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Tipp der Woche! - Seedbombs selbst gemacht

  • In unserem heutigen Tipp der Woche erklären wir dir, wie du Samenbomben selbst machen kannst!

    Grey cities go green – dank Guerilla Gardening! So nennt sich eine neue Art des Protests von Bürgern, die das triste grau unserer Großstädte satt haben. Die "urbanen Gärtner" verteilen heimlich Samen auf hässlichen Verkehrsinseln und langweiligen Grünstreifen, die Stadt soll blühen! Schon mal gehört? Dazu gab's in der Community auch schon einige Berichte. Hier könnt ihr noch mal nachlesen, worum es geht.

    Was beim Guerilla Gardening natürlich nicht fehlen darf, sind die Samenbomben. Die kannst du ganz einfach selbst machen. Und so geht's:

    Du brauchst:
    - verschiedenen Samen
    - Torffreie Erde
    - natürlicher Kompost
    - braunes Tonpulver
    - ein wenig Wasser

     

    Für ein buntes Blumenmeer vermischt du Samen von verschiedenen Pflanzen einfach zusammen. Die Samen sollten wenn möglich von widerstandsfähigen, einheimischen Pflanzen sein, weil die hier am Besten wachsen und die Biosphäre nicht stören. Geeignet sind also zum Beispiel Lavendel, Kornblume, Tagetes oder Ringelblume. Wenn du für besonders große Überraschungen sorgen willst, kannst du natürlich auch Gemüse- oder Kräutersamen verwenden ;-)

    Als Erstes vermischt du die Erde mit Kompost. Da der Kompost sehr konzentriert ist, solltest du weniger davon nehmen als Erde. Zu deiner Menge Samen gibt’s du jetzt etwa drei- bis fünfmal so viel von dem Erde-Kompost-Gemisch. Danach noch mal ungefähr genau so viel Tonpulver (alternativ geht auch Tonerde). Gut mischen.

    Jetzt kommt der etwas schwierigere Teil. Zu deinem Samengemisch gießt du vorsichtig Wasser. Die Masse sollte sich dann gut kneten lassen, aber nicht steinhart sein. Sonst hast du zu viel Wasser dazugetan. Ist aber auch nicht weiter tragisch, dann mischst du halt noch ein wenig Erde dazu.

    Wenn sich die Masse nun also gut kneten lässt, formst du walnussgroße Kugeln. Bitte nicht großer, weil die Samen sonst nicht richtig Keimen können. Dreh die Kugeln so lange in deinen Händen, bis sie weich, glatt und rund sind.

    So weit so gut. Bevor du deine Bomben jetzt verwenden kannst, musst du sie noch trocknen. Lege sie dafür an einen schattigen, aber nicht dunklen Platz. Versuche nicht, das Ganze durch Erhitzen zu beschleunigen. Das könnte die Kugeln beschädigen. Deine Seedbombs kannst du übrigens auch eine Zeit lang lagern. An einem kühlen und gut belüfteten Ort halten sie sich am Besten.

    Sobald die Seedbombs getrocknet sind, kann's auch schon losgehen. Verteil die Bomben in der Stadt an Stellen, die es nötig haben. Pro Quadratmeter braucht es ungefähr zehn Seedbombs für sichtbare Erfolge. Du musst sie nicht eingraben, wegwerfen reicht völlig. Aber bitte auf erdige Flächen, im Beton haben es die Pflanzen ein wenig schwer. Sobald du die Samen verteilst hast, brauchst du nur noch ein wenig Geduld. Wenn du willst, kannst du die von dir begrünten Stellen an besonders heißen Tagen gießen gehen, damit die jungen Keime nicht vertrocknen. Nach einiger Zeit zeigen sich dann auch schon die ersten kleinen Pflänzchen.

    Noch mal kurz und übersichtlich:
    - Erde mit ca. einem Drittel der Menge Kompost vermischen
    - 3-5 Teile Erde zu einem Teil der Samen geben
    - die selbe Menge Tonpulver dazugeben + noch mal gut mischen
    - Wasser dazugießen, kneten
    - walnussgroße Kugeln formen
    - trocknen
    … und fertig sind deine Seedbombs! Viel Spaß beim Stadtverschönern!

    Wenn du dir den ganzen Ton wieder von den Händen abgewaschen und noch nicht genug vom Weltretten hast, dann schau dir doch mal den Tipp von letzter Woche an: Stromfresser finden und ausschalten!

     

    Quellen:
    http://www.utopia.de/ratgeber/eigenhaendig-seedbombs-basteln-rezept-anleitung
    Bilder:
    Seedbomb: von Herder3 [CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons
    Toilette: von Jean-Luc Henry from Rigaud, Canada [CC-BY-2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/2.0)], via Wikimedia Commons
    Flower thrower: von Umberto Brayj [CC-BY-2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/2.0)], via Wikimedia Commons

Kommentare

6 Kommentare
  • MaRyLoU
    MaRyLoU Danke für den guten Tipp ;)
    17. August 2012
  • LaLoba
    LaLoba @Josephine: Noch nicht. Wollte eigentlich ein paar machen für den Tipp, aber wir hatten keine Tonerde. Also muss ich die erst mal besorgen. Aber mal schaun, vielleicht geh ich ja mal Offenbach verschönern ;-)
    18. August 2012
  • Wasserjunge
    Wasserjunge Ich finds eine richtig krasse Sache!!! ;)
    Grün für die Städte...
    Ich werde das auch mal ausprobieren :)
    19. August 2012
  • Alexbeppo
    Alexbeppo Cooler Tipp! Was ich auch total schoen finde ist Moosgraffiti. Guerillia Garding ist einfach toll.
    19. August 2012