Berichte

Wir retten die Umwelt, wir gehen Wandern...

  • Es wird wieder in: Das heimische Sporteln, das Bergsteigen, Wandern, Skifahren, Radeln, Spazierengehen. Und das ist wirklich klasse so! Oder?

    Die Natur ist wunderschön, und es ist ein Gewinn für alle, wenn wir sie nutzen und unseren Kindern bereits früh zeigen, welche Wunder sie bereit hält. Doch viele von denjenigen, die plötzlich den Sport in der Natur entdecken, wissen oft selbst nicht, wie sie richtig damit umgehen müssen. Oft sind es Menschen aus den Städten, die in ihrer Freizeit Wandergebiete überschwemmen und eine Spur der Verwüstung hinter sich herziehen.

    "Sie benehmen sich, als wäre immer noch alles rund um sie herum asphaltiert und als würde jeden Morgen die Straßenreinigung einmal drüber fahren, um ihren Dreck wegzumachen."

    "Es ist ihnen egal, dass da ein Schild steht. Die Kinder wollen Blumen? Na dann sollen sie doch abseits der Wege alles ausreißen, was ihnen gefällt. Sie sind ja schließlich da, um Spaß zu haben, und das wächst ja alles nach."

    "Hier können unsere Hunde endlich mal so richtig laufen. Toll, oder?"

    Besonders die Einheimischen sind erbost über das vermeintlich takt- und respektlose Verhalten, welches viele Besucher besonders in den Bergen an den Tag legen. Rastplätze und Wegränder sind zugemüllt, weil die Leute entweder zu faul waren, ihr Zeug wieder einzupacken, oder einfach zum nächsten Mülleimer mitzunehmen. Geschützte Arten werden zertrampelt und ausgerissen, Hunde hetzen Vieh und Wild durch Gebiete, in denen sie eigentlich ungestört bleiben sollten.

         

    Auch in der Natur gibt es Regeln!

    -> Wege sollten nicht verlassen werden!
    -> Pflanzen, Nester, Höhlen, Ameisenhaufen sind nicht dazu da, sie auszureißen, Steine hinein zu werfen, sie zu zerpflücken oder mit Stöcken darin herumzustochern.
    -> Hunde, die nicht bei Fuß gehen, sollten angeleint bleiben. Die Wiesen rund um die Almen sind Nutzfläche und außerdem Privatgrund, auf der die Tiere beim Weiden nicht gestört werden dürfen. Auch die Wälder sind absolutes Tabu für die Hunde. Jeder Hund, der Wild oder Vieh hetzt, darf ohne weitere Vorwarnung und ohne Nachspiel für den Jäger/Bauern erschossen werden.
    -> Viele Blumen, besonders im Alpenraum, stehen unter Naturschutz, z. B. die Silberdistel. Wenn man sie nicht pflückt oder zertrampelt (weil man abseits der Wege läuft), wächst sie auch nächstes Jahr wieder und jeder kann sie bestaunen.
     Silberdistel
    -> Vieh sollte nicht nur von Hunden, sondern auch von deren Haltern, Kindern und anderen Spaziergängern/Wanderern einfach in Frieden gelassen werden, Wiesen und Weiden nur wenn absolut nötig überqueren und die Tiere dabei nicht stören. Jungvieh kann übermütig werden und dann auch eine Gefahr für alle in unmittelbarer Nähe darstellen, außerdem laufen sie gerne kleineren Lebewesen hinterher. Also nicht wegrennen, wenn die Kühe auf einen zu kommen, sondern sich groß machen und laut werden. (Ich bin selbst bei einem Almabtrieb als kleines Kind von einer Kuh überrannt worden. Das ist kein Spaß, glaubt mir das.)
    -> Oft fehlt es gerade in den Bergen an Mülleimern. Bitte packt euer Zeug einfach wieder ein und nehmt es mit nach Hause, soviel wiegt das jetzt auch wieder nicht. Oder nehmt ein bisschen Geld mit und lasst es euch auf einer Alm bei selbstgemachten Käse und Hollerlimonade schmecken.
     

    Das Wichtigste, an das man bei einem Besuch in der Natur allerdings immer denken sollte:
    ->  Du bist nur Gast, und als Gast hast du keinerlei Rechte, irgendetwas zu verändern oder zu stören!

    Als Fazit kann man sicherlich sagen, dass es auf jeden Fall ein Gewinn ist, wenn sich mehr Menschen für die Natur interessieren. Allerdings bleibt es auch nur dabei, wenn jeder ein bisschen Acht auf seine Taten gibt und die Natur als das wahrnimmt, was sie ist: Ein funktionierendes, zusammenhängendes System aus tausenden von Lebewesen. Wir dürfen staunen, ein Teil davon sein, aber niemals zerstören.

       

     

Kommentare

6 Kommentare
  • LSternus
    LSternus Klar es müssen Regeln beachtet werden, immer egal ob man drausen oder drinnen ist.
    Aber ich finde irgendwo müssen Hunde auch mal richtig laufen können.
    Das soll keine Rechtfertigung für Fehlverhalten der Hundebesitzer sein, sondern ein...  mehr
    18. November 2012
  • Lukas96
    Lukas96 Der bericht sollte an die wanderwege gehftet werden dammit jeder diese regeln lesen kann:)
    18. November 2012
  • Lautlos
    Lautlos Danke für eure Rückmeldungen =)

    @L.Sternus: Natürlich haben Hunde das Recht, zu laufen, aber besonders im Almgebiet muss man da einfach aufpassen. Wie gesagt, die Wiesen sind Privatgrund, das wäre so, als würdest du den Hund in d...  mehr
    18. November 2012
  • Rhodeia
    Rhodeia Ich bin in den Sommerferien auf die Zugspitze gestiegen. Eine dreitägige Wanderung und es hat totalen Spaß gemacht. Ich finde da hat es sich wieder gezeigt, dass man nicht immer in andere Länder reisen muss um schöne Natur zu sehen :)...  mehr
    19. Januar 2013