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Neue Tier- und Pflanzenarten in Deutschland - gut oder schlecht?

  • In Deutschland sind bei neuesten Beobachtungen 800 neue Tier- & Pflanzenarten festgestellt wurden. Es handelt sich dabei um gebietsfremde Arten, welche auf verschiedenen Wegen "eingeschleppt" werden. Die meisten von ihnen gelten als " vollkommen unproblematisch und integrieren sich hervorragend", so die Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz (BfN), Beate Jessel.

    Häufig gelangen sie durch den Schiffverkehr nach Deutschland. Sie haften sich an den Schiffrumpfen fest und werden dann die langen Strecken von ihren Herkunftsländern (z.B. Japan, Amerika, Neuseeland) bis nach Deutschland und anderswo hin mittransportiert.

    Doch bei einigen Spezies können Gefahren für heimische Tiere und Pflanzen auftreten. Deren Lebensräume werden eingeschränkt, sie werden durch die "Einsiedler" verdrängt oder auch getötet. Der amerikanische Flusskrebs trägt die Pest mit sich, was ebenfalls eine Bedrohung darstellt. Dennoch überwiegt die Zahl der unauffälligen, sich eingliedernden Arten.

    Amerikanischer Flusskrebs

    Auch die etwa 500.000 in Deutschland lebenden Waschbären gehören zu eingeschleppten Tierarten. Die Populationen haben sich so stark vergrößert und verbreitet, dass sie heute nicht mehr wegzudenken sind.

    Der Waschbär ist aus Deutschland nicht mehr zu beseitigen. - Warum sollte man das auch wollen? Ist es nicht schön, so eine Tierart hier bei uns zu haben? Ja und nein, lautet meine Antwort. "Der Waschbär gefährdet in Brandenburg die Sumpfschildkröten, stellt ihnen nach und beißt ihnen den Kopf ab. Dabei ist die Sumpfschildkröte eine gefährdete Art", sagte die BfN-Präsidentin Jessel. Außerdem fressen Waschbären Eier von Brutvögeln und andere waldnützliche Kleintiere. Menschen verärgert er durch Müllspuren von der Futtersuche, zerkratze Autos und verwüstete Dachböden. Das sind zwar weniger schlimme Aspekte, aber in der Luxusgesellschaft der Menschen gelten "soche schlimmen Vorkommnisse" trozdem als unerwünscht.

    Trotzdem erfreuen sich gerade Naturliebhaber an der durch eingeschleppte Tiere und Pflanzen immer größer werdenden Artenvielfalt.

    So ähnlich gestalten sich die Pro- & Kontraseiten auch bei den anderen Einsiedlern, wie z.B. dem exotischen Halsbandsittich, dem amerikanischen Heusenkraut, der Schwarzmundgrundel und vielen anderen.


     Halsbandsittich © www.selafotos.de

    Ich hoffe, der Bericht hat euch gefallen! Wenn ihr Fragen und Anregungen habt, einfach als Kommentar schreiben. :)

     

    Quellen:

    http://www.epochtimes.de/800-neue-tier-und-pflanzenarten-in-deutschland-gezaehlt-1045778.html

    http://www.ecomare.nl/de/ecomare-encyclopedie/mensch-und-umwelt/schiffahrt/einschleppung-v-arten/

    http://www.mz-web.de/servlet/ContentServer?pagename=ksta/page&atype=ksArtikel&aid=1342037195315

Kommentare

13 Kommentare
  • SarahRi
    SarahRi Ich sehe die ganze Situation aus von zwei unterschiedlichen Seiten.

    Jedoch denke ich, dass man die einwandernen Arten nicht mehr "los" wird, da sie sich so gut anpassen...
    16. Dezember 2012
  • sarahsolaika
    sarahsolaika @ SarahRi:
    bei der sache mit dem "loswerden" hast du recht, ich finde aber, dass möglichkeiten geschaffen werden müssen, um die hier zuvor lebenden arten vor dem aussterben zu schützen! nix gegen die "neuen" tierarten, ...  mehr
    17. Dezember 2012
  • david.s
    david.s ich finde es nicht so gut in deutschland und auch in anderen ländern eingeschleppte tierarten zu haben, da sie ja ihren natürlichen lebensraum haben und viele von ihnen heimische arten ausrotten z.b. das graue eichhörnchen oder wie hier der...  mehr
    9. Januar 2013
  • JenniNightnight
    JenniNightnight Ich finde es immer toll ,wenn neue Tierarten bei uns ihre neue Heimat finden. das ist aber nur gut wenn alle Tiere hier leben können und nicht nur ein Teil und der sndere Teil wird verdrängt oder gar ausgerottet.
    27. Februar 2013