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Intensive Hochleistungs-Landwirtschaft - was hält sie aus?

  • Die extreme Dürre in den USA zeigt, was ihre Hochleistungs-Landwirtschaft eigentlich drauf hat. Und das ist nicht sehr viel. Die hochgezüchteten Mais- oder Getreidesorten vertragen die Trockenzeiten noch wesentlich schlechter als andere, robuste Sorten, die der Landwirtschaft jedoch zu ertragsschwach sind.

     

    Der WWF warnt bereits davor, dass angesichts der drohenden Nahrungsmittelknappheit und der anhaltenden Dürre in den USA sich das Problem in den kommenden Jahren verschärfen könnte, wenn die weltweite Landwirtschaft weiterhin nur auf die von Agrarchemie abhängige Intensivierung und empfindliche Hochertragssorten setze.

    Matthias Meissner, Referent Landwirtschaft beim WWF Deutschland meinte dazu: „Wir erleben gerade, wie absurd die Idee ist, dass die Länder mit intensivster Landwirtschaft die Welt mit Lebensmitteln versorgen werden. Bei idealen Bedingungen bringen diese Hochleistungssportler unter den Bauernhöfen beste Erträge. Stimmt aber ein Faktor, wie etwa der Regen, nicht, versagen sie und die Ausfälle sind groß.“

    Also keine tollen Aussichten für die hochgezüchteten Sorten, denn in folge des Klimawandels, ist es wahrscheinlich, dass extreme Wetterereignisse und ausbleibender Regen sogar noch zunehmen können.

     

    © Jürgen Freund / WWF-Canon

     

     

     

    Trotzdem wird der nordamerikanischen Ackerbau als ein Erfolgsmodell für Entwicklungsländer und als die Lösung der Hungerproblem verkauft.

    Meissner sieht dies jedoch als absolut falschen Weg an. Natürlich sei die derzeitige Situation angespannt, jedoch müssten die politisch Verantwortlichen Schritte zu einem vernünftigen Umgang mit Lebensmitteln einleiten.
    „Die Menschheit produziert pro Tag und pro Person 4600 Kilokalorien. Doch den Weg in unseren Magen finden durchschnittlich nur 2000 Kilokalorien. Der Rest vergammelt, wird an Tiere verfüttert oder landet direkt im Mülleimer“, kritisiert er.

     

     

    Zumindest die US-amerikanischen Landwirte haben noch Glück im Unglück. Sie sind durch staatlich subventionierte Versicherungen vor dem finanziellen Ruin geschützt.

    Anders stelle sich die kritische Situation der indischen Bauern da, so der WWF. Derzeit leidet der Subkontinent unter einem teilweise extrem verspäteten Monsun. Angesichts der beiden parallel stattfindenden Dürre-Ereignisse verdeutliche sich auch, wie lebensnotwendig es sei, dass die Landwirtschaft weltweit anfange, wassersparender zu arbeiten.
    Und das geht auch! In entsprechenden Pilotprojekten hat der WWF Indien mit mehreren tausend Landwirten den Wasserverbrauch halbieren können.

     

     

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    Quelle: WWF Deutschland: Intensive Hochleistungs-Landwirtschaft versagt in Trockenzeiten (15.08.12)

    Bilder: Titelbild: Augsburger Allgemeiner (16.08.12), WWF Deutschland, stepmap.de, Hamburger Abendblatt (19.07.12), DW (19.07.12)

Kommentare

8 Kommentare
  • LSternus
    LSternus Was soll man dazu sagen, außer: Ich sag ja immer, dass nur noch Bio-Betriebe eine echte Chance haben.
    18. August 2012
  • Peet
    Peet Warten wir mal ab was Monsanto für ein Gen auf den Markt bringt, welches den Mais oder das Getreide hitzeresistent macht...;)

    @LSternuns: Stimme dir vollkommen zu!
    18. August 2012
  • 1234
    1234 @ midori: selbst amerikanische Rekordernten würden sich nur kontraproduktiv auf die Welternährung auswirken. Durch die vielen Subventionen kann das Zeug zwar billig nach Afrikaeexportiert werden, aber dann gehen dort die nicht-subventionierten B...  mehr
    20. August 2012
  • RuthMaria
    RuthMaria @ Peet : Monsanto wird bestimmt wieder was finden.... mir wurde letztens erzählt, in der Monsanto Kantine wird ausschließlich Bio serviert -Egoismus der anwidert!
    2. Dezember 2012