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Altai - Trauriges Ende einer schönen Geschichte

  •  Am 25.8 2012 kam es im Kölner Zoo zu einer tragischen Begebenheit. Der sibirische Tiger Altai wurde in seinem Gehege vom Direktor des Kölner Zoos Theo Pagel erschossen, nachdem er seine Pflegerin tödlich verletzte.

     

    Wie konnte es dazu kommen. Noch ist der Vorfall nicht aufgeklärt, aber vermutlich hat die langjährige Pflegerin versäumt eine Schleuse zum Außengehege zu verschließen, bevor sie das Innengehege betrat. Um die Pflegerin zu bergen wurde Altai erschossen.

     

    Aber warum wurde Altai erschossen? Warum kann in einer solchen Situation kein Betäubungsgewehr zum Einsatz kommen?

    Auf RP-online lässt sich lesen, dass die Pflegerin bereits tot im Innengehege gefunden wurde und Altai längst von ihr abgelassen hatte. Der Tod der Pflegerin ist sicherlich tragisch, doch der abschließende Ausgang des Unfalls mit dem Tod Altai scheint mir völlig unnötig. Gerade deshalb trifft mich all das umso mehr, weil es wieder einmal nicht so hätte kommen müssen.

     

    An dieser Stelle möchte ich einfach nur verstehen, wer entscheidet, dass ein Tier sterben muss und nicht etwa betäubt wird. Und warum es keine mehrfachen Sicherungen für Pflegerin und Tier zu geben scheint die solche tragischen Unfälle unmöglich machen.

     

     

    Altai zusammen mit Hanya

     

     

    Der Unfall wird aufgeklärt werden und hoffentlich wird es anschließend eine Diskussion über die Haltung von Großkatzen geben. Ich möchte hier noch einmal Altais viel zu kurzes umreißen.

     

    Altai war Engländer. Nun ja zumindest wurde er in England geboren. Mit drei Jahren kam der sibirische Tiger Anfang 2011 in den Kölner Zoo zu seiner neuen Partnerin Hanya um das europäische Zuchtprogramm voranzutreiben. Mit großem Erfolg - im November 2011 kamen, zum ersten Mal seit 20 Jahren, vier Jungtiere im Kölner Zoo zur Welt. Eins der Jungen konnte leider nicht durchgebracht werden, doch die anderen Jungtiere führen den Bestand ihrer Art fort. Altai und Hanya waren fürsorgliche Eltern und ein funktionierendes Zuchtpaar. Umso trauriger ist der Verlust des erst vier Jahre alten Altai. Sicher hätte der Kölner Zoo weitere Zuchterfolge mit den beiden Amur-Tigern erzielen können und so zum Erhalt dieser wunderbaren Art betragen können.

     

    Zuchterfolg - Amur-Jungtiere im Kölner Zoo

    Für mich bleibt heute Abend nur ein sehr trauriges Gefühl und die Hoffnung, dass die Haltung der Tiger im Kölner Zoo unter diesem Unfall nicht leiden wird. Zudem hoffe ich das die Medien verantwortungsvoll mit diesem Vorfall umgehen und Altai nach seinem Tod nicht zum Menschenmörder machen.

     

     

     

    Quellen:

    1. http://www.pipeline.de/www/pipe_39_110115406-1-60377_Drama-im-Koelner-Zoo-Tiger-Altai-toetet-Pflegerin.html?PIPID=eb5e266364eb6b6587d7a215d4713ab3

    2. http://www.rp-online.de/panorama/deutschland/drei-kleine-tiger-geboren-1.2623218

     

Kommentare

22 Kommentare
  • JuliaD
    JuliaD Meiner Meinung nach hätte man den Tiger nicht töten dürfen! Ich finde es schrecklich das er gleich getötet wurde, ich mein klar es ist traurig das die Pflegerin gestorben ist, aber ich finde auch das sie besser hätte aufpassen sol...  mehr
    28. August 2012
  • LSternus
    LSternus Es ist schon war wäre Altai entkommen wäre er in Panik geraten und hätte womöglich noch jemanden verletzt.
    Wie dem auch sei, durch einen anscheinend vermeidbaren Fehler mussten ZWEI unnötig sterben.
    28. August 2012
  • Paula98
    Paula98 Ich finde das ist wirklich tragisch und hätte sie besser aufgepasst wäre sie und der Tiger noch am Leben.
    12. September 2012
  • Leo2712
    Leo2712 Das ist so traurig. Das hätte wirklich nicht sein müssen.
    31. Oktober 2012