das sie nur aus Spendengeldern bestehen, man muss die Tanks füllen können vo...  mehr
    3. Januar 2013
  • david.s
    david.s es dürfen keine wale mehr gefangen werden es gab mal 300.000 blauwale auf der welt 1% davon lebt noch
    10. Januar 2013