Berichte

Fahrradstaffel Tag 25: Wir haben es fast geschafft

  • Heute Morgen begrüßten wir die Badische Presse am Hauptbahnhof von Bühl. Nach Interview und Foto ging es dann auch schon los, sehr gemächlich rollten wir in Richtung Achern.

    Wir haben heute leider kein weiters Foto für euch, die Technik hat sich gegen uns gestellt...


    Ab Offenburg wurde uns der Artenreichtum der Region vor geführte, der uns sonst begleitende Mais wurde von Heidebeeren, Weinstöcken, Äpfeln, Erdbeeren und jeder Menge Blumenbeeten zum Selberschneiden abgelöst. Letzteres ist für Josephine und mich als Thüringer eine wunderschöne und belebende Entdeckung, die wir aus unserer Heimat leider nicht kennen. Aber nicht nur die um uns Vegetation fing an sich zu verändern, immer häufiger konnten wir auch verschiedene Eidechsen und Greifvögel beobachten.


    Rummelähnlich ging es bei der folgenden Berg- und Talfahrt weiter. Die Berge schienen immer länger und die Täler immer kürzer zu werden. Dennoch ermöglichten uns diese „erfrischenden“ Anstiege einen weitschweifenden Blick auf den Schwarzwald und seine Weinberge. Mein untröstlicher Optimismus ermutigte einen Radfahrer mit dem Satz „Sie haben es bald geschafft“, obwohl er noch nicht mal ein Viertel des Berges bewältigt hatte, wie wir später feststellten.


    Von Offenburg bis kurz vor Lahr begleitete uns ein vorbildlicher CO2-Sparer, der jeden Tag etwa 20 km mit dem Fahrrad zur Arbeit und wieder zurück fährt. Er hat uns praktischerweise auch gleich den richtigen Weg gezeigt. Apropo: Josephine hat es heute auf neun Mal nach dem Weg Fragen gebracht (seitdem wir mit Martin die Staffeln gefahren sind, führen wir täglich eine Strichliste…).


    Den Anblick unserer leicht demolierten Beine ersparen wir euch, auch wenn seit einigen Tagen immerhin keine neuen Blessuren hinzukamen. Wie wir heute feststellen durften, kommen zwar keine neuen hinzu – aber die alten verschwinden dennoch nicht. Sie zeugen übrigens nicht von Stürzen, sondern von den verzweifelten Umsteigemühen bei der Deutschen Bahn mit voll bepacktem Fahrrad… Leo ist übrigens davon nicht betroffen, er bezeichnet seine Beine jedoch als „verkohlt“. Den Grund dafür erfahrt ihr gleich.


    Zum Wetter heute lässt sich noch sagen, dass sogar mein UV-Schutz 50 versagte. Denn die Sonne demonstrierte ihre Photovoltaik-Tauglichkeit sehr deutlich. Ein schattiges Plätzchen lag in weiter Ferne. Vielleicht rühren daher unsere Wortfindungsstörungen und der bei uns dreien verbreitete Drang, die ganze Zeit dämliche Kommentare abzugeben.


    Zum Abschluss noch eine kleine Bitte an alle Fahrradstaffelfahrer: Wir hatten auf unserer Fahrt so viele kreative Wegbeschreibungen, dass wir gern eine Top 10 Liste davon zusammenstellen würden. Gebt doch eure Vorschläge ab!