Berichte

Frustdichten


  • Weit und weiß
    abweisend? vielleicht.
    doch auch unberührt und
    - so verletzlich.

    Windige Messer durchschneiden
    frostig-kalte Luft
    auf ihren Klingen tanzen
    die Flocken
    weich und kalt.

    Wer Leben sucht,
    der findet.

    Lautloser Flügelschlag
    schauriger Ruf
    Federn und Klauen
    geheimnisvoll, magisch, frei.

    Bedächtiges Tapsen
    gemächliches Brummen
    Fell und Tatzen
    majestätisch, mächtig, wild.

    Fliegende Pfoten
    ängstliche Scheu
    Ohren und Schwanz
    elegant, listig, flink.

    Doch wie lange noch?
    wie lang?

    Geschäftiges Treiben
    stört
    den frostigen Frieden
    Raffgier und Habsucht
    blinder Stolz
    bohren, pumpen, saugen
    wecken schwarze Masse
    aus tiefem, uraltem Schlaf.

    Die Stille
    durchbrochen.
    Die Technik
    seelenlos.
    Der Ausgang
    ungewiss.

    - so verletzlich.
     

Kommentare

6 Kommentare
  • LSternus
    LSternus Ein schönes Gedicht, wirklich. Es ist klasse.
    15. September 2012
  • Jayfeather
    Jayfeather echt gut geschrieben!
    15. September 2012
  • killerwal
    killerwal so einfühlsam. die aktis, eine welt die es ohne unsere hilfe nicht mehr geben wird.
    15. September 2012
  • neongruenerengel
    neongruenerengel Ein wunderschönes Gedicht ist das !!!
    15. September 2012