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Tipp der Woche! – Der Herbst kommt, das Laub fällt

  • Am 23. September war offizieller Herbstanfang. Deswegen beschäftigen wir uns in unserem heutigen Tipp mit dem Herbst und den „Kampf mit den Blättern“ in unseren Gärten und auf den Wegen.

    Stille herrscht, während Blätter langsam zu Boden fallen und ihn in ein Meer von Rot, Orange und Gelb tauchen. Doch plötzlich ertönt ein durchdringender Lärm. Mit über 100 Dezibel ist der Motor eines Laubsaugers bzw. eines Laubbläsers zu hören. Diese „Herbstgerätschaften“ sind nicht nur laut und verpesten die Luft mit Abgasen, sondern bringen auch die Natur ordentlich durcheinander.

    Mit etwa 160 km/h ziehen Laubsauger alles in einen Sack, dabei wird kein Unterschied zwischen Blättern, Käfern, Spinnen oder anderen Insekten gemacht. Laubbläser hingegen vertreiben durch das Aufwirbeln kleinere Lebewesen, die Igeln und Vögeln als Nahrung dienen. Außerdem wird dem Boden seine natürliche Decke geraubt, die Schutz vor Austrocknung und extremer Kälte darstellt. Aber nicht nur Blätter werden durch den Laubbläser aufgewirbelt, sondern auch Staubpartikel sowie an den Blättern „schlummernde“ Bakterien und Schimmelpilze. Dies ist nicht unbedingt gesundheitsschädlich, aber auf jeden Fall nicht gesundheitsfördernd! Hinzu kommt, dass nasses Laub sich schwer verblasen lässt und durch einen Windstoß gerade zusammen geblasenes Laub wieder verwirbelt.

     

    Doch nicht nur in Industriegebieten und auf öffentlichen Straßen kommen diese „Herbstgeräte“ zum Einsatz, sondern immer mehr auch in privaten Gärten. In den letzten Jahren wurden in Deutschland rund 500.000 Laubbläser oder -sauger für den privaten Gebrauch gekauft.

     

    Das bunte Treiben des Herbst

     

    Daher unsere Tipps für den „Kampf mit den Blättern“:

    1.) Nutzt Rechen und Besen, wenn ihr Laub vom Rasen und von den Wegen zusammenkehren wollt! Und erklärt anderen warum sie diese "klassischen" Gartengeräte vorziehen sollten.

    2.) Lasst auf Beeten und unter Bäumen und Sträuchern eine Schicht Laub liegen! Eine Laubschicht schützt empfindliche Pflanzen am Besten gegen die anstehende Kälte des Winters. Im Frühjahr zersetzen dann die Bodelebewesen das Laub und geben so Mineralstoff an den Boden ab. So profitieren auch die Bäume von ihrem Laub! Besonders geeignetes Laub ist jenes, welches schnell verrottet, wie das Laub von Obstbäumen, Ahorn und Linde

    3.) Langsam verrottende Blätter wie Eiche gebt ihr am Besten auf einen Komposthaufen. So recycelt Ihr das Laub. Denn Lauberde besitzt sehr viele Humusstoffe.

    4.) Trotzdem dürft ihr nicht vergessen:  Das Wegkehren von Laub auf den Gehwegen vor eurer Haustür ist eure Pflicht, da nasse Blätter gefährlich rutschig werden können!

    5.) Bewahrt ein paar Blätter auf und nehmt am nächsten Kreativwettbewerb teil! Mehr dazu erfahrt ihr in Ulis Bericht.

    Letzten Tipp verpasst? Hier geht es zum Tipp über den Natur- und Umweltpark Güstrow!

Kommentare

3 Kommentare
  • Benja91
    Benja91 Danke fuer die Tips :) Um ehrlich zu sein, war mir die Gefahr die von Laubsaugern etc. ausgeht nicht wirklich so bewusst.
    28. September 2012
  • Carinaa
    Carinaa Ich habe zwar keinen Garten, aber ich werde andere darüber informieren.
    Toller Bericht (:
    29. September 2012
  • loen97
    loen97 Ich finde deinen Text sehr informativ und denke, dass je mehr Leute ihn gelesen haben und ihren Mitmenschen davon erzählt haben, desto weniger Laubsauger/-bläser werden in zukunft verwendet werden. Und außerdem ist es echt ziemlich unn&uum...  mehr
    7. Oktober 2012